ST. GEORGEN AN DER LEYS KENNENLERNEN
St. Georgen an der Leys: Zwischen Melktal und Statzberg
Die Gemeinde St. Georgen an der Leys liegt im oberen Melktal, im Bezirk Scheibbs und im Mostviertel. Zum 1. Jänner 2026 weist die Statistik Austria 1.281 Einwohnerinnen und Einwohner aus; das Gemeindegebiet umfasst 23,90 Quadratkilometer. Der Ortskern liegt auf 377 Metern Seehöhe.
Tal und Höhenzug
Die Melk durchquert das Gemeindegebiet von Süden nach Nordwesten. Zu ihren wichtigsten Zuflüssen zählen Steinbach, Bründlbach und Leys. Im Nordwesten liegt der tiefste Punkt bei 340 Metern Seehöhe; im Süden erreicht der Statzberg mit 948 Metern den höchsten Punkt. Der Höhenrücken des Fußmaißelbergs bildet im Norden eine Gemeindegrenze. Landwirtschaftliche Nutzflächen nehmen rund 63 Prozent ein, Waldflächen etwa 32 Prozent.
Viele Ortschaften, zwei Katastralgemeinden
Die Gemeinde umfasst 18 Ortschaften, ist jedoch in zwei Katastralgemeinden gegliedert: Dachsberg sowie St. Georgen an der Leys. Die verstreute Besiedlung geht auf Rodungen des 11. und 12. Jahrhunderts zurück. Auf dem Ödenkogel in Dachsberg stand zwischen 1100 und 1400 eine Wehranlage der Ritter von Dachsberg.
Vom Bründl zur eigenen Pfarre
Die Kartäuser von Mauerbach errichteten 1352 in der Leyzz eine Kapelle, die dem heiligen Georg geweiht war. Zunächst war sie eine Filiale von St. Leonhard am Forst, später gehörte sie zur Pfarre Oberndorf an der Melk. Auf ein Bittgesuch an Maria Theresia wurde 1758 die Errichtung einer Pfarre bewilligt. Die Kirche am Platz der Katharinenkapelle war 1762 fertig; sie erhielt die Patrozinien des heiligen Georg und Gregors des Großen. 1780 wurde die Pfarre selbständig. Pfarrsiegel und ältere Kirchenbezeichnungen hielten danach den Namen „Georgenbrunn“ beziehungsweise „Jörgenbründl in der Leiß“ fest; seit 1821 setzte sich die amtliche Schreibweise St. Georgen an der Leys durch.
Eine Leitung für Wien
Die II. Wiener Hochquellenleitung ist mit dem Gemeindegebiet verbunden. Ihr Quellgebiet liegt am Hochschwab; die Leitung bringt Wasser von dort nach Wien. Im oberen Melktal wurde der rund elf Kilometer lange Bauabschnitt Scheibbsbach–St. Georgen–Kettenreith zwischen 1906 und 1908 errichtet.
Einrichtungen und Freizeitangebote
Zur örtlichen Infrastruktur zählen Volksschule, Kindergarten, Kirche und Leihbücherei. Für Sport und Freizeit gibt es einen Fußballplatz, zwei Tennisplätze, einen Asphalt-Mehrzweckplatz, einen Beachvolleyballplatz und Sportschützen. Die Gemeindeübersicht führt außerdem ein Kaufhaus, zwei Gasthäuser und einen praktischen Arzt an. Ein Gemeindeamt, ein Postpartner, ein Bankomat und eine Kläranlage ergänzen die Einrichtungen. Für Kinder steht ein Spielplatz zur Verfügung; auch Pferdereiten wird als Freizeitmöglichkeit genannt.
Rundwege ab dem Ortskern
Die von Gemeinde und Dorferneuerung veröffentlichte Wanderkarte führt eine Ortsrunde von 3,1 Kilometern Länge. Eine längere Route zum Melkursprung ist mit 13 Kilometern ausgewiesen und führt über den Kirchenplatz, an der Hubertuskapelle vorbei und weiter durch Wald- und Wiesenabschnitte. Die Karte unterscheidet die Wege nach Ausrüstungshinweisen: Für die längeren Touren mit Grabendurchgängen nennt sie gute Ausrüstung als Voraussetzung. Die Ortsrunde verläuft unter anderem über Ödwies und den Güterweg Drei Tör zurück in den Ort.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- St. Georgen an der Leys – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- St. Georgen an der Leys – Gedächtnis des Landes
- Betriebsleitung Wildalpen – Wiener Wasser
- Allgemeine Informationen über unsere Gemeinde
- Wanderwege St. Georgen an der Leys
Stand der Angaben: 09.10.2026
