GEMEINDE · BURGENLAND

Badersdorf

Ein Dorf mit wechselnden Namen und regionalen Erinnerungsorten

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Häuser und Kirche in Badersdorf
Häuser und Kirche in Badersdorf · Foto: Funke · „WTSB Badersdorf 01“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
283
01.01.2026
Fläche
8,64 km²
Bevölkerungsdichte
32,7
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
7512
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

BADERSDORF KENNENLERNEN

Badersdorf: Ortsgeschichte an der Pinka

Badersdorf liegt an der Pinka im Südburgenland. Der Fluss durchzieht das Gemeindegebiet von Westen nach Osten auf etwa 250 Metern Seehöhe; nördlich und südlich steigt das Gelände bis rund 350 Meter an. Die Gemeinde umfasst 8,64 Quadratkilometer und zählt 283 Einwohner (1. Jänner 2026).

Ein Ort mit vielen Namen

Badersdorf ist in historischen Quellen unter wechselnden Namen belegt: 1244 als „Villa Poschen“, 1349 als „Pezen“, 1532 als „Pottersdorf“ und um 1750 als „Podersdorf“. Die Gemeinde nennt außerdem „Potschen“ und „Poschen“ als ältere deutsche Formen. 1221 schenkte Stefan aus der Familie Jäker dem Orden in St. Gotthard die Region um Badersdorf. 1244 übertrug König Béla IV. Burg und Besitzungen an die Familie Csem; Badersdorf blieb bis weit ins 15. Jahrhundert in ihrer Hand. Ungarisch heißt der Ort Pöszöny, kroatisch Pesem. Diese Formen begegnen in einer Region, in der Ortsnamen in mehreren Sprachen gebraucht wurden.

Pinka, Felder und Wald

Rund 49 Prozent der Fläche werden landwirtschaftlich genutzt, 38 Prozent sind bewaldet. Badersdorf besteht aus einer einzigen Ortschaft und Katastralgemeinde. Das Dorf liegt am Fuß des Eisenbergs, dessen Hänge vom Weinbau geprägt sind. Der Flusslauf, Felder und Wald bestimmen die räumliche Gliederung zwischen Talboden und den höher gelegenen Hängen.

Kirche und Denkmal

Die römisch-katholische Filialkirche zur Kreuzerhöhung wurde 1852 nach Plänen des Architekten Johann Brenner im spätklassizistischen Stil errichtet. Schon 1807 hatte es eine steinerne Kapelle gleichen Patroziniums gegeben. Die Kirche steht oberhalb des Ortes am Hang eines Ausläufers des Eisenberger Weinberges und ist nach Südosten orientiert. Hochaltar, Kanzel und Orgel stammen aus der Bauzeit; das Altarkreuz wird um 1790 datiert. Ein Kriegerdenkmal nahe der Kirche erinnert an die Gefallenen; es wurde 1929 eingeweiht und steht unter Denkmalschutz. An der Unteren Dorfstraße befindet sich das erste Burgenländische Hochzeitsmuseum. Es widmet sich traditionellen Hochzeitsbräuchen, Kleidung und Mehlspeisen. Der Sportverein Badersdorf wurde 1983 gegründet. Die Pfarre Kirchfidisch führt ihre Matriken seit 1797; Badersdorf ist eine ihrer Filialgemeinden. Auch die ehemalige Schule in der Eisenbergerstraße und der frühere Pfarrhof in der Kirchengasse stehen unter Denkmalschutz.

Zwischen Ungarn und Burgenland

Badersdorf gehörte bis 1920/21 zu Ungarn und seit 1921 zum Bundesland Burgenland. Saint-Germain sprach Deutsch-Westungarn 1919 Österreich zu; der Vertrag von Trianon folgte 1920. Ab 1898 wurde im Zuge der Magyarisierung der ungarische Ortsname Pöszöny verwendet. Mit Wirkung von 1. Jänner 1971 wurde Badersdorf in die Großgemeinde Kohfidisch eingegliedert. Nach einer Volksbefragung 1991 wurde es mit 1. Jänner 1993 wieder selbständig. 1996 trat das Dorf dem Wasserleitungsverband Süd bei. Das neue Gemeindehaus wurde 2001 eingeweiht. Ab 1949 bildeten Badersdorf und Woppendorf eine gemeinsame kirchliche Expositur; der Pfarrvikar hatte seinen Amtssitz in Badersdorf.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Badersdorf auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung297
31.10.2021 · Registerzählung277
01.01.2026 · Bevölkerungsstand283

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
146
NUTS-3-Region
Südburgenland (AT113)

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