ST. MARGARETEN IM ROSENTAL KENNENLERNEN
Am Fuß des Hochobirs: St. Margareten im Rosental
St. Margareten im Rosental liegt im östlichen Rosental am Fuß der Karawanken. Die Gemeinde hat 1.082 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und erstreckt sich über 43,99 Quadratkilometer. Bergland, Talboden und der Freibach-Stausee liegen innerhalb eines Gemeindegebiets, das kulturell vom deutsch-slowenischen Zusammenleben geprägt ist.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Sankt Margareten im Rosental – Wikipedia, feste Artikelversion
Vom Rosental in die Karawanken
Die Gemeinde reicht von der Drau im Norden bis zu den Karawankenausläufern im Süden und Westen; im Osten bildet der Freibach eine Grenze. Drei Katastralgemeinden und zwölf Ortschaften verteilen sich im südöstlichen Rosental am Fuß des Hochobirs. Der Freibach-Stausee liegt im Gemeindegebiet; seine Aufstauung veränderte die frühere Talnutzung, denn am Bach standen zuvor Häuser und Sägen. Bei der Kucher-Au ist ein freier Zugang zum See ausgewiesen. Im Süden führen Wege hinauf in bewaldete Berglagen. Talboden, Auen und Karawankenhänge liegen hier auf kurzer Distanz.
Quellen: Sankt Margareten im Rosental – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde St. Margareten im Rosental – Startseite
Pfarrgeschichte und Kirchenwege
Die Pfarrkirche St. Margareten ist 1346 urkundlich erwähnt; als Pfarre ist der Ort seit 1430 belegt. Zuvor gehörte das untere Rosental zur Urpfarre St. Zenno in Kappel. 1443 gelangte die Pfarre an das Zisterzienserkloster Viktring, dessen Mönche sie bis zur Aufhebung des Klosters 1787 betreuten. Die heutige Kirche ist eine barockisierte spätgotische Anlage, umgeben von Friedhof und Mauer. Ihr massiver Westturm stammt aus dem 15. Jahrhundert. Das gotisch profilierte Westportal führt in ein Schiff mit barockem Tonnengewölbe; im Chor liegt ein Kreuzgratgewölbe. Die Vorhalle wurde 1720 angebaut; Presbyterium und Sakristei folgten 1753. Der hölzerne Hochaltar stammt von 1754 und zeigt die heilige Margareta.
Quellen: Katholische Kirche Kärnten – Pfarrkirche St. Margareten im Rosental · Kunst, Kultur & Religion – Gemeinde St. Margareten im Rosental
Zweisprachiges Rosental
Die zweisprachigen Ortsnamen Gotschuchen/Kočuha und Niederdörfl/Dolnja vas verweisen auf die slowenische Prägung des Rosentals. Im 16. Jahrhundert brachte der Erzabbau in den Karawanken der Gegend eine wirtschaftliche Blüte; neben Landwirtschaft wurde das Fassbinderhandwerk wichtig. In den 1930er Jahren gab es rund 30 Fassbinderbetriebe; heute sind noch zwei auf Souvenirartikel spezialisierte Fassbinder tätig. Die Filialkirche St. Thomas in Niederdörfl bewahrt Inschriften am Kreuzweg in Bohoričica, einer historischen slowenischen Schriftform. Die politische Gemeinde entstand 1850; 1902 erhielt sie den amtlichen Namen St. Margarethen im Rosenthale, die heutige Schreibweise gilt seit 1957. Das jährliche Fisolenfest wird von örtlichen Vereinen getragen. Der Sportverein St. Margareten wurde 1964 gegründet und führt mehrere Sportsektionen.
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Wallfahrt und lokale Festkultur
Auf der Matzen liegt ein geologischer Rundwanderweg über Hintergupf; dort steht auf 1.535 Metern auch die Annakapelle, die nur zu Fuß erreichbar ist. Am Gupf ist ein Gletscherschliff als geologisches Zeugnis der Eiszeit ausgewiesen. In Gotschuchen befindet sich das Science Center Expi, ein weiteres Ziel im Gemeindegebiet. Die B 85, die Rosental Straße, durchquert die Gemeinde. Beim Drau-Stausee bei Trieblach liegt außerdem der Auteich.
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Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Sankt Margareten im Rosental – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde St. Margareten im Rosental – Startseite
- Kunst, Kultur & Religion – Gemeinde St. Margareten im Rosental
- Katholische Kirche Kärnten – Pfarrkirche St. Margareten im Rosental
Stand der Angaben: 08.10.2026
