MÖLBLING KENNENLERNEN
Mölbling zwischen Krappfeld und Wimitzer Bergen
Mölbling liegt im Bezirk Sankt Veit an der Glan am Übergang vom Krappfeld zu den Wimitzer Bergen. Die Gemeinde zählt 1.337 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 48,95 Quadratkilometer.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Mölbling in Kärnten
Von der Gurk in die Hügel
Die Gurk bildet am östlichen Rand des Gemeindegebiets eine wichtige natürliche Linie. Ihr fließen der Tschatschgerbach sowie kleinere Gewässer wie Welsbach und Meiseldinger Bach zu. Westlich davon reicht Mölbling vom Rand des Krappfelds in den Nordosten der Wimitzer Berge. Der Wechsel von Talboden und Hügelland prägt die Wege zwischen den Siedlungen. Fünf Katastralgemeinden – Dielach, Gunzenberg, Meiselding, Rabing und Rastenfeld – ordnen das Gebiet verwaltungsgeschichtlich. Der Hauptort liegt rund 27 Kilometer nordnordöstlich von Klagenfurt.
Quellen: Gemeinde Mölbling in Kärnten
Kirchen als frühe Fixpunkte
Die Pfarrkirche St. Stefan am Krappfeld geht auf eine um 1200 errichtete romanische Chorturmkirche zurück. Im 15. Jahrhundert wurde sie zur Wehrkirchenanlage ausgebaut; das Langhaus erhielt im 16. Jahrhundert eine Erweiterung. Der Turm wurde mehrfach erhöht, sein Zwiebelhelm und die Pilastergliederung der Langhausfassade stammen von 1766. Ein neugotisches Seitenschiff kam im 19. Jahrhundert hinzu. Die Kirche von Meiselding ist 1216 erstmals genannt. Weitere Pfarrorte sind Gunzenberg und Meiselding; in St. Kosmas liegt eine Wallfahrtskirche, in Treffling die Filialkirche St. Michael.
Quellen: Mölbling – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Mölbling in Kärnten · Pfarrkirche St. Stefan am Krappfeld – Katholische Kirche Kärnten
Rastenfeld und Welsbach
Schloss Rastenfeld ist ein weiterer historischer Bezugspunkt. Der Sitz wird 1241 erstmals urkundlich genannt; der achteckige Bau erhielt seine heutige Gestalt im 15. und 16. Jahrhundert. Die Gemeinde beschreibt ihn als einstiges Herrschaftszentrum. Nördlich davon liegt Schloss Welsbach, das Carl Auer von Welsbach für seine Familie errichten ließ. Der zweigeschoßige Bau entstand 1898 bis 1900 im späthistoristischen Stil. Auer von Welsbach, Erfinder des Gasglühlichts, ist auch im Gemeindewappen präsent: Eine gegitterte Scheibe erinnert an seine Erfindung, eine Fackel an sein Familienwappen.
Quellen: Mölbling – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Mölbling in Kärnten
Aus zwei Gemeinden zusammengefügt
Die heutige Gemeinde entstand 1973 durch die Zusammenlegung der damaligen Gemeinden Mölbling und Meiselding sowie kleiner Gebietsteile von Kappel am Krappfeld. 1850 war aus Rabing, Rastenfeld und Gunzenberg die Gemeinde Rabing gebildet worden; sie wurde in den 1950er Jahren in Mölbling umbenannt. Dielach und Meiselding gehörten zunächst zur Gemeinde Pfannhof, aus der 1899 die Gemeinde Meiselding hervorging. Ein Flächentausch mit Frauenstein veränderte 2009 die Grenze: Drasenberg kam zu Mölbling, zwei Höfe in der Wimitz wechselten zu Frauenstein. Die Gurkbrücke bei Mölbling ist eine dreibogige barocke Steingewölbebrücke. Für 2011 verzeichnete die Statistik 665 ansässige Erwerbstätige, von denen 141 in der Gemeinde arbeiteten. Die Erhebung von 2010 zählte außerdem 78 landwirtschaftliche Betriebe, darunter 32 im Vollerwerb. Im Produktionssektor war das Baugewerbe mit 38 Beschäftigten der größte Arbeitgeber. 18 Handelsbetriebe beschäftigten 39 Personen. 524 der Erwerbstätigen pendelten aus. Gleichzeitig kamen 112 Berufstätige aus den Nachbargemeinden nach Mölbling. Das Fahrtechnikzentrum in Mail und die bäuerlichen Betriebe stehen für zwei unterschiedliche lokale Arbeitsfelder. 28 Personen arbeiteten 2011 freiberuflich; soziale und öffentliche Dienste beschäftigten 20 Menschen.
Quellen: Mölbling – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Mölbling in Kärnten · Mölbling – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
