GROSS SANKT FLORIAN KENNENLERNEN
Groß Sankt Florian: Markt am Laßnitztal
Groß Sankt Florian liegt im Laßnitztal zwischen dem weststeirischen Hügelland und den Wegen nach Graz. Die Marktgemeinde umfasst 48,79 Quadratkilometer und hat 4.099 Einwohner (1. Jänner 2026). Ihre heutige Form entstand 2015 durch den Zusammenschluss mit Unterbergla. Pfarrkirche, Feuerwehrmuseum und Bahnhof prägen den Markt.
Talraum und Markt
Die Marktgemeinde liegt im Laßnitztal, das neben dem Ortskern auch kleinere Siedlungen und landwirtschaftliche Flächen umfasst. Seit 2015 gehört Unterbergla zur Gemeinde. Der Markt bleibt ein Bezugspunkt für Verwaltung, Schule und Nahversorgung. Neben dem älteren Bahnhof im Ort gibt es den Bahnhof Weststeiermark an der Koralmbahn. Damit sind regionale und überregionale Bahnwege heute an zwei Stationen erreichbar. Die neue Station verändert die Wege nach Graz und Kärnten, während der alte Bahnhof an die Entwicklung des Marktes als Handelsort erinnert. Abseits der Bahntrassen prägen die Laßnitz und der Vocherabach den Talraum; zum Hügelland hin wechseln offene Felder und kleinere Ortschaften.
Arbeit und Verkehr
Die Arbeitsstättenzählung 2024 verzeichnete in Groß Sankt Florian 411 Arbeitsstätten mit 1.503 Beschäftigungsverhältnissen am Arbeitsort. 40,7 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf den produzierenden Bereich, 50,2 Prozent auf Dienstleistungen. Wie dieser Mix vor Ort aussieht, zeigt PROHAN an der Stainzerstraße: Der Betrieb fertigt mit CNC-Maschinen Bauteile und Baugruppen für Industrieanlagen. Landwirtschaft bleibt ebenfalls sichtbar. Der Gemüsehof Buntspecht in Gussendorfegg baut Gemüse und Kräuter an und verkauft sie saisonal über Gemüsekisten und den Wochenmarkt. Daneben bietet der Markt Handel und weitere Dienstleistungen. Von den aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten 2024 rund 74 Prozent aus der Gemeinde aus.
Marktgeschichte und Feuerwehrwesen
Eine Kirche mit Pfarrer ist 1136 bezeugt; 1380 wird Sankt Florian als Markt genannt. Mit der Eisenbahn gewann der Ort später einen Anschluss für den Warenverkehr. Die Gemeindegeschichte berichtet etwa vom Viehtransport über den Bahnhof vor dem Ersten Weltkrieg. Diese Verbindung zwischen Landwirtschaft, Markt und Bahn ist noch heute im Ortsbild nachvollziehbar, auch wenn die Wirtschaftswege andere geworden sind. Seit 1995 gibt das Steirische Feuerwehrmuseum Einblick in die Geschichte und Aufgaben der Feuerwehren. Es ist damit eine eigenständige kulturelle Einrichtung im Markt, während die Pfarrkirche die ältere Ortsgeschichte sichtbar macht.
Einblicke vor Ort
Das Steirische Feuerwehrmuseum in der Marktstraße 1 verbindet historische Feuerwehrtechnik mit wechselnden Kunst- und Kulturangeboten. Es hat saisonale Besuchszeiten. Die Pfarrkirche Sankt Florian ist ein zweites markantes Ziel im Ortskern: Auf einen älteren Kirchenbau folgten gotische Erweiterungen und später barocke Umgestaltungen. Wer mit der Bahn anreist, kann den Markt über den örtlichen Bahnhof erreichen; der Bahnhof Weststeiermark liegt an der Koralmbahn und dient vor allem als Verkehrsknoten für die Region. Für einen Besuch von Kirche und Museum sind die Wege im Ortszentrum kurz. Öffnungszeiten des Museums und Bahnverbindungen sollten vorab geprüft werden.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Groß Sankt Florian – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeindegeschichte
- Direktvermarkter
- Gemüsehof Buntspecht
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Steirisches Feuerwehrmuseum – Besucherinfo
- PROHAN Industrieanlagenbau – Lohnfertigung und CNC-Fertigung
- ÖBB Infrastruktur – Bahnhof Weststeiermark
Stand der Angaben: 14.10.2026
