RADFELD KENNENLERNEN
Radfeld am Rand der Stadt
Radfeld liegt im Unterinntal unmittelbar westlich von Rattenberg. Die Gemeinde zählt 2.554 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 14,32 Quadratkilometer. Der Siedlungsraum verbindet einen dörflichen Kern mit Gewerbe- und Verkehrsflächen entlang des Talbodens. Nähe zu Rattenberg, Bahn und Inntalautobahn erleichtert Wege in der Region; zugleich bewahren Inn und offene Felder eine deutlich ländliche Seite.
Im breiten Unterinntal
Radfeld liegt auf der Talsohle westlich von Rattenberg. Inn, Bahnlinie und Inntalautobahn ziehen durch denselben engen Talraum, während südlich der Siedlung bewaldete Hänge ansteigen. Diese Nachbarschaft macht Radfeld zu einem gut erreichbaren Wohn- und Arbeitsort, ohne dass die Gemeinde ihre landwirtschaftlich geprägten Flächen verliert. Die Gemeinde umfasst die Ortschaft Radfeld; der Ortskern und die verstreuten Höfe bilden dabei unterschiedliche Siedlungsformen. Der Blick nach Osten trifft unmittelbar auf die kleine Stadt Rattenberg, während sich westlich der Talboden Richtung Kramsach und Brixlegg öffnet. Schulen, Jugendtreff, Nahversorgung und Sportangebote, die die Gemeinde auf ihrer Website aufführt, bilden wichtige Alltagsorte für Familien.
Ein Ort mit langer Erwähnung
Radfeld wird bereits 788 als Ratefelden genannt. Die frühe Erwähnung steht im Zusammenhang mit der kirchlichen Organisation des Unterinntals. Die Nähe zu Rattenberg verbindet den langgestreckten Dorfraum mit einer alten Marktstadt; Radfeld blieb jedoch eine eigene Gemeinde mit landwirtschaftlichen Flächen und späteren Gewerbestandorten. Die Filialkirche St. Briccius ist ein sichtbarer historischer Orientierungspunkt. In der Au und in den Ortsteilen stehen Kapellen, darunter die Herz-Jesu-Kapelle. Zusammen mit den Höfen erinnern sie daran, dass Radfeld nicht allein ein moderner Korridor entlang der Autobahn ist. Die alte Talroute, kirchliche Bezugspunkte und heutige Verkehrswege überlagern sich im Gemeindegebiet.
Produktion und Dienstleistungen
2024 zählte die Arbeitsstättenzählung in Radfeld 188 Arbeitsstätten und 1.425 Beschäftigte am Arbeitsort. Gut die Hälfte der Beschäftigungsverhältnisse entfiel auf Herstellung und andere Tätigkeiten des sekundären Sektors. Ein anschauliches Beispiel ist die Fertigung von Leichtbauaufliegern bei BERGERecotrail: Am Standort Radfeld reichen die Abläufe von Konstruktion und Schweißarbeit bis zur Endmontage. Die Gemeinde nennt daneben Betriebe der Nahversorgung und Entsorgung. Trotz des beachtlichen lokalen Arbeitsplatzangebots pendeln viele Radfelder zur Arbeit aus; der Talraum verbindet mehrere Gemeinden zu einem Arbeitsmarkt. Produktion, Dienstleistungen und landwirtschaftlich genutzte Flächen liegen hier eng beieinander.
Freizeit am Wasser
Die gemeindliche Kneippanlage ist in den Sommermonaten jederzeit öffentlich zugänglich und bietet einen einfachen Erholungsort im Freien. Dazu kommen Sportplätze und Spielplätze, die in der kommunalen Freizeitübersicht geführt werden. Die Filialkirche St. Briccius, in der Gottesdienste stattfinden, ist ein zweiter Anlaufpunkt und steht in Beziehung zur älteren Siedlungsgeschichte des Dorfes. Wer den Ort zu Fuß erkundet, sieht den Gegensatz zwischen den offenen landwirtschaftlichen Flächen und den Gewerbezonen am Talboden. Der KulTour-Rundweg beginnt gegenüber der Kirche beim Gemeindeamt und führt auch zur Auflegerkapelle. Die Briktiuskirche steht auf dem Lindenbühel im Ortszentrum und ist tagsüber ganzjährig geöffnet.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Radfeld – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Gemeinde Radfeld – Zahlen und Fakten
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung 2024
- Kneippanlage Radfeld
- Filialkirche Hl. Briccius
- BERGERecotrail – Unternehmen
- Gemeinde Radfeld – Wirtschaft
- Pfarrinformation Radfeld und Rattenberg
- Alpbachtal Tourismus – Filialkirche Briktius
- Alpbachtal Tourismus – KulTour Radfeld
Stand der Angaben: 15.10.2026
