ST. GEORGEN AM LÄNGSEE KENNENLERNEN
St. Georgen am Längsee: Stift, See und Höhenburgen
St. Georgen am Längsee verbindet den namensgebenden See mit dem historischen Stift und der weithin sichtbaren Burg Hochosterwitz. Die Gemeinde im Bezirk Sankt Veit an der Glan umfasst 69,81 Quadratkilometer und hat 3.599 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026).
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion
Ein Gemeindegebiet mit mehreren Landschaftsräumen
Die Launsdorfer Senke, die von der Gurk geformt wurde, bildet den Hauptsiedlungsraum. Westlich davon liegt das St. Veiter Hügelland mit dem Längsee; nach Osten steigt das Gelände ins Brückler Bergland, nach Süden reicht das Gemeindegebiet bis zum Magdalensberg. Die Ausdehnung spiegelt sich in sechs Katastralgemeinden: Goggerwenig, Gösseling, Launsdorf, Osterwitz, St. Georgen am Längsee und Taggenbrunn. Launsdorf ist der größte Ort. Er trug bis ins 18. Jahrhundert den Namen Maria am Sand, nach der Kirche Mariae Himmelfahrt, und ist seit 1103 urkundlich nachweisbar. Der Längsee liegt auf 548 Metern Seehöhe und ist ein Badesee.
Quellen: St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion · Freizeit & Tourismus – Gemeinde St. Georgen am Längsee · St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion
Das Stift auf dem Hügel
Das Stift St. Georgen geht auf eine Stiftung des Grafenpaars Otwin und Wichburg um das Jahr 1000 zurück. Ihre Tochter Hiltipurg wurde erste Äbtissin des Benediktinerinnenklosters. Die Einrichtung wirkte über Jahrhunderte als geistliches und soziales Zentrum; im 11. Jahrhundert war sie das älteste Frauenkloster Kärntens. Nach der Aufhebung unter Joseph II. im Jahr 1782 wechselte die Anlage ihre Nutzung mehrfach. Heute gehört sie dem Bistum Gurk. In der Stiftskirche treffen ein gotischer Kirchenraum und ein barocker Hochaltar aufeinander; im Hof ist ein Ornamentstein aus dem 11. oder 12. Jahrhundert eingemauert. Ein Stiftertäfelchen aus der Zeit um 1250 zeigt Wichburg, Otwin und die Äbtissin Hiltiburg. Reste romanischer Mauern sind neben dem Eingang erhalten.
Quellen: Freizeit & Tourismus – Gemeinde St. Georgen am Längsee · Kirche & Kulturgut – Stift St. Georgen am Längsee
Burgorte über der Senke
Auf einem 150 Meter hohen Kalkfelsen erhebt sich Hochosterwitz. Der Felskegel ist bereits 860 in einer Schenkung König Ludwigs des Deutschen belegt; die Burg selbst erscheint in einer Urkunde des Gurker Stifts um 1200. Während der Türkeneinfälle des 15. Jahrhunderts diente sie der Bevölkerung als Zuflucht. 1541 übergab Ferdinand I. die Pfandrechte an Christoph Khevenhüller, der die Befestigungen als Festung ausbauen ließ. Taggenbrunn entstand im ersten Drittel des 12. Jahrhunderts als Salzburger Verwaltungssitz. Erzbischof Leonhard von Keutschach ließ die Anlage 1497 bis 1503 erweitern. Nach langer Ruinenzeit wurde sie ab 2011 saniert und 2019 wiedereröffnet.
Quellen: Freizeit & Tourismus – Gemeinde St. Georgen am Längsee · St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion · Geschichte – Burg Hochosterwitz · Burg Taggenbrunn – Kärnten Tourismus
Eine Gemeinde seit 1850
Die Gemeinde St. Georgen am Längsee wurde 1850 eingerichtet und umfasste zunächst auch die Katastralgemeinde St. Donat. 1895 wurde daraus eine eigene Gemeinde, die 1958 an St. Veit an der Glan angeschlossen wurde. Eine weitere Veränderung brachte die Gemeindestrukturreform 1973: St. Georgen wurde um die Orte Mail-Süd, Bernaich und Wolschart aus der aufgelösten Gemeinde Meiselding erweitert. Die Eisenbahn hatte schon früher Folgen für den Wandel vor Ort. Die Kronprinz-Rudolf-Bahn wurde 1868 eröffnet; sie durchquert das Gemeindegebiet und begünstigte den Übergang von einer stark landwirtschaftlich geprägten Gemeinde zu einem Tourismusort.
Quellen: St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Georgen am Längsee – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Freizeit & Tourismus – Gemeinde St. Georgen am Längsee
- Kirche & Kulturgut – Stift St. Georgen am Längsee
- Geschichte – Burg Hochosterwitz
- Burg Taggenbrunn – Kärnten Tourismus
Stand der Angaben: 08.10.2026
