KREMS AN DER DONAU KENNENLERNEN
Zwischen Bürgerhäusern und Gegenwartskunst
Krems an der Donau erschließt sich über mehrere miteinander verbundene Bereiche. Die historischen Zentren von Krems und Stein erzählen von einer langen städtischen Entwicklung. Dazwischen setzt die Kunstmeile einen deutlich zeitgenössischen Akzent. Hinzu kommt der Hochschulcampus mit Einrichtungen für Studium, Forschung und Kultur. So entsteht ein Stadtprofil, in dem historische Bausubstanz und gegenwärtige Nutzung eng nebeneinanderliegen.
Durch das Steiner Tor in die Altstadt
Das Steiner Tor ist das einzige erhaltene der ehemals vier Stadttore von Krems. Hinter ihm erschließt sich die historische Achse aus Oberer und Unterer Landstraße. An ihr und in den angrenzenden Gassen liegen zahlreiche Gebäude, die vom städtischen Leben früherer Jahrhunderte erzählen. Dazu gehören das Rathaus, die Gozzoburg und das Göglhaus am Täglichen Markt. Für einen Rundgang ist die Abfolge von Straßenraum, Plätzen und Höfen besonders interessant. Erst der Zusammenhang zwischen den Häusern macht nachvollziehbar, weshalb sich die Altstadt als zusammenhängender historischer Raum erleben lässt.
Stein und seine Beziehung zur Donau
Stein besitzt eine eigene historische Prägung als früherer Hafenort an der Donau. Entlang der Steiner Landstraße fallen Portale, Erker und reich gestaltete Fassaden auf. Der Göttweigerhof sowie die Minoritenkirche gehören zu den markanten Stationen. Dieser Stadtteil ergänzt den Rundgang durch Krems um eine stärker auf den Fluss bezogene Geschichte. Zwischen den historischen Häusern und den Museen entsteht keine scharfe Trennung, sondern eine räumliche Folge unterschiedlicher Nutzungen. Für das Kennenlernen der Stadt lohnt es sich deshalb, beiden alten Zentren Aufmerksamkeit zu schenken.
Drei Museen am Museumsplatz
Die Kunstmeile bündelt mehrere Ausstellungshäuser mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Am Museumsplatz liegen die Landesgalerie Niederösterreich, die Kunsthalle Krems und das Karikaturmuseum Krems nah beieinander. Gegenwartskunst, Karikatur und Werke aus den Landessammlungen eröffnen jeweils andere Zugänge. Gerade diese Vielfalt macht einen Vergleich der Häuser interessant: Ein humoristischer Blick auf Gesellschaft stellt andere Fragen als eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst. Für einen Besuch empfiehlt sich daher eine Auswahl nach Themen, statt alle Gebäude nur von außen abzuhaken. Die Kunstmeile veröffentlicht ein gemeinsames Programm und Besuchsinformationen, anhand derer sich ein Schwerpunkt für einen halben oder ganzen Kulturtag setzen lässt.
Wissen und Kultur am Campus
Der Campus Krems versammelt die Universität für Weiterbildung Krems, die IMC Hochschule für Angewandte Wissenschaften Krems und die Karl Landsteiner Privatuniversität für Gesundheitswissenschaften. Er bringt damit unterschiedliche fachliche Perspektiven an einem Standort zusammen. Zum Umfeld gehören außerdem Einrichtungen wie die Universitätsbibliothek, das Archiv der Zeitgenossen und das Kino im Kesselhaus. Für das Stadtprofil ist dies ein wichtiger Gegenwartsbezug: Krems lebt nicht allein von seiner historischen Kulisse. Der Campus ist ein Ort des Lernens und Austauschs, dessen Einrichtungen teilweise auch kulturelle Anknüpfungspunkte bieten. Wer eine bestimmte Veranstaltung oder Einrichtung besuchen möchte, findet im Campusplan die jeweiligen Gebäude und Zugänge.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
