EBENTHAL IN KÄRNTEN KENNENLERNEN
Ebenthal zwischen Sattnitz und Klagenfurter Feld
Ebenthal liegt südöstlich von Klagenfurt. Klagenfurter Feld, Sattnitz und Drau prägen das Gemeindegebiet. Die heutige Marktgemeinde entstand durch mehrere Gemeindezusammenlegungen. Ihre historischen Orte reichen von Gurnitz und Radsberg bis zum Hauptort Ebenthal. Zum 1. Jänner 2026 zählte die Gemeinde 8.163 Einwohner; ihre Fläche beträgt 54,98 km².
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Ebenthal in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion
Drei Landschaftsräume
Nördlich der Sattnitz dominieren landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen; der bewaldete Sattnitzrücken ist ein beliebtes Naherholungsgebiet, während die Drau den südlichen Landschaftsraum prägt. Glan und Gurk durchziehen den nördlichen Teil; entlang ihrer Ufer liegen Auwälder. Steile Konglomeratwände bilden an der Sattnitz markante Landschaftsformen. Die Glanregulierung zwischen 1965 und 1971 gewann landwirtschaftliche Flächen. Im Zuge der folgenden Siedlungsentwicklung entstanden zusätzliche Bauplätze und neue Wohngebiete. Im Gemeindegebiet liegt das bekannte Naturschutzgebiet Höflein-Moor.
Quellen: Marktgemeinde Ebenthal: Über die Gemeinde · Ebenthal in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion
Gurnitz und die frühen Urkunden
Im Jahr 860 schenkte König Ludwig der Deutsche dem Salzburger Erzbischof Adalwin Besitzungen, darunter einen Hof „ad Gurnitz“. Der heutige Hauptort Ebenthal erscheint 984 als „Schrelz“ in einer Urkunde, die in einer späteren Abschrift überliefert ist. Gurnitz gilt als einer der ältesten kirchlichen Orte Kärntens; eine Kirche ist dort im frühen 13. Jahrhundert bezeugt. 1240/45 entstand bei der alten Martinskirche eine Propstei unter Salzburger Patronat. Der Name Ebenthal kam erst im 16. Jahrhundert auf: Erzherzog Karl erlaubte Christoph von Neuhaus 1567, das neu gebaute Schloss so zu benennen.
Quellen: Marktgemeinde Ebenthal: Über die Gemeinde · Marktgemeinde Ebenthal: Kunst & Kultur
Schlösser und Kirchen
Schloss Ebenthal entstand Mitte des 16. Jahrhunderts und wurde Sitz der Herrschaft Greifenfels. Ab 1665 ließ Johann Ludwig von Lamberg den Bau erweitern, mit Ecktürmen versehen und durch einen repräsentativen Torbau ergänzen. Die Pfarrkirche Maria Hilf und Peter und Paul wurde ab 1762 neu errichtet, nachdem der ältere Filialbau baufällig geworden war; ihre Doppelturmfassade prägt den Ortskern. Auf dem Sattnitzplateau steht die Pfarrkirche Radsberg, deren Geschichte bis ins 13. Jahrhundert reicht. Ihre Ausstattung umfasst ein Fresko aus dem 16. Jahrhundert an der Nordwand, barocke Altäre und einen romanischen Karner. Oberhalb von Rottenstein liegen Reste einer schwer erreichbaren Höhenburg in steilen Konglomeratfelsen.
Quellen: Marktgemeinde Ebenthal: Kunst & Kultur · Ebenthal in Kärnten – Wikipedia, feste Artikelversion · Kunst & Kultur – Marktgemeinde Ebenthal in Kärnten
Eine Gemeinde aus mehreren Orten
Die Ortsgemeinde Ebenthal entstand 1849 aus den Katastralgemeinden Ebenthal, Gradnitz, Zell und Gurnitz. 1827 hatte der Ort 40 Häuser und 245 Einwohner. 1973 kamen Radsberg, große Teile von Mieger und kleinere Gebiete aus Klagenfurt, Maria Rain und Grafenstein hinzu. Seit 1998 führt die Gemeinde den Namen Ebenthal in Kärnten und den Titel Marktgemeinde. Die Gemeinde zählt heute 34 Ortschaften. Neben Ebenthal sind Gurnitz, Mieger und Radsberg wichtige historische Orte. Ab 1990 entwickelte sich südlich von Niederdorf eine wachsende Gewerbezone. Der Zuzug aus Klagenfurt nahm nach 1973 mit dem Ausbau von Wasser, Kanalisation, Schulen und Kindergärten zu.
Quellen: Marktgemeinde Ebenthal: Über die Gemeinde · STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 08.10.2026
