STADTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Ternitz

Schwarza, Stahlgeschichte und eigenständige Ortsteile

GEMEINDEKENNZIFFER31839
Panoramablick vom Gfieder über Ternitz und das Steinfeld
Panoramablick vom Gfieder über Ternitz und das Steinfeld · Foto: Linie29 · „Gfieder Panorama 2022“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
14 637
01.01.2026
Fläche
65,34 km²
Bevölkerungsdichte
224,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
2630
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

TERNITZ KENNENLERNEN

Stadt aus mehreren Orten

Ternitz liegt im Schwarzatal und verbindet ein städtisches Zentrum mit mehreren historisch gewachsenen Ortsteilen. Die Stadtgemeinde im Bezirk Neunkirchen zählte am 1. Jänner 2026 14.637 Einwohnerinnen und Einwohner; sie umfasst 65,34 Quadratkilometer. Schwarza, Südbahn und Industriegeschichte prägen den Raum, doch die Ortsteile bewahren jeweils eigene Siedlungskerne.

Landschaft am Fluss

Die Naturparkgemeinde Ternitz liegt zwischen Schwarza und Sierning am Übergang vom pannonischen zum alpinen Klima. Vom Tal des Sierningbaches steigt die waldreiche Landschaft bis zum 898 Meter hohen Gösing an. 48 Prozent des Gemeindegebiets sind als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen; das Herzstück ist der Naturpark Sierningtal–Flatzer Wand. Die Gemeinde nennt Ternitz außerdem als Ausgangspunkt für Wanderungen im Rax-Semmering-Gebiet. Damit reicht das Stadtgebiet vom Flussraum bis zu den bewaldeten Höhen. Der Naturpark und die Flatzer Wand gehören zu den Landschaftsräumen, die die Stadtgemeinde prägen.

Bahn und Stahl

Die Entwicklung des heutigen Stadtzentrums erhielt durch den Ausbau der Südbahn und ein Hammerwerk neuen Auftrieb. Die Bahn wurde 1842 eröffnet; eine Station in Ternitz folgte 1847 nach der Gründung des Stahlwerks. Franz Müller beantragte 1846 die Errichtung eines Hammers; das Werk wurde 1847 bewilligt. 1862 wechselten die Ternitzer Eisenwerke zu Alexander von Schoeller. Mit der Industrie entstanden Fabrikshallen und Arbeitersiedlungen. Das Landesportal beschreibt die Südbahn als entscheidend für die Entwicklung und das Hammerwerk als Grundlage eines bedeutenden Großunternehmens. Der Name Ternitz ist älter: Er erscheint 1352 als Flurname im Urbar von St. Lorenzen. Der industrielle Aufschwung veränderte die wirtschaftliche Bedeutung der bereits besiedelten Landschaft.

Eine Stadt aus Gemeinden

Ternitz entstand durch mehrere Zusammenschlüsse. 1923 vereinigten sich St. Johann am Steinfeld, Dunkelstein und Rohrbach am Steinfeld zur Gemeinde Ternitz. 1948 erhielt sie das Stadtrecht. 1969 kamen Flatz und Sieding hinzu; 1974 folgten Pottschach und Raglitz. Dadurch wuchs die Stadt aus vormals selbständigen Gemeinden zusammen. Die Ortsteile haben ihre eigenen Dorfkerne und Kirchen bewahrt, auch wenn Verwaltung und Gewerbe heute im Stadtgebiet gebündelt sind. Diese Entwicklung ist wichtig, um Namen auf Karten und an Gebäuden richtig zuzuordnen: St. Johann am Steinfeld, Pottschach und Dunkelstein sind Ortsteile der Stadtgemeinde und keine benachbarten Gemeinden. Ihre Geschichte reicht weiter zurück als die gemeinsame kommunale Verwaltung.

Burg und archäologische Spuren

Schloss Stixenstein liegt auf einem Felsvorsprung nahe Sieding. Die Höhenburg geht auf das 12. oder 13. Jahrhundert zurück und wurde später zum Schloss ausgebaut. Im 16. Jahrhundert war sie Familiensitz der Grafen Hoyos; Brände beschädigten die Anlage im 18. und 19. Jahrhundert. Die Stadt Wien kaufte sie 1937. Eine andere historische Spur befindet sich am Petersberg in Dunkelstein: Die Ruine Dunkelstein stammt aus dem 11. Jahrhundert und wurde in den 1990er Jahren archäologisch untersucht. Das Grabungsgelände wurde danach als archäologischer Park gestaltet. Die beiden Anlagen liegen in unterschiedlichen Ortsteilen und erzählen verschiedene Geschichten: Stixenstein steht für Burg- und Herrschaftsbauten, Dunkelstein für eine untersuchte mittelalterliche Befestigung.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 09.10.2026

GEOGRAFIE

Ternitz auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung14 797
31.10.2021 · Registerzählung14 725
01.01.2026 · Bevölkerungsstand14 637

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
5 342
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

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