ST. KANZIAN AM KLOPEINER SEE KENNENLERNEN
Seen und Kirchen im Jauntal
St. Kanzian am Klopeiner See liegt südlich der Drau zwischen dem Völkermarkter Stausee und den Karawanken. Die Gemeinde zählt 4.654 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 41,00 Quadratkilometer. Zu ihrem Gebiet gehören mehrere Seen.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Kanzian am Klopeiner See – Wikipedia, feste Artikelversion
Seen im Jauntal
St. Kanzian liegt im Jauntal südlich des Völkermarkter Stausees. Der Klopeiner See, Turnersee und Kleinsee prägen den südlichen Teil des Gemeindegebiets; der Georgiberg liegt zwischen Klopeiner See und Turnersee. Der Klopeiner See umfasst mehr als 110 Hektar und erreicht 48 Meter Tiefe; er ist der größte natürliche See des Bezirks. Der Turnersee ist mit rund 13 Metern deutlich flacher. Nördlich der Seen zieht sich die Möchlinger Au entlang der Drau von der Vellachmündung bis zu einer Eisenbahnquerung und reicht in die Nachbargemeinde Gallizien. Sieben Katastralgemeinden und 37 Ortschaften bilden die Verwaltungsgliederung.
Quellen: Sankt Kanzian am Klopeiner See – Wikipedia, feste Artikelversion · Fischen am Klopeiner See – Gemeinde St. Kanzian
Gracarca und Gemeindeentwicklung
Auf der Gracarca am südöstlichen Ufer des Klopeiner Sees wurden Siedlungsspuren der Urnenfelder- und Hallstattzeit entdeckt. Größere Grabungen begannen 1952; Untersuchungen wurden ab 1992 fortgeführt. Der Name Gracarca bedeutet „befestigter Ort“. Der bewaldete Mittelgebirgsstock erstreckt sich über fast zwei Kilometer und besteht aus relativ weichem tertiärem Sattnitz-Konglomerat. Ein Kulturwanderweg erschließt den Höhenzug. Aus karantanischer Zeit ist dort außerdem das Grab eines bewaffneten Reiterkriegers bekannt. Die Funde belegen Besiedlung nach der römischen Epoche. St. Kanzian wurde 1866 selbstständige Gemeinde. 1876 kam Grabelsdorf hinzu; 1944 wurden Stein, St. Veit und Lauchenholz eingemeindet. Kleinere Gebietskorrekturen folgten 1973 und 2002.
Quellen: Sankt Kanzian am Klopeiner See – Wikipedia, feste Artikelversion · Unser Ort – Gemeinde St. Kanzian am Klopeiner See
Kirchen auf Hügeln und im Dorf
Die Pfarrkirche St. Kanzian ist den Märtyrern Cantius, Cantianus und Cantianilla geweiht, die der Überlieferung nach 290 in Aquileia hingerichtet wurden; die Pfarre wurde 1106 dem Kloster Eberndorf übertragen. Die ursprünglich romanische Chorturmkirche erhielt 1518 einen spätgotischen Polygonalchor, das Langhaus entstand 1849 bis 1860. In Stein steht die Laurentiuskirche auf dem Felsen einer mittelalterlichen Burganlage, die 1458 zerstört wurde. Am Kirchhügel von Stein befindet sich der Große Hildegardsstock. Die Danielskapelle liegt in Grabelsdorf. Auf dem Georgibergl steht eine kleine Kirche; ihr Wunschglöcklein ist mit einem örtlichen Brauch verbunden.
Quellen: Sankt Kanzian am Klopeiner See – Wikipedia, feste Artikelversion
Tourismus und Kulturvereine
Erste touristische Angebote am Klopeiner See und Turnersee entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts; seit den 1950er-Jahren entwickelte sich St. Kanzian zu einem wichtigen Fremdenverkehrsort. Eine Ringkanalisation und Tiefenwasserableitung unterstützen die Wasserqualität des Klopeiner Sees. In St. Primus befindet sich ein Vogelpark mit rund 1.000 Vögeln aus etwa 340 Arten. Seit 1888 wirkten slowenische Vereine und Kulturgruppen im Gemeindegebiet. Der Verein Danica wurde 1914 formell gegründet; sein Chor reicht bis 1912 zurück. Der Verein organisierte Laienschauspiel, Erwachsenenbildung und eine Bibliothek im Pfarrhof St. Veit. Im Ortsteil St. Primus besteht seit 1979 ein zweisprachiger Kindergarten.
Quellen: Sankt Kanzian am Klopeiner See – Wikipedia, feste Artikelversion · Fischen am Klopeiner See – Gemeinde St. Kanzian
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
