RANDEGG KENNENLERNEN
Randegg: Marktgemeinde im Kleinen Erlauftal
Randegg ist eine Marktgemeinde im Bezirk Scheibbs im Kleinen Erlauftal. Am 1. Jänner 2026 waren 1.818 Einwohnerinnen und Einwohner gemeldet; die amtliche Gemeindefläche beträgt 51,88 Quadratkilometer. Der Markt liegt auf 366 Metern Seehöhe, die umliegenden bewaldeten Hügel erreichen bis zu 830 Meter. Die Gemeinde liegt im Mostviertel am Fuß der Voralpen. (Statistik Austria, Gemeindeverzeichnis 2026; Wikipedia, feste Artikelversion, Geografie; Marktgemeinde Randegg, Ortsinfo)
Eine erste urkundliche Nennung im Jahr 1193
Randegg wird 1193 mit Heinricus de Randeke erstmals urkundlich erwähnt. Ab dem Ende des 10. Jahrhunderts war das Gebiet Lehen der Bischöfe von Freising. Im Habsburgischen Bruderkrieg zerstörte Reinprecht II. von Walsee 1408 die Burgen der Zinzendorfer in Perwarth und Randeke. Die spätere Industriegeschichte begann mit einem Streckhammerwerk bei der Strohmühle, das 1844 zu einem Sensenwerk umgewandelt wurde. In jüngerer Geschichte steht der Schliefaugraben für ein Verbrechen am Ende des Zweiten Weltkriegs: Am 15. April 1945 ermordeten dort Mitglieder der SS und der Hitlerjugend rund 100 jüdische Zwangsarbeiter. Seit 1980 erinnert ein Gedenkstein an die Opfer. (Wikipedia, feste Artikelversion, Geschichte)
Gemeindezusammenschluss und Bahnverbindung
Am 1. Mai 1965 wurden Franzenreith, Hochkoglberg, Perwarth und Puchberg bei Randegg mit Randegg zusammengelegt. Die heutigen Katastralgemeinden heißen Franzenreith, Hochkoglberg, Perwarth, Puchberg bei Randegg, Randegg und Steinholz. Bereits 1927 war mit der Schmalspurbahn von Obergrafendorf nach Gresten der Anschluss an das Bahnnetz erfolgt. Der Personenverkehr endete 1991; der Abschnitt Wieselburg–Gresten wurde bis 1998 auf Normalspur umgebaut. Im Zuge des Bahnumbaus entstand auch der Meridian-Radweg. (Wikipedia, feste Artikelversion, Gemeindegliederung und Geschichte; Marktgemeinde Randegg, „Ortsinfo“)
Auf den Tabor und zu den Ruinen
Der Tabor ist der Hausberg von Randegg. Vom Badparkplatz führt der Taborweg zunächst über eine Siedlungsstraße auf den Berg, anschließend durch Wald und Wiesen in die Schliefau und entlang der Landeshauptstraße zurück. Unterwegs liegen die Hubertuskapelle und eine Kellergasse mit früheren Eiskellern. Weitere Ausflugsziele sind die Ruine Perwarth und die Schauköhlerei in Steinholz, in der Erlauftaler Grillkohle hergestellt wird. Vom Tabor bietet sich ein Rundblick auf Randegg und die umliegenden Hügel. (Marktgemeinde Randegg, „Ortsinfo“ und „Radfahren & Wandern“)
Zwei Routen für Radfahrende
Der Meridianweg berührt den 15. Längengrad und wird von der Gemeinde mit 35 Kilometern angegeben. Er führt von Wieselburg über Etzerstetten, Wolfpassing, Steinakirchen, Wang und Perwarth über Randegg nach Gresten und weiter über Brettl nach Kienberg. Die Gemeinde beschreibt ihn als Route mit geringen Steigungen auf kleinen Landstraßen. Zusätzlich gibt es eine 32 Kilometer lange Mountainbike-Strecke. Sie führt über Hochkogelberg und Perwarth zurück nach Randegg. (Marktgemeinde Randegg, „Radfahren & Wandern“)
Die Franzenreith-Runde
Die Franzenreith-Runde beginnt am Badparkplatz. Beim Mostbrunnen Grub teilt sich der Weg: Die kurze Variante führt zum Bauernhaus Aschbichl oder über den Tut-Gut-Schritteweg zurück nach Randegg. Die längere steigt zum Gipfelkreuz auf 804 Metern auf und führt über das Richtereck und an Bauernhöfen vorbei talwärts. Die Gemeinde veranschlagt etwa zwei Stunden für die kleine und vier Stunden für die große Runde. (Marktgemeinde Randegg, „Radfahren & Wandern“)
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 09.10.2026
