MARKTGEMEINDE · TIROL

Jenbach

Jenbach verbindet Eisenbahnknoten, Industriestandort und Wohnort am Übergang zwischen Inntal und Achensee.

GEMEINDEKENNZIFFER70917
Blick auf Jenbach und das Inntal
Blick auf Jenbach und das Inntal · Foto: Hermann Hammer ( User:Haneburger ) · „Jenbach from north“ · Wikimedia Commons · CC0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
7 669
01.01.2026
Fläche
15,23 km²
Bevölkerungsdichte
503,6
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6200
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

JENBACH KENNENLERNEN

Drei Bahnen und ein Werk für die Energietechnik

Jenbach liegt 36 Kilometer östlich von Innsbruck im Unterinntal zwischen Karwendel und Rofan, südlich des Achensees. Die Marktgemeinde zählt 7.669 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 15,23 Quadratkilometer. Ihr Bahnhof verbindet drei Bahnstrecken mit unterschiedlichen Spurweiten.

Drei Bahnwelten an einem Bahnhof

Am Bahnhof treffen die normalspurige ÖBB-Strecke, die meterspurige Achenseebahn und die schmalspurige Zillertalbahn aufeinander. Die Achenseebahn fährt als Zahnradbahn zum See. Der Knoten verbindet Jenbach mit dem Inntal, dem Achensee und den Orten des Zillertals; auch Schnellzüge der ÖBB halten hier. Reisende können am selben Bahnhof zwischen Fernverkehr, einer historischen Bergbahn und der Verbindung ins Zillertal wechseln. Für die Gemeinde ist der Bahnhof ein alltäglicher Zugang zu Arbeits- und Ausbildungsorten im Umland sowie ein Ausgangspunkt für Gäste. Er liegt nahe dem Ortszentrum.

Motorenfertigung mit weltweiten Anwendungen

2024 zählte Statistik Austria in Jenbach 4.431 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort; 62,2 Prozent entfielen auf den sekundären Sektor. Der Auspendleranteil der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort lag bei 71,3 Prozent. Eine prägende örtliche Tätigkeit ist die Entwicklung und Fertigung von Jenbacher Gasmotoren bei INNIO. Das Unternehmen beschreibt Jenbach als Hauptproduktionsstandort seiner Jenbacher Produktlinie. Die Motoren werden als Aggregate zur dezentralen Stromerzeugung sowie zur Kraft-Wärme-Kopplung eingesetzt; sie liefern vor Ort neben Strom auch Wärme und können je nach Ausführung verschiedene Gase nutzen. Daneben bündeln Bahnhof, Handel, öffentliche Dienste und weitere Gewerbe Arbeitsplätze.

Vom Hüttenort zur Motorenstadt

Die örtliche Industrie reicht bis in die Zeit des Schwazer Silber- und Kupferbergbaus zurück. Ab 1410 entstanden in Jenbach Schmelzhütten, in denen Erz verarbeitet wurde. Später folgten Eisenproduktion und die Jenbacher Werke, die im 20. Jahrhundert unter anderem Lokomotiven und Dieselmotoren herstellten. Diese industrielle Linie prägt die Ortsgeschichte bis heute, auch wenn Produkte und Eigentümer wechselten. Das Jenbacher Museum zeigt auf 700 Quadratmetern in 19 Räumen Exponate zur Sensenerzeugung, zu den Werken und zur Eisenbahn sowie zur Geschichte des Orts. Damit begegnen Besucherinnen und Besucher der Industrie nicht nur als Arbeitsstätte, sondern als Teil einer breiteren Ortsgeschichte. Das Museum behandelt außerdem Natur, Sport und die Südtiroler Option von 1939.

Ein Marktort mit regionalen Einrichtungen

Jenbach bietet neben den Arbeitsplätzen im Werk Einrichtungen für Bildung, Betreuung und Freizeit. Die örtliche HTL bildet in Energie- und Gebäudetechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen aus; damit hat die technische Ausbildung einen konkreten Bezug zur industriellen Tätigkeit am Ort. Die Gemeinde führt außerdem Kinderbetreuung, Schulen, Sporteinrichtungen und soziale Dienste. Im Sommer ist das Terrassenbad saisonal geöffnet; im Winter bietet der Eislaufplatz eine weitere öffentliche Sportmöglichkeit. Am westlichen Ortseingang steht die Hupfaufkapelle, ein seit Jahrhunderten belegtes gemauertes Bildstöckl. Zwischen gewachsenem Industrieort und Bildungsstandort erfüllt Jenbach so auch für das Umland Aufgaben des täglichen Lebens.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Jenbach auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung6 841
31.10.2021 · Registerzählung7 277
01.01.2026 · Bevölkerungsstand7 669

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
1 261
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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