GEMEINDE · BURGENLAND

Mischendorf

Mischendorf zwischen Flussniederung, Kirchen und Streusiedlungen

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Blick von Westen auf Mischendorf
Blick von Westen auf Mischendorf · Foto: Funke · „WTSB Mischendorf von W 01“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 425
01.01.2026
Fläche
26,18 km²
Bevölkerungsdichte
54,4
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7511
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MISCHENDORF KENNENLERNEN

Sechs Dörfer am Lauf der Pinka

Mischendorf liegt an der Pinka im Bezirk Oberwart. Die Gemeinde umfasst sechs Ortschaften und hat am 1. Jänner 2026 laut Statistik Austria 1.425 Einwohner; ihre Fläche beträgt 26,18 Quadratkilometer.

Pinka, Felder und bewaldete Hänge

Im Norden bildet die Pinka die Gemeindegrenze. Auf rund 270 Metern Seehöhe liegt der Flussraum; südwestlich steigt das Gelände bis etwa 360 Meter an. Die landwirtschaftlich genutzten Flächen machen fast die Hälfte des Gemeindegebiets aus, knapp vierzig Prozent sind bewaldet. Diese Übergänge prägen die sechs Ortschaften: Großbachselten, Kleinbachselten, Kotezicken, Mischendorf, Neuhaus in der Wart und Rohrbach an der Teich liegen in einem weit verzweigten Siedlungsraum statt in einem einzigen geschlossenen Ortskern. Ihre Namen sind in mehreren Sprachen überliefert. Für Mischendorf stehen Pinkamiske, Miška und Mischka; Rohrbach an der Teich heißt kroatisch Lorbica und romani Orbica. Die Bezeichnungen dokumentieren die sprachliche Vielfalt der Wart, ohne dass sie für jede Ortschaft dieselbe Zusammensetzung oder Bedeutung belegen.

Pfarrkirche und Filialkirchen

In Mischendorf steht die Pfarrkirche zum heiligen Ladislaus. Laut Diözese wurde die Pfarre vor 1654 errichtet; die heutige Pfarrkirche wurde 1757 erbaut und benediziert. Die mittelalterliche Pfarre war zeitweise protestantisch und wurde 1654 wieder katholisch. Die ältere Kirche lag außerhalb des heutigen Orts und war Cosmas und Damian geweiht; sie wurde 1831 abgetragen. Das heutige Gotteshaus entstand unter Verwendung älterer Bauteile, der Turm wurde 1757 errichtet und das Langhaus 1768 neu eingewölbt. Der Hochaltar wurde 1772 aus Bucsu nach Mischendorf übertragen. Am Hochaltar sind neben dem Kirchenpatron Ladislaus auch Joachim und Anna dargestellt. Die Kapelle in Kleinbachselten wurde 1935 erbaut; in Großbachselten ist sie der Heiligsten Dreifaltigkeit geweiht. Die Pfarrkirche betreut mehrere Filialkirchen: St. Laurentius in Kotezicken, Christi Himmelfahrt in Rohrbach an der Teich und St. Antonius von Padua in Neuhaus in der Wart. Kapellen in Kleinbachselten und Großbachselten erweitern diese kirchliche Landkarte. So reicht das Pfarrnetz über mehrere Ortsteile hinweg.

Zwischen Westungarn und Burgenland

Wie das übrige Burgenland gehörte der Ort bis 1920/21 zu Ungarn innerhalb des als Deutsch-Westungarn bezeichneten Gebiets. Im Zuge der Magyarisierungspolitik war ab 1898 der ungarische Name Pinkamiske vorgeschrieben. Der Vertrag von Saint-Germain 1919 und der Vertrag von Trianon 1920 regelten die Zuordnung Deutsch-Westungarns zu Österreich; seit 1921 gehört Mischendorf zum neu geschaffenen Bundesland Burgenland.

Öffentliche Orte und heutige Zahlen

Im Ortszentrum von Mischendorf stehen Gemeindeamt und Pfarrkirche am Hauptplatz dicht beieinander. Als weitere öffentliche und gemeinschaftliche Orte nennt die Gemeinde Volksschule, Ausstellung, Steingarten, Friedhofskreuz, Sportplatz und Fischteich. Diese Einrichtungen verteilen sich auf den Hauptort und das ländlich geprägte Gemeindegebiet. Die im Jahr 2026 gezählte Bevölkerung liegt deutlich unter dem historischen Höchstwert von 2.472 Menschen im Jahr 1900.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Mischendorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 693
31.10.2021 · Registerzählung1 501
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 425

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
758
NUTS-3-Region
Südburgenland (AT113)

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