SANKT MARTIN IM SULMTAL KENNENLERNEN
Sankt Martin im Sulmtal: zwei Täler und ein Kulturhaus
Sankt Martin im Sulmtal verbindet den Hauptort am Fluss mit dem Hügelland von Sulmeck-Greith und dem Dorf St. Ulrich im Greith. Seit 2015 bilden beide früheren Gemeinden eine Einheit mit 2.982 Einwohnern und 39,16 Quadratkilometern (1. Jänner 2026). Schwarze und Weiße Sulm prägen den Talraum. Das Greith-Haus setzt in St. Ulrich im Greith einen kulturellen Schwerpunkt, während Landwirtschaft und örtliche Betriebe den Alltag in den Ortsteilen bestimmen.
Tal und Ortsteile
Der Name verweist auf das Sulmtal, doch die Gemeinde reicht über den Flussraum in hügelige Wein- und Waldlandschaften. Schwarze und Weiße Sulm durchziehen das Gebiet; Siedlungen wie St. Martin, Sulb und St. Ulrich im Greith liegen in verschiedenen Teilen der Gemeinde. Der Zusammenschluss mit Sulmeck-Greith im Jahr 2015 schuf eine größere Verwaltungseinheit mit 15 Katastralgemeinden. Das Zentrum von St. Martin bündelt öffentliche Einrichtungen, während St. Ulrich mit dem Greith-Haus ein eigenes kulturelles Zentrum besitzt. Für den Alltag bedeutet die Ausdehnung, dass Angebote über mehrere Ortsteile verteilt sind. Die Bahnstation liegt an der Strecke Wies–Eibiswald.
Arbeit in der Gemeinde
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Sankt Martin im Sulmtal 288 Arbeitsstätten und 1.047 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort. 54,0 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf den produzierenden Bereich. Dessen sichtbares Beispiel ist die Wolfram Bergbau und Hütten AG in Bergla: Am dortigen Standort werden wolframhaltige Rohstoffe aufbereitet und recycelt. Gleichzeitig gehören Landwirtschaft, Gastronomie und kleinere Dienstleister zum örtlichen Arbeitsleben. Weinbau und Buschenschanken verbinden Erzeugung und Ausschank in den Hügellagen. Von den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 gut drei Viertel aus der Gemeinde aus. Die Arbeitsortzahlen beschreiben daher eine andere Gruppe als die Auspendlerquote.
Von der Pfarre zur Großgemeinde
Die Pfarrkirche von Sankt Martin wurde 1244 erwähnt; die heutige barocke Anlage entstand im frühen 18. Jahrhundert und bewahrt ältere Bauteile. Der Ort war lange von Pfarre und Landwirtschaft geprägt. Die Gemeinde wuchs durch mehrere Zusammenschlüsse, zuletzt 2015 mit Sulmeck-Greith. Dadurch gehören heute auch Siedlungen jenseits des engeren Sulmtals zur Gemeinde. Der Unterschied zwischen Hauptort, Flusssiedlungen und dem hügeligen Gebiet um St. Ulrich im Greith erklärt, warum sich das Gemeindeleben auf mehrere Orte verteilt. Die Kirche bleibt ein sichtbarer Mittelpunkt des Hauptorts; in St. Ulrich gibt es mit dem Greith-Haus einen eigenständigen Veranstaltungsort.
Kultur und Versorgung
Das Greith-Haus in St. Ulrich im Greith zeigt Ausstellungen und veranstaltet Konzerte, Lesungen und Theater. Das Programm macht das Dorf zu einem Kulturort, obwohl es abseits größerer Zentren liegt. Im Hauptort liegen Gemeindeeinrichtungen und Geschäfte; Schulen, Vereine und Feuerwehren sind über das Gemeindegebiet verteilt. Für Alltagswege sind die Sulmtal Straße und die Bahnstation Bergla wichtig. Wer die Gemeinde erkundet, erlebt die Kirche im Hauptort, Gewerbe bei Bergla und Weinlagen in den Hügeln. Für Veranstaltungen im Greith-Haus empfiehlt sich ein Blick auf das aktuelle Programm, weil der Zugang an Termine gebunden ist.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Sankt Martin im Sulmtal – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Greith-Haus
- Gemeinde St. Martin
- Wolfram Bergbau und Hütten AG – Standort St. Martin
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Pfarre St. Martin im Sulmtal – Pfarrinformation
Stand der Angaben: 14.10.2026
