HOLLABRUNN KENNENLERNEN
Hollabrunn: Stadtgeschichte, Hofmühle und Kirchenwald
Die Stadtgemeinde Hollabrunn liegt im Bezirk Hollabrunn im westlichen Weinviertel. Am 1. Jänner 2026 lebten 12.573 Menschen hier; das Gemeindegebiet ist 152,36 Quadratkilometer groß. Die Stadt liegt im Tal des Göllersbachs.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Geschichte Hollabrunns und Entwicklung der Stadt
Vom Marktflecken zur Bezirksstadt
Eine Göttweiger Urkunde nennt Hollabrunn 1135 erstmals. Das Marktrecht folgte im 14. Jahrhundert; 1565 erhielt der Markt ein Wappen. Nach dem Einfall schwedischer Truppen 1645 wurde der Ort schwer verwüstet. 1683 trafen König Johann III. Sobieski von Polen und Herzog Karl von Lothringen vor dem Entsatz Wiens in Hollabrunn zusammen. 1850 zogen Bezirksverwaltung und Bezirksgericht ein, worauf Handel und Gewerbe wuchsen. Die Nordwestbahn verband Hollabrunn ab 1871 mit dem Personen- und Güterverkehr. 1905 wurde das Rathaus im Haus Hauptplatz 1 eingerichtet und 1907 mit einem Turm versehen. 1908 wurde Oberhollabrunn zur Stadt erhoben; seit 1928 heißt die Stadt offiziell Hollabrunn.
Quellen: Geschichte von Hollabrunn – Auszüge aus der Stadtchronik
Siedlung, Kirche und Schultradition
Die Stadtchronik führt die Gründung Hollabrunns in die erste Hälfte des 11. Jahrhunderts zurück. Zwei ursprünglich bäuerliche Siedlungskerne wuchsen nach dem Bau der Kirche auf dem Hügel zwischen ihnen zusammen; der Hauptplatz wurde zum Mittelpunkt. Die Pfarrkirche St. Ulrich wurde 1336 nach dem Einfall böhmischer Truppen über romanischen Fundamenten gotisch erneuert. Die schulische Überlieferung reicht laut Stadtchronik bis 1393 zurück. 1865 wurde das Gymnasium gegründet, 1880 kam das erzbischöfliche Seminar hinzu.
Quellen: Geschichte Hollabrunns und Entwicklung der Stadt · Geschichte von Hollabrunn – Auszüge aus der Stadtchronik
Alte Hofmühle am Göllersbach
Die Alte Hofmühle gehört zum ältesten Baubestand der Stadt. Auf einen Herrensitz folgte eine Mühle; bei Grabungen kamen am Gelände auch Slawengräber zum Vorschein. Haupt- und Stallgebäude sowie eine Außenmauer umschließen einen fast quadratischen Hof. Im barockisierten Tor steht die Jahreszahl 1614, wohl als Renovierungsdatum. Der Überlieferung nach bezog Napoleon I. am 16. November 1805 in der Mühle Quartier. Die Stadtgemeinde kaufte die stillgelegte Mühle 1937; seit 1973 sind hier Stadtmuseum und Kulturverein untergebracht. Nach einer umfassenden Sanierung von 2019 bis 2021 wurden Zugänge barrierefrei gestaltet und im ehemaligen Brunnenhaus öffentliche Toiletten eingerichtet.
Quellen: Sehenswürdigkeiten – Alte Hofmühle
Kirchenwald und Koliskowarte
Der Kirchenwald grenzt unmittelbar an die Stadt. 1908 tauschte Oberhollabrunn eigene Waldflächen gegen den Kirchenwald, um ein Naherholungsgebiet für die Bevölkerung zu sichern. Durch den Wald führen Wander- und Radwege sowie ein Waldlehrpfad. Die Koliskowarte wurde Anfang 2016 auf die doppelte Höhe erweitert; von ihrer Plattform reicht der Blick über das Waldgebiet bis zum Schneeberg und zum Ötscher. Eine Top-Rope-Anlage ermöglicht Klettern am Turm.
Quellen: Freizeit & Tourismus – Kirchenwald, Koliskowarte und Kellerkatzenweg
Sitzendorfer Kellergasse entdecken
Der 4,15 Kilometer lange Kellerkatzenweg führt durch die Sitzendorfer Kellergasse und den angrenzenden Naturraum. An 24 Stationen vermittelt der Rundweg die Geschichte der Kellergasse und ihre Entwicklung am Rand der Stadt. Die Erzählfigur ist die Kellerkatze, ein Weinbausymbol, das der Hollabrunner Künstler Günter Stockinger gestaltet hat. Für Indoor-Stationen gibt es Chipkarten; auch Führungen werden angeboten.
Quellen: Freizeit & Tourismus – Kirchenwald, Koliskowarte und Kellerkatzenweg
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hollabrunn – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Geschichte von Hollabrunn – Auszüge aus der Stadtchronik
- Geschichte Hollabrunns und Entwicklung der Stadt
- Sehenswürdigkeiten – Alte Hofmühle
- Freizeit & Tourismus – Kirchenwald, Koliskowarte und Kellerkatzenweg
Stand der Angaben: 08.10.2026
