GEMEINDE · KÄRNTEN

Sittersdorf

Landschaft, Ortsgeschichte und besondere Ziele

GEMEINDEKENNZIFFER20815
Kirche in Pfannsdorf, Gemeinde Sittersdorf
Kirche in Pfannsdorf, Gemeinde Sittersdorf · Foto: Michielverbeek · „Pfannsdorf, kerk foto4 2011-07-21 13.40“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 925
01.01.2026
Fläche
44,96 km²
Bevölkerungsdichte
42,8
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
9133
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

SITTERSDORF KENNENLERNEN

Weinbau am Rand der Karawanken

Sittersdorf liegt am südlichen Rand des Jaunfelds, wo sich Siedlungen und Seen zwischen Vellach und den nördlichen Ausläufern der Karawanken verteilen. Die Gemeinde zählt 1.925 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 44,96 Quadratkilometer.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sittersdorf – Wikipedia, feste Artikelversion

Zwischen Vellach und Jaunfeld

Die Vellach und der Suchabach durchfließen das Gemeindegebiet; Gösselsdorfer See und Sonnegger See sind die größten stehenden Gewässer. Die heutige Form des Sonnegger Sees entstand 1966 in einer versumpften Senke. Die Topitza erreicht 1.649 Meter und markiert den Übergang zu den Karawankenausläufern. Die B 82 verläuft nord-südlich, in Sittersdorf zweigt die B 81 nach Osten ab. Sechs Katastralgemeinden – Goritschach, Altendorf, Sonnegg, Sittersdorf, Rückersdorf und Proboi – umfassen 27 Ortschaften.

Quellen: Sittersdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Chronik – Gemeinde Sittersdorf

Salzstraße und Sittersdorfer Rötel

Das Gebiet lag an der Römerstraße von Aquileia nach Virunum; eine Verbindung führte Richtung Juenna im heutigen Globasnitz. Im frühen Mittelalter wurde die Strecke über den Seeberg für Salztransport aus der Adria und Eisentransport aus dem Norden genutzt. Salz war im kärntnerischen Binnenland ein kostbares Gut; Roheisen aus dem Görtschitz- und Lavanttal wurde südwärts weitertransportiert. Sittersdorf war auch für Getreide und Wein bekannt. Der Überlieferung nach brachte Christoph von Ungnad um 1470 Reben aus Spanien. Der „Sittersdorfer Rötel“ wurde nach dem ersten Herbstreif gelesen. Eine Chronikanekdote erzählt, dass sogar König Karl III. den Rotwein auf Empfehlung des österreichischen Gesandten gegen Magenbeschwerden probierte. Die Sendung soll über Triest und Cartagena nach Madrid gelangt sein. Die Kirche der heiligen Helena ist 1154 erwähnt; 1466 erscheint Sittersdorf als eigene Pfarre.

Quellen: Sittersdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Chronik – Gemeinde Sittersdorf · Chronik – Gemeinde Sittersdorf

Die Burg Sonnegg

Burg Sonnegg entstand im 13. Jahrhundert und war Sitz des herzoglichen Landgerichts für das Jauntal. Sie ist 1267 erstmals urkundlich erwähnt. Im 16. Jahrhundert bauten die Ungnad die Anlage aus; 1639 kam sie an die Orsini-Rosenberg. Heute sind Ruinen erhalten. Der Adlerflügel der Herren von Sonnegg findet sich im Gemeindewappen. Auf dem Hügel Gradiše südlich von St. Philippen liegen Mauerreste einer zweiten Burg. Ihre Zuordnung zu Juno oder Kristendorf bleibt unsicher. In Pfannsdorf steht die Pfarrkirche St. Philippen ob Sonnegg.

Quellen: Sittersdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Chronik – Gemeinde Sittersdorf

Weinbau und Gemeindegeschichte

Landwirtschaft prägt weiterhin das Gemeindegebiet; in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann auch der Tourismus an Bedeutung. Ein Verein widmet sich der Förderung des Weinbaues. Der slowenische Kulturverein Trta besteht seit 1907; 2022 zählte er mehr als 80 Mitglieder und unterhielt Chöre sowie eine Theatergruppe. Der Männergesangsverein MGV Sittersdorf und Sportvereine ergänzen das örtliche Vereinsleben. Im 19. Jahrhundert wurde Sittersdorf zunächst 1850 als Ortsgemeinde gebildet, 1865 vorübergehend Eberndorf zugeschlagen und 1871 wieder eigenständig. 1944 kamen Rückersdorf und Proboi hinzu; 1973 folgten Teile von Eisenkappel-Vellach. Die alte Volksschule wurde abgetragen und durch einen Neubau ersetzt; zudem entstanden sozialer Wohnbau und ein zweisprachiger Kindergarten.

Quellen: Sittersdorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Chronik – Gemeinde Sittersdorf · Chronik – Gemeinde Sittersdorf · Der SPD Trta und seine Geschichte – MeinBezirk Völkermarkt

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Sittersdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung2 074
31.10.2021 · Registerzählung1 963
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 925

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
891
NUTS-3-Region
Unterkärnten (AT213)

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Sittersdorf

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.