MARKTGEMEINDE · KÄRNTEN

Metnitz

Ein langes Tal zwischen den Gurktaler Bergen mit vier historischen Teilräumen

GEMEINDEKENNZIFFER20518
Wallfahrtskirche St. Wolfgang in Grades, Gemeinde Metnitz.
Wallfahrtskirche St. Wolfgang in Grades, Gemeinde Metnitz. · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 4.0 · „Metnitz Grades Filial- und Wallfahrtskirche hl Wolfgang NO-Ansicht 21122016 4685“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 804
01.01.2026
Fläche
223,14 km²
Bevölkerungsdichte
8,1
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9363
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

METNITZ KENNENLERNEN

Metnitz: Totentanz und Marktgeschichte

Metnitz ist eine Marktgemeinde im Bezirk Sankt Veit an der Glan. Zum 1. Jänner 2026 zählt sie 1.804 Einwohnerinnen und Einwohner und umfasst 223,14 Quadratkilometer. Die Gemeinde verbindet mehrere historische Markt- und Kirchorte im oberen Metnitztal.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Metnitz – Wikipedia, feste Artikelversion

Berge, Fluss und vier Katastralgemeinden

Das Metnitztal bildet das Hauptsiedlungsgebiet der Gemeinde. Im äußersten Norden markieren Priewaldbach und Auenbach die Grenze zwischen Kärnten und der Steiermark; sie gehören zum Einzugsgebiet des Laßnitzbaches. Die Gemeinde reicht von dort über den Talboden bis zu den Bergkämmen. Vier Katastralgemeinden – Feistritz, Grades, Metnitz Land und Metnitz Markt – fassen 22 Ortschaften zusammen. Die Gurktaler Alpen bilden die Gebirgszüge nördlich und südlich des Tals. Der Hauptort Metnitz und der frühere Markt Grades liegen auf derselben Talachse, während weitere Orte an den Hängen und in Seitentälern verstreut sind.

Quellen: Metnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Aus der Geschichte des oberen Metnitztales – Metnitzer Journal 1/2018 · Einzugsgebiete der Wildbäche und Lawinen, Anlage 1 – RIS Kärnten

Von Gurker Besitz zum Markt

Das obere Metnitztal wurde 1072 von Erzbischof Gebhard von Salzburg der Diözese Gurk übertragen. Feistritz wurde im 11. Jahrhundert besiedelt; zur Verwaltung entstanden die Ämter Feistritz und Metnitz. Grades erhielt 1346 das Marktrecht, Metnitz 1599. Die Ortsgemeinden Metnitz und Grades entstanden 1850 aus den damaligen Steuerbezirken. Als die Gemeinden 1973 vereinigt wurden, ging der Bereich Flattnitz an die damalige Großgemeinde Weitensfeld-Flattnitz; nach deren Teilung liegt er heute in Glödnitz. 1911 prüfte eine Kommission eine umfassende Grenzänderung; der Vorschlag wurde nicht umgesetzt. 1915 trat Grades rund 1.300 Hektar samt der Ortschaft Zienitzen an St. Salvator ab. 1966 erhielt Metnitz rund einen Hektar beim Erholungsbad von Grades und trat neun Hektar nordöstlich von Marienheim ab. Seit 1978 gehört das Gemeindegebiet zum Gerichtsbezirk Sankt Veit an der Glan.

Quellen: Metnitz – Wikipedia, feste Artikelversion

Fresken und ein Volksschauspiel

Der Metnitzer Totentanz umfasst einen Freskenzyklus am Karner und ein Volksschauspiel, das vor dem Karner aufgeführt wird. Beide Formen behandeln die Gleichheit der Menschen vor dem Tod. Das Totentanzmuseum steht nahe der Pfarrkirche St. Leonhard im Markt Metnitz und vermittelt dieses lokale Bild- und Theatererbe. Die Fresken entstanden um 1500 nach Vorlagen, darunter das Heidelberger Blockbuch von 1465; vier Figurenpaare entsprechen dessen Holzschnitten. Die Originalfragmente nahm das Bundesdenkmalamt 1968/69 ab und restaurierte sie. Seit 1996 sind sie im Totentanzmuseum zu sehen; 1989 ließ die Gemeinde die Außenmalerei nach historischen Kopien rekonstruieren. In Grades führt die Wallfahrtskirche St. Wolfgang auf eine andere Tradition: Sie wurde zwischen 1459 und 1474 erbaut und mit einer Wehrmauer umgeben. Ein Ablassbrief Papst Pius’ II. unterstützte die Wallfahrt bereits zu Baubeginn.

Quellen: Metnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Metnitzer Totentanzmuseum – Pfarre Metnitz · Aus der Geschichte des oberen Metnitztales – Metnitzer Journal 1/2018

Kirchen und regionale Erinnerung

Weitere Sakralbauten sind die Pfarrkirche St. Nikolaus in Oberhof Schattseite und die Filialkirche Maria Höfl. Das Privilegierte Metnitzer Schützenkorps führt seine Geschichte auf ein kaiserliches Recht zurück: Maria Theresia erlaubte 1744 das Tragen von Uniformen. Die Gemeinde nennt außerdem ein Brauchtumsmuseum, das kirchliche, handwerkliche und Arbeitsbräuche dokumentiert. Zur regionalen Wirtschaft gehörten 1999 insgesamt 104 Haupterwerbs- und 144 Nebenerwerbsbetriebe, die zusammen 14.440 Hektar bewirtschafteten. 596 Erwerbstätige pendelten 2001 aus.

Quellen: Metnitz – Wikipedia, feste Artikelversion · Aus der Geschichte des oberen Metnitztales – Metnitzer Journal 1/2018 · Kunst, Kultur & Religion – Marktgemeinde Metnitz

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Metnitz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 114
31.10.2021 · Registerzählung1 900
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 804

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
810
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Metnitz

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.