GEMEINDE · TIROL

Gerlosberg

Landwirtschaft, Auspendeln und Tourismus teilen sich den Bergraum

GEMEINDEKENNZIFFER70913
Ortskapelle in Gerlosberg
Ortskapelle in Gerlosberg · Foto: Braveheart · „Ortskapelle Gerlosberg 02“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
482
01.01.2026
Fläche
16,20 km²
Bevölkerungsdichte
29,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6280
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

GERLOSBERG KENNENLERNEN

Gerlosberg: Höfe am sonnigen Hang

Gerlosberg liegt an den südwärts gerichteten Hängen am Eingang des Gerlostals. Die Gemeinde im Bezirk Schwaz hat 482 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und eine Fläche von 16,20 Quadratkilometern.

Weiler statt geschlossenem Dorf

Das Gemeindegebiet steigt vom Zillertal zum Kreuzjoch an und wird im Süden vom tief eingeschnittenen Gerlosbach begrenzt. Die Höfe und kleinen Siedlungen liegen weit auseinander; Klammegg, Eben, Oberberg und Innerberg sind Beispiele für diese Streulage. Wiesen, Wälder und Almen gliedern den Hang, während die Straße die Verbindung hinunter nach Zell am Ziller herstellt. Die südseitige Ausrichtung bringt viel Licht in die Siedlungen, doch das steile Gelände macht die Erschließung aufwendiger als in einer Gemeinde am Talboden. Ein Waldgürtel trennt die Dauersiedlungen von den höheren Almflächen, die im Winter auch für den Skibetrieb genutzt werden. Wer Gerlosberg kennenlernt, erlebt eine bäuerlich geprägte Kulturlandschaft, in der einzelne Hofgruppen den räumlichen Zusammenhang herstellen.

Schwaighöfe und Goldbergbau

Der Name „Gerlaisperch“ ist 1237 belegt. Die heutigen Höfe gehen nach Angaben der Gemeinde auf Schwaighöfe zurück, die seit dem 12. Jahrhundert planmäßig angelegt wurden. Viehwirtschaft auf Gras- und Weideflächen bildete ihre Grundlage. Später wurde im Gebiet Gold gewonnen; ein Pochwerk diente der Aufbereitung des Erzes aus der Umgebung. Der Abbau endete 1870. Das Wappen verbindet die bäuerliche Viehzucht mit dieser Bergbaugeschichte. Noch heute prägen Hofstellen und Almflächen den Charakter des Gemeindegebiets. Die Schulhauskapelle Maria Opferung erinnert an die gemeinsame Arbeit der Bevölkerung; ein Kreuzweg führt von Klammegg zu der Kapelle.

Landwirtschaft und Gäste am Hang

Die Arbeitsstättenzählung weist für 2024 in Gerlosberg 44 Arbeitsstätten und 69 Beschäftigte am Arbeitsort aus. 38,6 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor; 31,9 Prozent der Beschäftigten arbeiteten dort. Landwirtschaft bleibt damit ein prägender Teil der örtlichen Arbeit. Auf Höfen werden Grünland und Weideflächen bewirtschaftet, während Beherbergung und Gastronomie Gäste im Berggebiet aufnehmen. Die Gemeinde nennt Pensionen, Privatzimmer, Ferienwohnungen und drei Gasthäuser als örtliche Tourismusangebote; die Gasthäuser dienen auch als Ausflugsziele für Gäste aus dem Tal. So verbindet Gerlosberg kleinräumige Landwirtschaft und Gästeunterkünfte mit dem Arbeitsmarkt im Zillertal.

Kapelle und Kreuzweg

Volksschule und Kindergarten schaffen im Gemeindegebiet gemeinsame Orte für Familien; für weitere Angebote liegt Zell am Ziller im Tal nahe. Die Schulhauskapelle Maria Opferung wurde 1952 zusammen mit dem neuen Schulhaus eingeweiht. Ihr Holz stammt vom abgetragenen Vorgängerbau, und ein Gitter ermöglicht laut Gemeinde tagsüber den Zugang. Von Klammegg führt ein 2009 neu gestalteter Kreuzweg zur Kapelle. Er folgt damit einer älteren Verbindung, über die einst Höfe am Hang erreicht wurden. Auf diesem Weg werden die Entfernungen zwischen den verstreuten Siedlungen erfahrbar. Wer die Kapelle besucht, kann den Blick über bewirtschaftete Wiesen zum Tal mit der Geschichte des Schulstandorts verbinden. In der Kapelle finden laut Gemeinde etwa fünfmal im Schuljahr Messen mit Schul- und Kindergartenkindern statt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Gerlosberg auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung478
31.10.2021 · Registerzählung482
01.01.2026 · Bevölkerungsstand482

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
207
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

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