GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Haunoldstein

Ein früh besiedelter Übergangsraum zwischen Dunkelsteinerwald, Flusslandschaft und Verkehrsachsen.

GEMEINDEKENNZIFFER31911
Ortsansicht von Haunoldstein
Ortsansicht von Haunoldstein · Foto: Henry Kellner · „Haunoldstein 0306 Panini 3“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 267
01.01.2026
Fläche
9,89 km²
Bevölkerungsdichte
128,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3384
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HAUNOLDSTEIN KENNENLERNEN

Haunoldstein an Pielach und Westbahn

Haunoldstein ist eine Gemeinde im Bezirk Sankt Pölten-Land. Sie hat 1.267 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 9,89 Quadratkilometern. Im Norden reicht das Gemeindegebiet in den Dunkelsteinerwald; die Pielach durchquert den südlichen Bereich und nimmt bei Eibelsau die Sierning auf. Sieben Ortschaften gehören zur Gemeinde.

Ein kleines Gemeindegebiet mit mehreren Landschaften

Die Pielach durchfließt Haunoldstein von Osten nach Nordwesten. Bei Eibelsau mündet die Sierning in den Fluss. Im Norden gehört ein Teil des Gemeindegebiets zum Dunkelsteinerwald; südlich der Pielach liegt eine junge Niederterrasse. Die Höhen reichen laut geografischer Beschreibung von 240 Metern an der Pielach bis zum Schoissenberg mit 390 Metern. Steinbühel und Sierninger Berg liegen südlich des Flusses. Die vier Katastralgemeinden heißen Eibelsau, Groß Sierning, Haunoldstein und Osterburg. Landwirtschaftlich genutzt werden 68 Prozent der Fläche; 18 Prozent sind bewaldet.

Frühbronzezeitliche Siedlungsspuren

Großflächige Ausgrabungen aus den Jahren 1999 und 2000 bestätigten eine Besiedlung bereits in der Frühbronzezeit zwischen 2300 und 1600 vor Christus. Weitere Funde zeigen eine Nutzung des Platzes in der mittleren Bronzezeit und in der Latènezeit. Zu den freigelegten Spuren zählten Wohn- und Wirtschaftsgebäude aus Holz, Lehm, Stroh und Schilf sowie Vorrats- und Abfallgruben. Gefäße, Knochen und Geräte aus Geweih geben Einblick in den damaligen Alltag. Neben diesen archäologischen Befunden ist auch die mittelalterliche Ortsgeschichte durch Urkunden greifbar: Der Name erscheint 1161 erstmals, 1235 wird die Form Hunoldstain im Urkundenbuch des Chorherrenstifts St. Pölten erwähnt.

Kirchenberg und Osterburg

Die Kirche auf dem weithin sichtbaren Kirchenberg wird 1147 erstmals erwähnt. Die heutige Pfarrkirche in erhöhter Lage ist dem heiligen Michael geweiht; ihre Bausubstanz umfasst gotische Teile. Turm und Langhaus wurden um 1580 verändert, 1745 entstanden Chor und westliches Joch des Langhauses. Die Osterburg ist eng mit der Geschichte des Orts verbunden. Die Gemeinde beschreibt sie als mittelalterliche Wehrburg, deren erste urkundlich erwähnte Besitzer die Grafen von Peilstein waren. Graf Friedrich V. starb 1208 auf der Burg. Später wechselte die Anlage mehrfach den Besitz; Fürst Raimund von Montecuccoli kaufte sie im 17. Jahrhundert. Kirche und Burg stehen für zwei unterschiedliche historische Orte innerhalb der Gemeinde.

Groß Sierning und die Verkehrswege

Mit dem Bau der Reichsstraße, der heutigen B1, und der Westbahn entwickelte sich Groß Sierning nach Angaben der Gemeinde seit 1892 zum Hauptort. Die Bahnstrecke verläuft durch das Gemeindegebiet; vom Bahnhof Groß Sierning bestehen stündliche Schnellbahnverbindungen nach St. Pölten und Pöchlarn. Die B1 führt durch Groß Sierning, während die West Autobahn das Gemeindegebiet im Süden berührt. Diese Verkehrswege erklären die gute regionale Anbindung, ohne dass alle Ortschaften unmittelbar an den Bahnhof anschließen. Seit 1850 ist Haunoldstein eine selbstständige Gemeinde; ein Post- und Telegrafenamt gab es seit 1894. Heute befinden sich Kindergarten und Volksschule in der Gemeinde. 2011 lebten 544 Erwerbstätige in Haunoldstein; 87 Prozent pendelten aus.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Haunoldstein auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 034
31.10.2021 · Registerzählung1 240
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 267

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
413
NUTS-3-Region
Sankt Pölten (AT123)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Haunoldstein

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.