GALLIZIEN KENNENLERNEN
Zwischen Vellach und Obir
Gallizien liegt zwischen Drau, Vellach und den Nordhängen des Obir. Die Gemeinde zählt 1.808 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 46,81 Quadratkilometer. Ihr bekannter Wasserfall liegt unterhalb des Hochobir und zieht sich in freiem Fall 54 Meter über eine Felsstufe.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gallizien – Wikipedia, feste Artikelversion
Zwischen Fluss und Hochgebirge
Das Gemeindegebiet reicht vom Drauufer nördlich von Möchling auf etwa 390 Metern bis zu den Höhen der Karawanken. Die Vellach durchfließt es und bildet die Grenze zwischen Rosental und Jauntal. Im Süden erhebt sich der Hochobir mit 2.139 Metern. Die B 85 quert Gallizien in Ost-West-Richtung; bei der Ortschaft Gallizien zweigt eine Straße nach Grafenstein ab. Deutsche und slowenische Namen prägen viele Orte und Fluren: Dolintschach verweist auf Bewohner einer Talmulde, Goritschach auf eine Bergkuppe und Glantschach auf Bewohner an einem steilen Hohlweg. Heute gliedert sich die Gemeinde in sechs Katastralgemeinden und zwanzig Ortschaften.
Quellen: Gallizien – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus & Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Gallizien
Möchling und die Burg Wildenstein
Ein römischer Villenplatz und eine Siedlung bei Möchling wurden 1931 entdeckt. Eine Straße verband die Anlagen mit einer Befestigung am 653 Meter hohen Steinerberg. Die Herren von Rechberg errichteten zu Beginn des 12. Jahrhunderts am nördlichen Obirabfall die Burg Wildenstein; das Erdbeben von 1348 zerstörte sie. Herzog Heinrich IV. von Spanheim schenkte das Gebiet um Möchling dem Stift St. Paul. Die politische Gemeinde Gallizien entstand 1850. Bereits 1865 ging die Katastralgemeinde Goritschach an Eberndorf über. Durch die Eingemeindung von Möchling und Vellach erhielt Gallizien 1944 zusätzliche Flächen entlang der Flüsse.
Quellen: Gallizien – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus & Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Gallizien
Jakobskirche und Wasserfall
Die Pfarrkirche in Gallizien ist dem heiligen Jakobus dem Älteren geweiht und bewahrt eine Madonna aus der Zeit um 1425/30. Die Pfarrkirche Möchling ist dem heiligen Paulus gewidmet; beim Pfarrhof Wildenstein befindet sich ebenfalls eine Kirche. Am Wildensteiner Wasserfall führt ein kurzer Fußweg zu einer Aussichtsplattform; im Juli 2020 wurde dort ein Flying-Fox-Park eröffnet. Augustiner-Chorherren des Stifts Eberndorf errichteten die Jakobskirche, die zunächst „unter Wildenstein“ oder „an der Vellach“ hieß. Der Ortsname Gallizien verweist auf Galicien in Spanien und den dort verehrten Apostel Jakobus.
Quellen: Gallizien – Wikipedia, feste Artikelversion · Tourismus & Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Gallizien
Auwald, Stausee und Wasserweg
Der Freibacher Stausee liegt auf 736 Metern Seehöhe, ist rund 400 Meter breit und 1.200 Meter lang; seine maximale Tiefe beträgt 33 Meter. Badebereiche und Wassersportmöglichkeiten gehören zu den Freizeitangeboten am See. Der Linsendorfer See liegt nahe dem Drauradweg und dient als Rast- und Badeplatz. Entlang der Drau erstreckt sich die Möchlinger Au, ein größerer Auwaldkomplex, der sich über Gallizien und die Nachbargemeinde St. Kanzian zieht. Möchling war bis ins 16. Jahrhundert ein wichtiger Verkehrsknoten am Weg zum Seebergsattel. Eine hölzerne Mautbrücke ersetzte 1836 die Drau-Überfuhr; sie gab der Annabrücke ihren Namen.
Quellen: Tourismus & Sehenswürdigkeiten – Gemeinde Gallizien · Gallizien – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
