GUTTARING KENNENLERNEN
Guttaring zwischen Becken und Steinernen Linsen
Die Marktgemeinde Guttaring liegt im Bezirk Sankt Veit an der Glan in Kärnten. Zum 1. Jänner 2026 zählt sie 1.520 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 54,94 Quadratkilometer. Becken, Höhenzüge und Wasserläufe gliedern das Gemeindegebiet.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Guttaring – Wikipedia, feste Artikelversion
Becken, Bach und steinerne Linsen
Das Guttaringer Becken öffnet sich nach Süden zwischen Krappfeld und Görtschitztal; der Silberbach entwässert den Talraum. Am Übergang zwischen Guttaring und St. Gertraud liegt das Feld der Steinernen Linsen. Die linsenförmigen Nummuliten sind fossile Großforaminiferen aus kalkhaltigem Gestein. Sieben Katastralgemeinden und 24 Ortschaften verteilen sich zwischen Becken und Höhenzügen.
Quellen: Guttaring – Wikipedia, feste Artikelversion · Wanderwege und Radwege – Marktgemeinde Guttaring
Romanische und spätgotische Bauwerke
Die Pfarrkirche St. Rupert in Guttaring ist urkundlich 1160 erwähnt. 1562 gehörten sieben Filialkirchen und fünf Friedhöfe zur Pfarre. Der Bau der Pfarrkirche verbindet romanische und gotische Elemente; im Inneren steht ein barocker Hochaltar. Nördlich der Kirche liegt ein romanischer Rundkarner mit östlicher Apsis. In Deinsberg wurden bei Restaurierungsarbeiten 1968 und 1969 Wandmalereien aus der Mitte des 14. Jahrhunderts freigelegt. Die Kirche war einst Pfarrkirche und ist heute eine Filialkirche. Oberhalb des Orts liegt die spätbarocke Wallfahrtskirche Maria Hilf. In der Nachbargemeinde Hüttenberg liegt die spätgotische Wallfahrtskirche Maria Waitschach, eine frühere Filialkirche von Guttaring. Maria Hilf wurde 1727 erbaut.
Quellen: Guttaring – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte – Marktgemeinde Guttaring
Bergbau und historische Einschnitte
Die Gegend ist seit 977 urkundlich belegt; das Erzbistum Salzburg richtete hier eine Mutterpfarre für das obere Görtschitztal ein. 1201 hielt Erzbischof Eberhard II. in Guttaring eine Synode ab. 1348 verwüstete ein Erdbeben den Ort; Türkeneinfälle folgten 1469 und 1476. 1542 erhob Erzbischof Ernst den Ort zum Markt. 1715 forderte ein neuerlicher Pestausbruch in Guttaring 399 Todesopfer. Im 16. Jahrhundert wurden hochgoldige Silbererze entdeckt; der Fund löste eine Phase des Goldfiebers aus. Der Bergbau am Sonnberg endete 1939, als die Lagerstätten erschöpft waren. Zuvor hatten wechselnde Eigentümer den Abbau betrieben, darunter die Treibacher Industrie AG. In der Urtl erinnert ein ruinöser Floßofen aus dem 16. Jahrhundert an die Verarbeitung des Eisens. Daneben stand das sogenannte Verweserhaus, das einst als Raststation diente. Bis 1834 wurde im Urtlgraben Eisen erschmolzen. Am Sonnberg kam der Abbau von Braunkohle hinzu, die bis 1839 zur Herstellung von Alaun und Eisen(II)-sulfat diente.
Landwirtschaft und Gewerbe im Markt
Landwirtschaft, Holzverarbeitung und Fremdenverkehr tragen zur lokalen Wirtschaft bei. Ein bedeutender Betrieb ist die Maschinenfabrik Stingl, die Maschinen und Steuerungsanlagen für Holz- und Sägewerksbetriebe herstellt. Bei der Volkszählung 2001 pendelten von rund 700 Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Guttaring etwa 500 aus; rund 150 Personen kamen aus der Umgebung zur Arbeit. 1865 wurde Waitschach eingemeindet; die Gemeindefläche wuchs dadurch von rund 40 auf 77 Quadratkilometer, die Einwohnerzahl von etwa 1.100 auf 2.500. Bei der Gemeindereform 1973 wechselten rund 22 Quadratkilometer mit 221 Einwohnern aus Guttaring nach Hüttenberg; zugleich kamen 0,03 Quadratkilometer mit sechs Einwohnern aus Wieting bei Maria Hilf hinzu. Der Männergesangsverein Guttaring wurde 1872 gegründet und zählt zu den älteren Gesangsvereinen Kärntens.
Quellen: Guttaring – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte – Marktgemeinde Guttaring
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
