HIPPACH KENNENLERNEN
Ein Talort mit Wegen hinauf zum Schwendberg
Hippach liegt im hinteren Zillertal, zwischen Zell am Ziller und Mayrhofen. Die Gemeinde hat 1.431 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 39,36 Quadratkilometer; ihr Zentrum am Talboden geht in Siedlungen und Höfe am Schwendberg über.
Vom Schwemmkegel zu den Bergweilern
Das Gemeindegebiet reicht von 600 bis 2.762 Meter Seehöhe. Der Talort liegt westlich des Zillers auf einem Schwemmkegel. Von dort zieht sich das Gemeindegebiet über steile Hänge nach oben; Laimach und die Ortsteile am Schwendberg gehören zu einer Siedlungslandschaft aus Weilern und Einzelhöfen. Die Gemeindeämter von Hippach und Schwendau befinden sich im selben Gebäude in Schwendau, nahe der gemeinsamen Grenze. Im Tal verlaufen Wege und Straßen parallel zum Ziller, während der Hang eigene Zufahrten braucht.
Gäste, Höfe und lokale Dienstleistungen
Die Arbeitsstättenzählung 2024 registriert in Hippach 145 Arbeitsstätten; 78,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Der Tourismus bleibt dennoch eine konkrete örtliche Tätigkeit: Im Sommer 2025 verzeichnete Hippach 106.633 Nächtigungen. Fast die Hälfte der Nächtigungen entfiel auf private Ferienwohnungen. Das Unterkunftsangebot reicht vom Hotel im Talort bis zu Gasthöfen und Jausenstationen am Hochschwendberg. In Laimach verbindet der Metzgerwirt Restaurant und Fleischhauerei. Die räumliche Verteilung der Betriebe zeigt, dass Gästebewirtung sowohl im Dorf als auch an den Wegen hinauf zum Schwendberg stattfindet.
Laimach und die Geschichte von „Stille Nacht“
Die heutige Gemeinde trägt ihren Namen seit der Zusammenlegung von Laimach und Hippach-Schwendberg im Jahr 1973. Ein früheres Bad machte Hippach bereits vor dem heutigen Tourismus als Aufenthaltsort bekannt. Seit 1891 ist Hippach eigenständige Pfarre; ihr Sprengel umfasst auch Schwendau. In Laimach erinnert das Strasserhäusl an die Sängerfamilie Strasser, deren Kinder das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ über das Zillertal hinaus verbreiteten. Das alte Holzhaus wurde als Heimatmuseum öffentlich zugänglich gemacht und lässt die Herkunft der Familie am Wohnort nachvollziehen. In der Pfarrkirche sind Werke heimischer Künstler zu sehen; bei einer Renovierung wurden 1924 barocke Deckengemälde freigelegt.
Wege und Sport zwischen Tal und Berg
Der Rastkogel erreicht 2.762 Meter und ist einer der höchsten Gipfel im Hauptkamm der Tuxer Alpen. Der Talbach-Wasserfall liegt am Grenzbach zwischen Hippach und Zellberg. Von Laimach führt ein Spazierweg dorthin; das Nahziel verbindet Wasser, Wald und die Siedlung am Hang. Der Weg zur Dorfaue und die Zillerpromenade bieten eine andere Perspektive auf das Gemeindegebiet: Sie verlaufen im Tal und machen den Übergang zu den Nachbarorten sichtbar. Höher oben führt die Zillertaler Höhenstraße über den Schwendberg bis auf 2.000 Meter in die Berglandschaft. Hippach, Ramsau und Schwendau sowie der Tourismusverband tragen eine gemeinsame Sport- und Freizeitanlage mit Freibad, Tennis- und Fußballplätzen, Beachvolleyball und Leichtathletik. Vereine und Schulen der drei Gemeinden nutzen sie. Die Anlagen schaffen für die verstreuten Ortsteile einen gemeinsamen Treffpunkt im Tal. Das Freibad ergänzt die Wanderwege am Berg um eine Freizeitmöglichkeit im Tal.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hippach – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Hippach – Sehenswertes
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Gemeinde Hippach – Tourismusbetriebe
- Gemeinde Hippach – Startseite
- Land Tirol – Regionsprofil Hippach 2025
- Gemeindezeitung Hippach – Sport- und Freizeitanlagen
- Gemeinderatsprotokoll Hippach/Schwendau 2024 – Sport- und Freizeitanlagen GmbH
Stand der Angaben: 15.10.2026
