LADENDORF KENNENLERNEN
Ladendorf: Marktort am Taschelbach
Die Marktgemeinde Ladendorf liegt im Bezirk Mistelbach und umfasst 50,11 Quadratkilometer. Am 1. Jänner 2026 zählte sie 2.308 Einwohner. Zum Gemeindegebiet gehören neben dem Hauptort die Katastralgemeinden Eggersdorf, Grafensulz, Garmanns, Neubau, Pürstendorf und Herrnleis.
Spuren von der Bronzezeit bis ins Mittelalter
Funde belegen eine Besiedlung im Raum Ladendorf bereits in der frühen Bronzezeit und während der Urnenfelderkultur. Bei Bauarbeiten wurde 1995 ein Frauengrab aus der zweiten Hälfte des 5. Jahrhunderts entdeckt. Die wissenschaftliche Darstellung des Landes Niederösterreich beschreibt Beigaben wie ein Paar Fibeln und Ohrringe sowie eine Gürtelschnalle. Die erste urkundliche Erwähnung des Orts stammt aus 1161: Herzog Heinrich Jasomirgott schenkte dem Schottenstift unter anderem Güter in Ladendorf. Der Ortsname wird dort von einem Personennamen „Lado“ hergeleitet. Für das 16. Jahrhundert ist Ladendorf als Markt belegt; 1877 wurde das Marktrecht erneuert. Im 19. Jahrhundert galt der Ort als Sitz der gleichnamigen Grundherrschaft.
Schloss und Kirche am Höhenrücken
Schloss Ladendorf wurde um 1722 unter Wirich Philipp Graf Daun barock umgestaltet; dessen Sohn Leopold Joseph ließ den Festsaal später durch Donato Felice d’Allio verändern. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Anlage beschädigt. Nördlich des Orts und in einem Park gelegen, bildet die Anlage mit der Pfarrkirche ein Ensemble. Die Andreaskirche steht vor dem Schlosseingang. Das spätbarocke Gotteshaus wurde 1776 nach Plänen Peter Mollners erbaut. Der Hochaltar aus dem 18. Jahrhundert kam aus der griechisch-unierten Barbara-Kirche in Wien; die Orgel von Josef Loyp entstand um 1840. Zum 250-jährigen Bestehen des Kirchengebäudes feierte die Pfarre Ladendorf im Juni 2026 eine Festmesse, die der Kirchenchor mitgestaltete. Beim Schloss liegen außerdem eine Kellergasse und eine Marienkapelle in der südlichen Platzanlage.
Lindenallee und Naturlehrpfad
Die Lindenallee in Ladendorf ist ein Ziel für Spaziergänge; im Winter werden dort bei geeigneten Bedingungen Langlaufloipen gespurt. Seit 2003 führt ein Naturlehrpfad durch die Allee. Seine Finanzierung teilten sich Land Niederösterreich, Gemeinde, Vereine und Gewerbebetriebe aus Ladendorf und Umgebung. Der Hauptort liegt im Tal des Taschlbachs, das südlich zum Lienenwald und Stocketwald ansteigt; im Norden markieren die Leiser Berge die Gemeindegrenze. Das Gemeindegebiet hat einen Waldanteil von 17,76 Prozent; Ladendorf liegt auf 228 Metern Seehöhe. Die Gemeindestatistik weist für 2021 114 nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten und für 2020 62 land- und forstwirtschaftliche Betriebe aus. Die Gemeinde verzeichnet einen Schaugarten im englischen Stil in Ladendorf sowie den Dornröschen-Garten in Garmanns. Der Schaugarten Monika Köhler an der Hauptstraße 45 enthält ein Schwimmbiotop und ein als „Grünes Zimmer“ bezeichnetes Gartenelement.
Schule und Pfarrraum
Die Volksschule Ladendorf befindet sich in der Schulgasse. Am 19. Juni 2026 veranstaltete die Volksschule ihr 45. Schwimmfest. Im Schuljahr 2025/26 stand dabei eine saubere Schwimmtechnik im Mittelpunkt; zudem präsentierte die Bläserklasse ein Musikstück. Das Hallenbad und das Bildungszentrum werden auch auf der Gemeindeseite als Einrichtungen am Standort angeführt. Die Pfarre Ladendorf umfasst neben der Pfarrkirche Kapellen in Eggersdorf und Garmanns sowie die Markuskapelle im Hauptort. Ladendorf gehört zum Pfarrverband um den Heiligen Berg.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Ladendorf – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Ladendorf – Gedächtnis des Landes
- Sehenswürdigkeiten – Marktgemeinde Ladendorf
- 250 Jahre Pfarrkirche Ladendorf – Erzdiözese Wien
- Volksschule Ladendorf – Startseite & Aktuelles
- Katastralgemeinden – Marktgemeinde Ladendorf
- Pfarre Ladendorf – Erzdiözese Wien
- Pfarrverband um den Heiligen Berg gegründet
- Ladendorf – Gemeindestatistik, Land Niederösterreich
Stand der Angaben: 09.10.2026
