MARKTGEMEINDE · KÄRNTEN

Liebenfels

Eine Gemeinde aus historischen Orten an der Sonnseite der Wimitzer Berge

GEMEINDEKENNZIFFER20515
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pulst, Gemeinde Liebenfels
Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Pulst, Gemeinde Liebenfels · Foto: Johann Jaritz / CC BY-SA 3.0 · „Liebenfels Pulst Pfarrkirche Mariae Himmelfahrt 30082009 66“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
3 401
01.01.2026
Fläche
58,84 km²
Bevölkerungsdichte
57,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9556
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

LIEBENFELS KENNENLERNEN

Liebenfels: Burgen über dem Glantal

Liebenfels liegt am Südhang der Wimitzer Berge, westlich von Sankt Veit an der Glan. Das Gemeindegebiet reicht von rund 500 bis 1.338 Meter Seehöhe und umfasst Hügel, Wälder und Siedlungen auf der Glantaler Sonnseite. Die Marktgemeinde zählt 3.401 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026); ihre Fläche beträgt 58,84 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Liebenfels – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwei Bergfriede auf der Burg Liebenfels

Die Burg Liebenfels wird 1312 erstmals urkundlich genannt. Ihre Anlage besteht aus zwei massiven Bergfrieden, die durch eine ausgedehnte Vorburg voneinander getrennt sind. Teile der mittelalterlichen Burg wurden zwischen 1484 und 1490 von ungarischen Truppen eingenommen und beschädigt; unterhalb der Anlage sind Befestigungsreste aus dieser Zeit erhalten. Der Bergfried stammt aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Ein heutiges Treppenhaus führt durch sechs Geschosse des Turms. Die Burg liegt auf einer Felskuppe über dem Glantal und gibt Einblick in die strategische Bedeutung des Höhenrückens.

Quellen: Liebenfels – Wikipedia, feste Artikelversion · Burg Liebenfels – Marktgemeinde Liebenfels

Frühe Besiedlung an der Glantaler Sonnseite

Funde aus der Jungsteinzeit belegen frühe menschliche Nutzung des heutigen Gemeindegebiets. Dazu zählen ein Lochbeil von Unter-Kulm, ein Serpentin-Steinbeil aus Reidenau und Keramikfunde aus St. Leonhard, Feistritz, Beißendorf und Glantschach. Auf dem Schlosshügel von Hohenstein befand sich in der Antike ein Heiligtum der Noreia. Die Kirche in Glantschach ist 958/991 erstmals urkundlich erwähnt. In der frühen Neuzeit prägten Sensen- und Hammerwerke das Gebiet.

Quellen: Liebenfels – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte – Marktgemeinde Liebenfels

Von vier Gemeinden zur Marktgemeinde

Nach der Gemeindebildung von 1850 bestanden auf dem heutigen Gebiet die Gemeinden Feistritz, Glantschach, Hardegg und Liemberg. Feistritz wurde 1865 in Pulst umbenannt; Glantschach wurde 1875 aufgeteilt und Teile kamen zu Sörg und Pulst. 1958 schlossen sich Pulst, Hardegg und Liemberg zur Gemeinde Liebenfels zusammen; auch der Hauptort Feistritz erhielt den Namen Liebenfels. 1973 entstand durch die Vereinigung mit Sörg die heutige Gemeinde. Seit 2004 darf sie den Titel Marktgemeinde führen. Das heutige Gebiet gliedert sich in elf Katastralgemeinden und 48 Ortschaften; rund 52 Prozent der Fläche sind landwirtschaftlich genutzt und etwa 44 Prozent bewaldet.

Quellen: Liebenfels – Wikipedia, feste Artikelversion · Entstehung – Marktgemeinde Liebenfels

Wallfahrt, Handwerk und Burgen

Ein Teil des alljährlichen Vierbergelaufs führt zwischen Zweikirchen und Reidenau über Gemeindegebiet; am Gößeberg erreicht die Wallfahrt ihren höchsten der vier Berge. Von dort führt sie über Gradenegg nach Sörg; der Lauf findet am zweiten Freitag nach Ostern statt. Zur örtlichen Handwerkstradition gehört das Schnitzen von Perchtenmasken aus Zirbenholz von der Hochrindl; einzelne Masken erfordern bis zu 30 Stunden Arbeit und werden meist für Gruppen gefertigt. Östlich der Burg Liebenfels liegt ein Klettergarten mit Sportkletterrouten an den Felsen unterhalb der Anlage. Zu den Burgen zählen neben Liebenfels die erstmals 1134 genannte Ruine Hardegg und die 1192 erwähnte Ruine Gradenegg. Die romanische Zwillingsburg Hardegg liegt nördlich von Zweikirchen; Gradenegg erhielt im 16. Jahrhundert einen ausgebauten Palas. In der Gemeinde liegen auch die Ruine Alt Liemberg, erstmals 1167 erwähnt, und Schloss Hohenstein, das 1537 errichtet und 1589 erweitert wurde. Das Landschaftsschutzgebiet Zmulner See umfasst 40 Hektar.

Quellen: Liebenfels – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus & Aktivitäten – Marktgemeinde Liebenfels

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Liebenfels auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung3 290
31.10.2021 · Registerzählung3 400
01.01.2026 · Bevölkerungsstand3 401

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 213
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Liebenfels

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.