GEMEINDE · TIROL

Hart im Zillertal

Ein Streusiedlungsgebiet über dem Talboden verbindet Landwirtschaft, Dorfkern und einen markanten Wasserfall.

GEMEINDEKENNZIFFER70915
Hart im Zillertal am bewaldeten Berghang
Hart im Zillertal am bewaldeten Berghang · Foto: Böhringer Friedrich · „HartZillertal“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 2.5 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 704
01.01.2026
Fläche
35,53 km²
Bevölkerungsdichte
48,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6265
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

HART IM ZILLERTAL KENNENLERNEN

Zwischen Zillerufer und Bergbauernhöfen

Hart liegt am östlichen Hang des vorderen Zillertals, gegenüber von Fügen. Die Gemeinde umfasst 1.704 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 35,53 Quadratkilometern; vom Zillerufer steigt das Gelände zu Bergbauernhöfen und Almen an.

Ein Ort aus Kirchdorf und Weilern

Das Gemeindegebiet reicht vom Ziller, der die westliche Grenze bildet, bis zu den Höhen am Wiedersberger Horn und Standkopf. Der Dorfkern liegt rund 130 Meter über dem Zillerufer. Zwischen dem Talboden und dem Berghang liegen mehrere kleine Weiler. Hart selbst ist das Kirchdorf; Holdernach ist von verstreuten Bergbauernhöfen geprägt, während Niederhart, Helfenstein, Haselbach und Kohlstatt näher am Tal liegen. Diese Gliederung erklärt, warum Gemeindealltag und Landschaft nicht an einer einzigen Straße oder einem geschlossenen Zentrum hängen. Im Dorfkern befinden sich Pfarrkirche, Gemeindeamt, Kinderkrippe, Kindergarten und Volksschule. Weiter oben öffnen sich Wiesen, Höfe und Almflächen. Ein Anrufsammeltaxi namens HAXI ergänzt das örtliche Mobilitätsangebot und fährt beispielsweise zum Bahnhof in Fügen, zum Arzt oder zum Einkaufen.

Landwirtschaft zwischen Hof und Pendelweg

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Hart 304 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus; 40,5 Prozent der Arbeitsstätten gehören zum primären Sektor. Der Auspendleranteil unter den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort beträgt 79,5 Prozent. Die Landwirtschaft ist damit im Ortsbild und unter den Arbeitsstätten sichtbar, während viele Einwohner außerhalb arbeiten. Höfe bewirtschaften die Flächen am Hang. Am Naturerlebnisweg nennt der Tourismusverband die Gasthöfe Almdiele und Hamberg als Einkehrmöglichkeiten für Besucher des Schleierwasserfalls. So verbinden sich am Ort landwirtschaftliche Arbeit, Gästebewirtung und tägliche Pendelwege.

Rodungsland und Holzkohle

Der Ortsname Hart wird mit einem durch Rodung gelichteten Wald in Verbindung gebracht. Der südliche Weiler Kohlstatt erinnert an eine konkrete frühere Tätigkeit: Um 1700 wurde dort Holz, das auf dem Ziller getriftet worden war, zu Holzkohle verarbeitet. Abnehmer war ein Hammer- und Hüttenwerk auf der anderen Talseite. So verbanden Waldnutzung und Flussverkehr den Ort mit der Verarbeitung von Rohstoffen im Tal. Die Holzkohleherstellung ist heute vor allem im Ortsnamen greifbar. Im Kirchdorf steht die Pfarrkirche zum heiligen Bartholomäus, oberhalb des Tals die Kapelle am Hartberg. Diese beiden kirchlichen Orte liegen auf unterschiedlichen Höhen und zeigen, wie weit sich die Besiedlung vom Talboden den Hang hinauf erstreckt.

Der Schleierwasserfall als Nahziel

Der 91 Meter hohe Schleierwasserfall liegt im Gemeindegebiet und ist Ziel eines ausgewiesenen Naturerlebniswegs. Die rund 6,5 Kilometer lange Runde beginnt und endet bei der Almdiele in Hart. An 15 Stationen geht es um den Lebensraum Wald; auf derselben Strecke stellt ein Vogellehrpfad an 44 Tafeln heimische Arten vor. Für die Runde gibt der Tourismusverband etwa zwei Stunden Gehzeit und einen mittleren Schwierigkeitsgrad an. Der Wasserfall bildet den markanten Punkt des Wegs, der Wald und Bachlauf vom Siedlungsbereich aus erreichbar macht. Auch mit der Zillertalbahn ist ein Zugang über Fügen-Hart oder Uderns möglich.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Hart im Zillertal auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 498
31.10.2021 · Registerzählung1 627
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 704

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
611
NUTS-3-Region
Tiroler Unterland (AT335)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Hart im Zillertal

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.