TECHELSBERG AM WÖRTHER SEE KENNENLERNEN
Techelsberg am Wörther See
Techelsberg am Wörther See verbindet das Nordufer des Wörthersees mit bewaldeten Höhenzügen im Hinterland. In der Gemeinde leben 2.195 Menschen (Stand 1. Jänner 2026); die Fläche beträgt 28,32 Quadratkilometer. Neben dem Wörthersee liegt auch der kleinere Forstsee innerhalb des Gemeindegebiets.
Landschaft am See
Das Gemeindegebiet steigt vom Nordufer des Wörthersees über den Südhang der Ossiacher Tauern an. Töschling und Sekull liegen im Seeraum, im waldreichen Hinterland spielen Land- und Forstwirtschaft eine wichtige Rolle. Vier Katastralgemeinden und 17 Ortschaften verteilen sich über die Hänge und das Ufer, darunter Saag, Töschling und St. Martin am Techelsberg. An den Seeorten liegen Bahn, Bundesstraße und Autobahn nahe beieinander; die höher gelegenen Ortsteile sind über Landesstraßen mit dem Talraum verbunden. Die Gemeinde verbindet damit touristisch geprägte Uferbereiche mit bewaldeten Hängen und landwirtschaftlich genutztem Hinterland.
Ortsnamen und Gemeindeentwicklung
Die Siedlung Tohelach ist seit der Mitte des 12. Jahrhunderts überliefert. Im Spätmittelalter setzte sich der Name des Kirchenpatrons St. Martin am Techelsberg für den Ort durch. Die Pfarrkirche ist 1319 erstmals urkundlich bezeugt. Die Ortsgemeinde St. Martin am Techelsberg entstand 1850 aus dem Westteil des damaligen Landgerichts Leonstein. 1939 wurde der Gemeindename auf Techelsberg verkürzt, 1968 kam der Zusatz „am Wörther See“ hinzu. Eine Umgemeindung von 53 Hektar nach Velden im Jahr 1973 blieb eine begrenzte Grenzänderung. Die slowenischen Ortsnamen erinnern an die zweisprachige Geschichte der Region und sind für die Ortsteile dokumentiert.
Kirchen und Inschriften
Die Pfarrkirche St. Martin ist im Kern eine romanische Chorturmkirche. Ihre barocken slowenischen Inschriften gelten als wichtige Zeugnisse lokaler und überregionaler Kulturgeschichte. In St. Bartlmä steht eine gotische Filialkirche, die erstmals 1363 erwähnt wurde; auch sie ist von einer Friedhofsmauer umgeben. Die Filialkirche St. Georg in Tibitsch erscheint 1616 in einer Urkunde und bewahrt ebenfalls slowenische Inschriften aus dem Barock. Eine weitere kleine Kirche, St. Veit in Ebenfeld, stammt in ihrer heutigen Gestalt aus dem 18. Jahrhundert. Zur sakralen Baugeschichte gehört auch die Kaplanei in St. Martin: Das Blockhaus wird auf ungefähr 500 Jahre geschätzt und steht seit 2002 unter Denkmalschutz.
Marmor und Verkehr
Der Pörtschacher Marmor aus Töschling ist weiß und von rosa Schlieren durchzogen. Der ursprüngliche Marmorabbau gilt als erschöpft; der Steinbruch ist weiterhin in Betrieb. In Klagenfurt ist der charakteristische Stein an mehreren Bauwerken zu sehen, besonders deutlich am Lendhafen. Am westlichen Rand des ehemaligen Steinbruchs wurde ein Klettergarten eingerichtet. In Saag steht die ehemalige Miniumfabrik, die im 19. Jahrhundert ein wichtiger Wirtschaftsfaktor war und in den 1990er Jahren stillgelegt wurde. Entlang des Nordufers führen Südbahn, Kärntner Straße und Süd Autobahn durch das Gemeindegebiet. Der Bahnhof Töschling bindet den Ort an die Bahnstrecke zwischen Klagenfurt und Villach an.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
