MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Bischofstetten

Eine barocke Pfarrkirche, eine Alm mit fünf Biotopen und ein Rundweg mit 15 Meilensteinen.

GEMEINDEKENNZIFFER31504
Pfarrhof in Bischofstetten
Pfarrhof in Bischofstetten · Foto: Christian Jansky · „Bischofstetten Pfarrhof“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 202
01.01.2026
Fläche
19,02 km²
Bevölkerungsdichte
63,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3232
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BISCHOFSTETTEN KENNENLERNEN

Bischofstetten: Agatha-Kirche und Römerweg

Bischofstetten liegt im Melker Alpenvorland südwestlich von St. Pölten. Die Marktgemeinde zählt 1.202 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 19,02 Quadratkilometern. Der Ortskern und die verstreuten Rotten sind mit der Pfarrkirche St. Agatha und dem Römerweg verbunden.

Eine Pfarre mit mittelalterlichen Wurzeln

Der Pfarrgeschichte zufolge könnte es bereits im 9. Jahrhundert eine Taufkirche gegeben haben; während der Magyarenherrschaft ging sie unter, danach wurde die kirchliche Organisation neu aufgebaut. Die Pfarre Bischofstetten ist seit 1325 in Urkunden nachweisbar. Im 18. Jahrhundert war die gotische Kirche baufällig. Während einer Messe stürzte ein Pfosten herab und tötete zwei Menschen; 1743 wurde das Gotteshaus abgetragen. Maria Theresia bewilligte Geld für Kirche und Pfarrhof. Baumeister Josef Wissgrill errichtete den barocken Neubau unter Einbeziehung älterer Mauern; 1746 wurde er geweiht. Die Gemeinde nennt gotische Mauerreste an der Südwand. Eine eigene Abfolge hat die Kirche im Ortsteil Haag: Sie brannte 1683 im Türkenkrieg nieder, wurde 1693 neu errichtet und 1817 abgebrochen.

Ausstattung und Pfarrhof

Die Kirche ist der heiligen Agatha geweiht. Das barocke Hochaltarblatt mit ihrem Martyrium stammt von Michael Angelo Unterberger; ein weiteres Altarbild zeigt den heiligen Josef. Eine Glocke von Johann Gottlieb Jenichen stammt aus 1823, die heutige Orgel baute Herbert Gollini 1980. Die Pfarre unterstand zunächst dem Landesfürsten, der den Pfarrer ernannte; nach der Errichtung der Diözese St. Pölten ging dieses Recht an den Bischof über. Der Pfarrhof wurde laut Gemeindeseite ursprünglich als Schloss errichtet. Maria Theresia ließ das Gebäude barockisieren und mit dem kaiserlichen Wappen versehen. Josef Wissgrill entwarf den Pfarrhof.

Der Römerweg beginnt hier

1976 hoben die Bischofstettner Heimo Ilias, Friedrich Tiefenbacher und Karl Leputsch den Römerweg aus der Taufe. Der Rundweg führt über 96 Kilometer durch acht Gemeinden im Melker Alpenvorland. Er verbindet unter anderem die Schallaburg und Burg Plankenstein mit Kirchen und anderen Kulturzielen. Zu den Stationen zählen der Römerbrunnen bei der Wetterlucke und mehrere Aussichtsplattformen. 2016 wurde die Route überarbeitet und neu beschildert; insgesamt 15 Meilensteine markieren die Strecke. Für das Jubiläum 2026 kündigten die Gemeinden eine Kontrolle der Wegweiser und den Austausch der Übersichtstafeln an. Die Route trägt die Nummer 651.

Schaualm und Siedlungslandschaft

Die Steinleit’n Alm ist eine ökopädagogische Schaualm an der Steinleitenstraße. Zu ihren Anlagen gehören eine Bienenhütte und eine Teichlandschaft mit fünf Biotopen. Auf den Weiden sind Almrinder und Schafe zu sehen. Ein Kühlschrank mit bäuerlichen Produkten ermöglicht Selbstversorgung vor Ort. Die Gemeindeseite nennt für 2026 die Ausstellung „Kunst in der Natur“ von 16. bis 18. Oktober. Der Hauptort liegt auf rund 274 Metern Seehöhe; die Sierning durchfließt das Hügelland in 270 bis 250 Metern Höhe. Die Gemeinde führt 23 Rotten an, darunter Buchgraben, Dörfl, Grossa, Grünwies, Christenberg und Schildbach. Das historische Ortslexikon zählt 572 Einwohner für 1785 und 823 für 1869.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Bischofstetten auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 171
31.10.2021 · Registerzählung1 224
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 202

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
414
NUTS-3-Region
Mostviertel-Eisenwurzen (AT121)

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