HOFSTETTEN-GRÜNAU KENNENLERNEN
Hofstetten-Grünau im Tal der Pielach
Hofstetten-Grünau ist eine Marktgemeinde im Bezirk Sankt Pölten-Land. Am 1. Jänner 2026 waren 2.682 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet; die Fläche beträgt 35,95 Quadratkilometer. Die Gemeinde liegt im Pielachtal, rund 15 Kilometer südwestlich von St. Pölten. Acht Ortschaften und gleichnamige Katastralgemeinden bilden das Gemeindegebiet.
Acht Orte im Pielachtal
Zum Gemeindegebiet gehören Aigelsbach, Grünau, Grünsbach, Hofstetten, Kammerhof, Mainburg, Plambach und Plambacheck. Es handelt sich jeweils um Ortschaften und Katastralgemeinden; Hofstetten-Grünau als politische Marktgemeinde umfasst sie gemeinsam. Die Plambachecker Höhe erreicht laut Gemeindebeschreibung 623 Meter, während der tiefste Bereich bei 309 Metern liegt. Landwirtschaft prägt große Teile der Landschaft: Ein älterer Flächenüberblick beziffert die landwirtschaftliche Nutzung mit 64 Prozent und den Waldanteil mit 29 Prozent. Diese Werte beschreiben die Gemeinde als Ganzes, nicht einzelne Ortsteile.
Hofstetten und Grünau
Hofstetten ist zwischen 1072 und 1091 in einem Stiftungsbrief des Stiftes Göttweig belegt. Die Quelle bezeichnet den Eintrag als Zehent von Weingärten bei Hovestetin. 1184 starb Chunrat, der letzte Vertreter der Herren von Hofstetten; danach prägten die Herren von Mainburg die Herrschaft und errichteten eine Burg am Mainberch. Grünau entwickelte sich kirchlich eigenständig: Zu Beginn des 12. Jahrhunderts wurde es von Kilb abgetrennt und zur Pfarre. Der Ortsname „Hofstetten in der Grünau“ ist 1629 im Zusammenhang mit dem Beginn der Matrikenführung überliefert. 1751 erhielt Hofstetten das Marktrecht. Die politische Gemeinde wurde 1850 unter dem Namen Grünau eingerichtet; erst am 15. April 1996 wurde der Name in Hofstetten-Grünau geändert.
Die Bahn als Verbindung durchs Tal
Die Mariazellerbahn ist seit mehr als hundert Jahren zwischen St. Pölten und Mariazell unterwegs. Auf Gemeindegebiet liegen drei Haltestellen: Mainburg, Hofstetten-Grünau im Ortskern und Kammerhof. Damit bedient die Schmalspurbahn verschiedene Ortsteile und verbindet sie mit dem regionalen Zentrum St. Pölten. Die Gemeinde verweist für den aktuellen Fahrplan auf die Niederösterreich Bahnen; konkrete Intervalle können sich ändern und werden hier daher nicht als feste Eigenschaft dargestellt. Historisch wurde die Bahnstrecke zwischen 1896 und 1898 gebaut. 1910 hielt Kaiser Franz Joseph bei einer Fahrt nach Mariazell in Hofstetten-Grünau. Heute ist die Strecke im Alltag und für Freizeitwege relevant, ohne dass der Ortsname mit einer einzelnen Station gleichgesetzt werden sollte.
Marktort und öffentliche Einrichtungen
Die Gemeindegeschichte dokumentiert auch den Ausbau öffentlicher Infrastruktur. 1868 wurde ein Postamt eröffnet, 1882 eine Feuerwehr gegründet und 1907 nahm ein Mühlenbesitzer eine elektrische Stromerzeugung in Betrieb, die laut Ortschronik die erste im Pielachtal war. Die Mariazellerbahn und die zweite Wiener Hochquellenwasserleitung entstanden im selben Zeitraum um die Wende zum 20. Jahrhundert und queren unterschiedliche Teile des Gemeindegebiets. Heute gibt es laut Gemeindeeintrag einen Kindergarten, zwei Volksschulen und eine Mittelschule. Diese Einrichtungen gehören zur Marktgemeinde, auch wenn die Orte des Gemeindegebiets eigene Namen und historische Identitäten behalten. Die Entwicklung verbindet mehrere Orte durch Markt, Pfarre und Verkehr.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
