STATUTARSTADT · WIEN

Wien

Stadtgeschichte, Kulturräume und Landschaft an der Donau

GEMEINDEKENNZIFFER90001
Wien mit Gloriette, Schlosspark und Schloss Schönbrunn
Wien mit Gloriette, Schlosspark und Schloss Schönbrunn, Aufnahme 2022 · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Wien - Schlossanlage Schönbrunn“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
2 040 914
01.01.2026
Fläche
414,82 km²
Bevölkerungsdichte
4 920,0
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
—
Im Verzeichnis nicht angegeben

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

Wien im Detail: Alle 23 Wiener Gemeindebezirke mit eigenen Seiten und Karten.

WIEN KENNENLERNEN

Eine Stadt, viele Zugänge

Wien erschließt sich nicht durch ein einziges Wahrzeichen. Die Geschichte eines Schlossparks, die Umnutzung kaiserlicher Hofstallungen und ein großer Schutzbau an der Donau erzählen jeweils andere Kapitel der Stadtentwicklung. Hinzu kommen Museen, die das Leben der Bevölkerung über viele Jahrhunderte sichtbar machen. Dieses Porträt verbindet vier solcher Zugänge und lädt dazu ein, die Stadt auch über den Wandel ihrer Räume kennenzulernen.

Quellen: Schönbrunn: Geschichte des Schlossparks · MuseumsQuartier Wien: Geschichte des Areals · Stadt Wien: Donauinsel · Wien Museum Magazin: 13 Antworten zum neuen Wien Museum

Schönbrunn als gewachsene Gartenlandschaft

Die Geschichte des Schönbrunner Schlossparks beginnt lange vor seiner heutigen Bekanntheit. Das frühere Anwesen Katterburg wurde als Jagdgebiet genutzt, bevor die habsburgische Residenzlandschaft ihre spätere Gestalt erhielt. Unter Maria Theresia und Franz Stephan von Lothringen entwickelte sich die barocke Anlage wesentlich weiter. Im 19. Jahrhundert kamen in westlichen Bereichen auch englisch geprägte Gartenformen hinzu. Der Park lässt sich deshalb als Ergebnis verschiedener Epochen lesen. Wer auf Achsen, Blickbeziehungen und wechselnde Gartengestaltungen achtet, entdeckt mehr als eine grüne Umgebung des Schlosses. Die Landschaft selbst vermittelt Vorstellungen von Repräsentation, Natur und Aufenthalt, die sich im Laufe der Zeit verändert haben.

Quellen: Schönbrunn: Geschichte des Schlossparks

Von Hofstallungen zu Kulturräumen

Das MuseumsQuartier ist ein besonders anschauliches Beispiel für die wechselnde Nutzung großer Stadtareale. Kaiser Karl VI. beauftragte Johann Bernhard Fischer von Erlach 1713 mit den Hofstallungen. Nach Beginn der Bauarbeiten 1719 war die Fassade 1725 fertiggestellt. Im 19. Jahrhundert kam die Winterreithalle hinzu; ab 1921 wurde das Gelände als Messepalast genutzt. Über die späteren Diskussionen um ein Kulturforum führte der Weg schließlich zum 2001 eröffneten MuseumsQuartier. Seine heutige Bedeutung erschließt sich daher auch aus dieser Abfolge. Historische Bausubstanz und neue kulturelle Aufgaben stehen auf einem Areal nebeneinander, dessen Funktion sich mehrmals grundlegend verändert hat.

Quellen: MuseumsQuartier Wien: Geschichte des Areals

Freiraum mit einer Schutzfunktion

Die Donauinsel gehört zu einem technisch geplanten Hochwasserschutzsystem und ist zugleich ein großer Erholungsraum. Die Stadt nennt für Neue Donau und Insel eine Länge von 21,1 Kilometern; gebaut wurde die Anlage zwischen 1972 und 1988. Auf der Insel entstand ein umfangreiches Wegenetz. Neben Sport- und Freizeitnutzung finden auch Naturbereiche Platz. Diese Verbindung erklärt ihren besonderen Stellenwert: Die Landschaft wurde nicht allein zur Erholung angelegt, wird heute aber intensiv als Freiraum wahrgenommen. Bei einem Besuch lässt sich Stadtentwicklung deshalb außerhalb dichter Bebauung beobachten. Wasserbau, Ufergestaltung und alltägliche Nutzung wirken hier unmittelbar aufeinander ein und prägen das Bild der Donaulandschaft.

Quellen: Stadt Wien: Donauinsel · Stadt Wien: Daten zum Donau-Hochwasserschutz

Stadtgeschichte aus mehreren Blickwinkeln

Das Wien Museum am Karlsplatz verbindet die Geschichte der Stadt mit Objekten, Bildern und Fragen an das Zusammenleben. Die erneuerte Dauerausstellung „Wien. Meine Geschichte“ wurde als Rundgang von der frühen Besiedlung bis in die Gegenwart angelegt. Rund 1.800 Objekte waren Teil des Eröffnungskonzepts. Der Umbau des Hauses schuf außerdem ein Terrassengeschoss mit Blick auf den Karlsplatz und ein zusätzliches Geschoss für Sonderausstellungen. So wird der Museumsbesuch selbst zu einer Begegnung mit alter und neuer Architektur. Für das Verständnis Wiens ist dieser Zugang ergiebig, weil er bekannte Bauwerke um die Lebensgeschichten und gesellschaftlichen Entwicklungen hinter dem Stadtbild ergänzt.

Quellen: Wien Museum Magazin: 13 Antworten zum neuen Wien Museum

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Wien auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 714 227
31.10.2021 · Registerzählung1 926 960
01.01.2026 · Bevölkerungsstand2 040 914

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
175 760
NUTS-3-Region
Wien (AT130)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

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