SATTEINS KENNENLERNEN
Satteins: Dorfleben am Fuß des Walserkamms
Satteins liegt im Walgau am Fuß des Walserkamms; nach Südwesten reicht das Gemeindegebiet bis zur Ill. Hier leben 2.759 Menschen (Stand 1. Jänner 2026) auf 12,70 Quadratkilometern.
Vom Talboden zum Walserkamm
Der Ortskern liegt auf etwa 496 Metern Seehöhe. Von der Ill im Südwesten steigt das Gelände nach Nordosten zum Muttkopf auf 1.594 Meter an. Dieser Höhenunterschied prägt Satteins: Siedlungsflächen und landwirtschaftlich genutzte Böden liegen im Tal, darüber bestimmen Wälder und Bergwiesen das Bild. Die Gemeinde ist Teil des vorderen Walgaus und zugleich den südlichen Höhenzügen zugewandt. Wege vom Dorf führen in Waldgebiete und zu den Hanglagen, während die Ill die flachere Talachse markiert. Die Nähe zu Feldkirch und den Nachbargemeinden macht den Ort gut in die regionale Achse eingebunden.
Dienstleistungen, Gewerbe und regionale Versorgung
Für Satteins weist die Arbeitsstättenzählung 2024 insgesamt 212 Arbeitsstätten und 814 Beschäftigungsverhältnisse am Arbeitsort aus. Dazu gehören Versorgung, soziale Einrichtungen und Handel im Ort; die Gemeinde führt daneben Bau-, Handwerks- und Metallbetriebe. Ein konkretes Beispiel für Verarbeitung ist Feeling: In seiner Zentrale in der Satteinser Augasse füllt das Unternehmen ätherische Öle ab und verarbeitet sie zu Duft- und Pflegeprodukten. Das Sortiment umfasst außerdem pflanzliche Öle und wird auch über einen eigenen Onlineshop verkauft. So verbindet der Betrieb Warenbearbeitung, Beratung und Vertrieb am Standort. Zugleich reichen die Arbeitswege vieler Bewohner über die Gemeinde hinaus: 79,8 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnsitz in Satteins pendelten 2024 aus.
Römische Spuren und ein wiederaufgebautes Dorf
Satteins wurde um 843 als „Sataginis“ erstmals schriftlich genannt. Schon davor war das Gebiet besiedelt: An der einstigen Römerstraße entdeckte man 1920 die Reste einer römischen Porticusvilla. Im Mittelalter stand oberhalb des Dorfes die Burg Schwarzenhorn, die 1405 zerstört wurde. Steine der Anlage fanden später beim Bau der Pfarrkirche Verwendung; vom früheren Burgfried blieb ein Mauerteil erhalten. Auch die Sebastianskapelle verweist auf eine schwierige Vergangenheit. Sie entstand 1349 als Pestkapelle und besitzt einen gotischen Flügelaltar sowie Wandmalereien. Ein Dorfbrand zerstörte 1870 insgesamt 52 Häuser. Der Wiederaufbau und die spätere Ausdehnung des Siedlungsgebiets formten das heutige Ortsbild, das historische Bauwerke und jüngere Wohngebiete verbindet.
Ein regionaler Mittelpunkt für den Alltag
Satteins übernimmt Aufgaben für die Jagdberggemeinden. Die Vorarlberger Mittelschule wird von Jugendlichen aus mehreren Orten besucht; außerdem sind hier Einrichtungen des Sozialsprengels angesiedelt. Hinzu kommen die Abwasserreinigungsanlage für die Region Walgau und ein überregionales Alters- und Pflegeheim. Diese Einrichtungen prägen die Rolle des Ortes stärker als reine Wohnbebauung. Für Bewegung und Naherholung ist der Waldlauf im Inderholz und auf der Rönser Alma wichtig: Die Strecke wurde 1973 angelegt und umfasst nach ihrer Aktualisierung Wege, Stationen und Übungspunkte. Satteins verbindet so seine dörfliche Struktur mit Dienstleistungen für ein größeres Einzugsgebiet und Wegen, die vom Tal rasch in die bewaldeten Hänge führen.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Satteins – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Satteins – Chronik
- Gemeinde Satteins – Freizeiteinrichtungen
- Gemeinde Satteins – Betriebe
- Gemeinde Satteins – Feeling baut neues Firmengebäude
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindeergebnisse
- Feeling – Über das Unternehmen und Tätigkeit in Satteins
Stand der Angaben: 15.10.2026
