STADTGEMEINDE · KÄRNTEN

Althofen

Historische Höhenstadt und moderner Wirtschaftsstandort im Krappfeld

GEMEINDEKENNZIFFER20501
Blick auf Althofen mit der erhöht liegenden Altstadt
Blick auf Althofen mit der erhöht liegenden Altstadt · Foto: Sinnerman · „Stadt Althofen im September 2013“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
4 976
01.01.2026
Fläche
12,29 km²
Bevölkerungsdichte
405,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9330
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ALTHOFEN KENNENLERNEN

Althofen

Althofen ist eine Stadtgemeinde im nördlichen Kärnten. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 4.976 Menschen; die Gemeinde umfasst 12,29 Quadratkilometer. Die historische Höhenstadt liegt am Rand des Krappfelds und ist für ihre Altstadt, ihre römischen Funde und die lange Industriegeschichte bekannt. Zugleich ist Althofen ein regionaler Arbeits- und Gesundheitsstandort.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stadtgemeinde Althofen – Chronik

Frühe Spuren und alter Markt

Steinbeile aus der Jungsteinzeit und Keramik aus der späten Bronzezeit belegen frühe menschliche Anwesenheit. Ein Hügelgrab aus der Hallstattzeit wurde 1900 nahe dem Bahnhof entdeckt. Für die Römerzeit sprechen Gräber, Kleinfunde und Inschriften. Die Straßenstation Matucaium wird meist im Raum Althofen verortet. 953 kam die Gegend in den Besitz des Erzbistums Salzburg, bei dem sie bis 1803 verblieb. Um 1050 erscheint Althofen als Altanhouven in einer Urkunde; 1268 ist der Ort erstmals als Markt bezeichnet. Um 1300 wurde der Markt vom Untermarkt auf den Thomasberg verlegt. 1993 erhielt Althofen das Recht, sich Stadtgemeinde zu nennen. Die heutige Namensform Althofen ist seit 1473 belegt.

Quellen: Stadtgemeinde Althofen – Chronik · Althofen – Wikipedia, feste Artikelversion

Altstadt und Kirchen

Die historische Altstadt bewahrt mehrere Bauwerke aus verschiedenen Epochen. Die Pfarrkirche St. Thomas von Canterbury wurde 1307 erstmals erwähnt und besitzt einen spätgotischen Baukörper mit mächtigem Turm. Die ehemalige Bürgerspitalkirche St. Cäcilia am Unteren Markt hat einen romanischen Kern und wurde später verändert. Am Salzburger Platz stehen Pestsäule und Gnomenbrunnen; Schloss Althofen, Riederhaus und Annenturm ergänzen das historische Ensemble. 1479 verlieh der Salzburger Erzbischof Althofen ein Wappen mit Eisenbündel und Lilie, die auf Handel und Herrschaft verweisen. In die Pfarrkirche sind römische Grabsteine eingemauert. Ihre Inschriften nennen Familien und Freigelassene der Antike und machen die Wiederverwendung älterer Denkmäler sichtbar. Die Pestsäule am Salzburger Platz stammt von 1682.

Quellen: Stadtgemeinde Althofen – Chronik · Althofen – Wikipedia, feste Artikelversion

Industrie und Erfinder

Carl Auer von Welsbach gründete 1898 in Treibach die Welsbach-Werke, aus denen die heutige Treibacher Industrie AG hervorging. Der Chemiker erfand unter anderem das Gasglühlicht und entdeckte vier Elemente. Das Auer-von-Welsbach-Museum zeigt Geräte aus seinem Labor, frühe Metallfadenlampen und eine Sammlung von Feuerzeugen. Das Kurbad in Untermarkt nahm 1975 den Betrieb auf und entwickelte sich zum Humanomed Zentrum. Zu seinen Entdeckungen zählt Neodym, das heute unter anderem in Elektromobilität und Windkraftanlagen eingesetzt wird.

Quellen: Stadtgemeinde Althofen – Auer von Welsbach-Museum · Stadtgemeinde Althofen – Chronik

Bahn und regionale Verbindungen

Treibach-Althofen liegt an der Rudolfsbahn und verbindet Althofen mit Klagenfurt und dem Raum Friesach. Von diesem Bahnhof zweigte 1898 die schmalspurige Gurktalbahn ab, die durch das Gurktal bis Klein Glödnitz führte; heute ist nur ein Teil als Museumsbahn erhalten. Die drei Katastralgemeinden Althofen, Treibach und Töscheldorf bilden das Stadtgebiet. Die Verbindung von Bahn und Straße stärkte Treibach als Industriestandort und ließ die Siedlungen vom Untermarkt bis zum Oberen Markt zusammenwachsen.

Quellen: Stadtgemeinde Althofen – Chronik · Althofen – Wikipedia, feste Artikelversion · ÖBB – Bahnhof Treibach-Althofen

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Althofen auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung4 656
31.10.2021 · Registerzählung4 683
01.01.2026 · Bevölkerungsstand4 976

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 110
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Althofen

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.