MARKTGEMEINDE · VORARLBERG

Nenzing

Vom Walgau bis in das Gamperdonatal reicht eine Gemeinde mit starkem Industrie- und Bergbezug.

GEMEINDEKENNZIFFER80116
Blick auf Nenzing im Walgau
Blick auf Nenzing im Walgau · Foto: Welleschik · „Nenzing1“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
6 502
01.01.2026
Fläche
110,35 km²
Bevölkerungsdichte
58,9
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
6710
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

NENZING KENNENLERNEN

Nenzing und seine vielen Landschaften

Nenzing spannt sich vom dicht besiedelten Walgau bis in die Bergwelt des Gamperdonatals. In der Marktgemeinde im Bezirk Bludenz leben 6.502 Menschen (Stand 1. Jänner 2026); ihre Fläche beträgt 110,35 Quadratkilometer. Diese große Ausdehnung verbindet einen industriell geprägten Talboden mit verstreuten Ortsteilen und ausgedehnten alpinen Gebieten.

Vom Talboden in die Berge

Nenzing ist flächenmäßig eine der großen Gemeinden Vorarlbergs. Der Hauptort liegt im Walgau, an der Meng und unweit der Ill; darüber schließen Hanglagen und kleinere Siedlungen wie Beschling, Gurtis und Latz an. Noch weiter taleinwärts liegt das Gamperdonatal mit dem Nenzinger Himmel. Diese räumliche Spannweite prägt den Alltag: Wohnen, Versorgung und Gewerbe konzentrieren sich im Tal, während Berglandwirtschaft und Alpwirtschaft in höheren Lagen fortbestehen. Der Nenzinger Himmel ist Teil des Gemeindegebiets und bildet einen besonderen Zugang zur Rätikonlandschaft. Der Wechsel zwischen Tal und Bergen bestimmt Wege, Arbeit und Freizeit.

Maschinenbau und regionale Arbeit

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist 4.857 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort Nenzing aus. 60,2 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse entfielen auf den sekundären Sektor. Ein prägendes Beispiel ist das Liebherr-Werk: In Nenzing entwickelt und produziert das Werk Raupenkrane, Seilbagger und Spezialtiefbaumaschinen für Hebe-, Materialumschlag- und Gründungsarbeiten. Die Verlagerung maritimer Krane nach Rostock gehört zur Standortgeschichte der Jahre 2019 bis 2021. Daneben bieten Handel, Bau, Handwerk und öffentliche Dienste Beschäftigung. Liebherr meldet für den Standort mehr als 1.900 Mitarbeitende. Damit liefert das Werk Maschinen für Baustellen, auf denen schwere Lasten bewegt oder Fundamente hergestellt werden. Das Werk bildet Lehrlinge in technischen Berufen aus.

Alte Wege, frühe Siedlung

Die Lage im Walgau machte Nenzing früh zu einem Siedlungs- und Durchgangsraum. Archäologische Funde auf dem Scheibenstuhl und das römische Kastell Stellfeder verweisen auf frühe Besiedlung und Sicherung wichtiger Wege. Auch die Pfarrkirche steht an einem Ort mit langer religiöser Geschichte: Schon vor rund 1.400 Jahren befand sich dort ein Gotteshaus. Im Mittelalter entstand oberhalb des Tals die Burg Welsch-Ramschwag, die zwischen 1270 und 1290 erbaut wurde. Heute prägen Industrie und Dienstleistungen den Talort; in den Bergen bestehen Alpwirtschaft und Tourismus fort. In Beschling bewahrt die Kirche einen gotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1484.

Ortsleben zwischen Dorf und Gamperdonatal

Im Hauptort bündelt sich ein großer Teil des heutigen Alltags mit Schulen, Geschäften, Verwaltung und Vereinsangeboten. In den Ortsteilen bleiben eigene Dorfstrukturen sichtbar. Die Mengschlucht und der Galinawald bieten Erholungsräume nahe am Siedlungsgebiet. Im Galinawald ergänzen Waldlehrpfad, Fitnessparcours, Kneippbecken und Grillstelle diese Angebote. Bibliothek und Ludothek im Ortszentrum gehören zu den Einrichtungen für Familien und Vereine. Vom Nenzinger Himmel führen Wege zum Stüba-Wasserfall und zum Hirschsee; die Alpe wird weiter bewirtschaftet. Die Wallfahrtskapelle Kühbruck steht auf halbem Weg dorthin im Gamperdonatal. Das Naherholungsgebiet in der Mengschlucht entstand nach Hochwasserschutzarbeiten 2012/13 und erschließt renaturierte Uferbereiche. Früher wurde die Meng zum Flößen von Brennholz genutzt; Getzner errichtete 1897 am Eingang der Schlucht ein Kraftwerk.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 15.10.2026

GEOGRAFIE

Nenzing auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung5 986
31.10.2021 · Registerzählung6 197
01.01.2026 · Bevölkerungsstand6 502

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
2 178
NUTS-3-Region
Bludenz-Bregenzer Wald (AT341)

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Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Nenzing

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.