GEMEINDE · TIROL

Hippach

Hippach verbindet die Siedlung am Ziller mit Weilern am steilen Hang und einer prägenden Liedgeschichte.

GEMEINDEKENNZIFFER70916
Pfarrkirche von Hippach vor dem Berghang
Pfarrkirche von Hippach vor dem Berghang · Foto: Leitzsche · „Hippach-KathPfarrkirche-HllIngenuin-Albuin“ · Wikimedia Commons · CC0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 431
01.01.2026
Fläche
39,36 km²
Bevölkerungsdichte
36,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6283
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HIPPACH KENNENLERNEN

Ein Talort mit Wegen hinauf zum Schwendberg

Hippach liegt im hinteren Zillertal, zwischen Zell am Ziller und Mayrhofen. Die Gemeinde hat 1.431 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 39,36 Quadratkilometer; ihr Zentrum am Talboden geht in Siedlungen und Höfe am Schwendberg über.

Vom Schwemmkegel zu den Bergweilern

Das Gemeindegebiet reicht von 600 bis 2.762 Meter Seehöhe. Der Talort liegt westlich des Zillers auf einem Schwemmkegel. Von dort zieht sich das Gemeindegebiet über steile Hänge nach oben; Laimach und die Ortsteile am Schwendberg gehören zu einer Siedlungslandschaft aus Weilern und Einzelhöfen. Die Gemeindeämter von Hippach und Schwendau befinden sich im selben Gebäude in Schwendau, nahe der gemeinsamen Grenze. Im Tal verlaufen Wege und Straßen parallel zum Ziller, während der Hang eigene Zufahrten braucht.

Gäste, Höfe und lokale Dienstleistungen

Die Arbeitsstättenzählung 2024 registriert in Hippach 145 Arbeitsstätten; 78,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendeln aus. Der Tourismus bleibt dennoch eine konkrete örtliche Tätigkeit: Im Sommer 2025 verzeichnete Hippach 106.633 Nächtigungen. Fast die Hälfte der Nächtigungen entfiel auf private Ferienwohnungen. Das Unterkunftsangebot reicht vom Hotel im Talort bis zu Gasthöfen und Jausenstationen am Hochschwendberg. In Laimach verbindet der Metzgerwirt Restaurant und Fleischhauerei. Die räumliche Verteilung der Betriebe zeigt, dass Gästebewirtung sowohl im Dorf als auch an den Wegen hinauf zum Schwendberg stattfindet.

Laimach und die Geschichte von „Stille Nacht“

Die heutige Gemeinde trägt ihren Namen seit der Zusammenlegung von Laimach und Hippach-Schwendberg im Jahr 1973. Ein früheres Bad machte Hippach bereits vor dem heutigen Tourismus als Aufenthaltsort bekannt. Seit 1891 ist Hippach eigenständige Pfarre; ihr Sprengel umfasst auch Schwendau. In Laimach erinnert das Strasserhäusl an die Sängerfamilie Strasser, deren Kinder das Weihnachtslied „Stille Nacht, heilige Nacht“ über das Zillertal hinaus verbreiteten. Das alte Holzhaus wurde als Heimatmuseum öffentlich zugänglich gemacht und lässt die Herkunft der Familie am Wohnort nachvollziehen. In der Pfarrkirche sind Werke heimischer Künstler zu sehen; bei einer Renovierung wurden 1924 barocke Deckengemälde freigelegt.

Wege und Sport zwischen Tal und Berg

Der Rastkogel erreicht 2.762 Meter und ist einer der höchsten Gipfel im Hauptkamm der Tuxer Alpen. Der Talbach-Wasserfall liegt am Grenzbach zwischen Hippach und Zellberg. Von Laimach führt ein Spazierweg dorthin; das Nahziel verbindet Wasser, Wald und die Siedlung am Hang. Der Weg zur Dorfaue und die Zillerpromenade bieten eine andere Perspektive auf das Gemeindegebiet: Sie verlaufen im Tal und machen den Übergang zu den Nachbarorten sichtbar. Höher oben führt die Zillertaler Höhenstraße über den Schwendberg bis auf 2.000 Meter in die Berglandschaft. Hippach, Ramsau und Schwendau sowie der Tourismusverband tragen eine gemeinsame Sport- und Freizeitanlage mit Freibad, Tennis- und Fußballplätzen, Beachvolleyball und Leichtathletik. Vereine und Schulen der drei Gemeinden nutzen sie. Die Anlagen schaffen für die verstreuten Ortsteile einen gemeinsamen Treffpunkt im Tal. Das Freibad ergänzt die Wanderwege am Berg um eine Freizeitmöglichkeit im Tal.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Hippach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 368
31.10.2021 · Registerzählung1 447
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 431

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
522
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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Nachbargemeinden von Hippach

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.