ST. MARGARETHEN AN DER SIERNING KENNENLERNEN
St. Margarethen an der Sierning: Kirche im Ortskern
St. Margarethen an der Sierning liegt im Mostviertel im Bezirk St. Pölten. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 1.050 Menschen; das Gemeindegebiet umfasst 14,58 Quadratkilometer. Die Sierning durchfließt die Gemeinde von Süden nach Norden und mündet als linker Nebenfluss in die Pielach. Die Gemeinde besteht aus 13 Ortschaften und 13 Katastralgemeinden. Der Ortskern liegt auf einer Anhöhe, die von der Pfarrkirche geprägt wird.
Von Duringenhofen zu St. Margarethen
Um das Jahr 800 entstand an der Stelle des heutigen Ortskerns eine Kirchensiedlung, die damals Duringenhofen hieß. Die Kirche stand auf einem Hügel und nahm im Ortsbild eine befestigungsähnliche Position ein. Im 11. Jahrhundert errichteten die Grafen von Poigen-Rebgau eine Eigenkirche, die der heiligen Margaretha geweiht war. Ihr Name ging später auf den Ort über. Die Pfarrgründung wird auf etwa 1080 datiert. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus der Zeit um 1200, möglicherweise aus dem Jahr 1204. Die Gemeinde beschreibt die Ortsentwicklung daher als eng mit Religion und Kirche verbunden.
Die Pfarrkirche und ihre Ausstattung
Die Pfarrkirche St. Margarethen steht im Zentrum und ist überwiegend spätgotisch. Die Gemeinde hebt die Pirchner-Orgel hervor, die 2008 feierlich eingeweiht wurde. Im Jahreslauf finden in der Kirche Gottesdienste, Prozessionen und Konzerte statt. Diese Angaben beziehen sich auf die Pfarrkirche im Ortskern, nicht auf die kleineren Kapellen in den anderen Ortsteilen. Südlich von Rammersdorf liegt die Hubertus-Kapelle; außerdem nennt die Gemeinde eine Dorfkapelle in Unterradl und die Handlkreuz-Kapelle. Sie bilden einzelne Stationen in der Kulturlandschaft rund um den Hauptort. Bei klarer Sicht reichen die Ausblicke bis zum Dunkelsteinerwald und zum Ötscher.
Ortschaften im Sierningtal
Eigendorf, Feilendorf, Kleinsierning, Margarethen, Rammersdorf, Türnau und Unterradl verteilen sich über das Gemeindegebiet. In der leicht hügeligen Landschaft liegt das Gelände zwischen rund 250 und 300 Metern Seehöhe. Mehr als 80 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt; etwa sieben Prozent sind bewaldet. Im Norden verlaufen die Güterzugumfahrung St. Pölten und parallel dazu die A1; die wichtigste Straßenverbindung ist die B29. In Rammersdorf bestand bis Dezember 2010 ein Anschluss an die Krumpe. Der Bahnhof St. Pölten liegt 15 Kilometer entfernt; von Rammersdorf führte die Strecke nach Ober-Grafendorf oder Bischofstetten.
Landwirtschaft und Pendelwege
Zwischen 1999 und 2010 sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe von 56 auf 44; 29 davon wurden 2010 im Haupterwerb geführt. Im selben Jahr zählte der Produktionssektor 23 Beschäftigte in der Warenherstellung und zwölf in der Bauwirtschaft. Für 2011 verzeichnet die Gemeinde 519 Erwerbstätige mit Wohnsitz im Ort; weniger als hundert arbeiteten innerhalb der Gemeinde, mehr als 80 Prozent pendelten aus. Diese Zahlen beschreiben verschiedene Jahre und sind keine aktuelle Beschäftigungsstatistik.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
