VÖLKERMARKT KENNENLERNEN
Stadt auf der Drau-Terrasse
Völkermarkt liegt auf einer Schotterterrasse nördlich der Drau und blickt auf den aufgestauten Fluss. Die Stadtgemeinde zählt 10.803 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 137,33 Quadratkilometer. Ihre Geschichte verbindet einen mittelalterlichen Handelsplatz mit einer weitläufigen Gemeinde aus mehreren früheren Orten.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Völkermarkt – Wikipedia, feste Artikelversion
Terrasse über der Drau
Der Stadtkern liegt rund 462 Meter hoch auf einer Schotterterrasse, die nach drei Seiten steil abfällt. Südlich davon staut das Kraftwerk Edling die Drau seit 1962 zum Völkermarkter Stausee. Die früheren Ufersiedlungen Per Mostu, Mauthhaus und Fuchs verschwanden unter dem Wasser. Die Stadtgemeinde umfasst außerdem Haimburg, St. Peter am Wallersberg, Tainach und Waisenberg, die 1973 eingemeindet wurden. Die Südautobahn erschließt den Raum; die Packer Straße B 70 führt am Stadtrand vorbei. Die Umfahrung wurde 2010 eröffnet.
Quellen: Völkermarkt – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Stadtgemeinde Völkermarkt
Markt, Brücke, Stadt
Graf Engelbert von Spanheim ließ um 1090 bei St. Ruprecht einen Handelsplatz anlegen. Urkunden von 1105 bis 1126 nennen ihn „Volchimercatus“ und „Forum Judeorum“. Herzog Bernhard errichtete 1217 eine Draubrücke; 1231 entstand auf der Terrasse ein neuer befestigter Markt. 1252 wird Völkermarkt erstmals als Stadt genannt, das Stadtsiegel von 1267 zeigt drei Türme. In der Münzgasse entstand unter Herzog Bernhard eine Münzstätte; der Vertrag von 1268 erwähnt die Völkermarkter Münze. Die Stadt erhielt 1405 ein Niederlegungsprivileg für Eisen, das 1479 erweitert wurde. 1470 tagten hier die innerösterreichischen Landstände.
Quellen: Völkermarkt – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Stadtgemeinde Völkermarkt
Rathaus, Museum und Kirchen
Das Stadt- und Bezirksmuseum zeigt archäologische Funde aus Hallstattzeit, Antike und Frühchristentum sowie sakrale Kunst, Bauernmöbel und Bürgertrachten. Eine historische Ausstellung dokumentiert seit 1975 die Ereignisse von 1918 bis 1920. Die Pfarrkirche St. Ruprecht steht bei der älteren Marktsiedlung; St. Magdalena liegt nahe dem alten Rathaus. Das Alte Rathaus mit spätgotischem Laubengang stammt in Teilen von 1499. Der Stadtbrand von 1830 zerstörte auch seinen Turm. Der Turm wurde nicht wieder aufgebaut; Teile seines Mauerwerks sind im Dachgeschoss sichtbar. Der spätgotische Laubengang wurde 2011 saniert. Ein 14-Nothelfer-Altar stammt aus dem Jahr 1714; ein Florianibild von 1796 zeigt die Heiligen als Beschützer der Stadt. Laut Stadtchronik wurde Völkermarkt insgesamt siebenmal durch Feuer beschädigt; während der Pestwelle von 1715 starben 194 Menschen. Die Dreifaltigkeitssäule vor dem Rathaus und die Rosalienkapelle erinnern an diese Krisen.
Quellen: Völkermarkt – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Stadtgemeinde Völkermarkt · Tourismus – Stadtgemeinde Völkermarkt
Erinnerung und Wege
Bei der Volksabstimmung am 10. Oktober 1920 votierten laut Stadtchronik 82 Prozent der abgegebenen Stimmen für Österreich. Die Stadt wurde Mitte des 13. Jahrhunderts ummauert; die Tore Klagenfurter Tor und Griffner Tor wurden erst 1864 abgetragen. Der Drauradweg führt am Stadtrand vorbei. Die Bahnstrecke verläuft südlich der Stadt durch Eberndorf; der Bahnhof Kühnsdorf-Klopeiner See liegt außerhalb der Stadtgemeinde. Eine slowenische katholische Privatschule, die Narodna šola, wurde 1896 in St. Ruprecht gegründet; 1906 entstand der Kulturverein Lipa. In Haimburg und Tainach stehen weitere Pfarrkirchen.
Quellen: Völkermarkt – Wikipedia, feste Artikelversion · Über die Gemeinde – Stadtgemeinde Völkermarkt · Tourismus – Stadtgemeinde Völkermarkt · Bahnhof Kühnsdorf Klopeiner See – ÖBB
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
