KIRCHHEIM IM INNKREIS KENNENLERNEN
Kirchheim im Innkreis an Ache und Römer-Radweg
Kirchheim im Innkreis liegt an der Waldzeller Ache im Hügelland des Innviertels. Die Gemeinde im Bezirk Ried zählt am 1. Jänner 2026 819 Einwohner und umfasst 10,26 Quadratkilometer; zehn Ortschaften gehören zu ihr.
Ache, Landwirtschaft und Wege
Die Waldzeller Ache durchzieht das Gemeindegebiet, dessen offenes Hügelland überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird. Die B141 verbindet Kirchheim mit den Zentren der Region. Durch die Gemeinde verläuft auch der Römer-Radweg Inn–Attersee; westlich des Hauptorts liegt der Flugplatz Ried-Kirchheim. Damit treffen Alltagsverkehr und eine überregionale Radroute aufeinander. Der Hauptort liegt auf rund 429 Metern Seehöhe. Kleinere Waldstücke gliedern die Felder, während die Ache den Ortsteilen eine gemeinsame landschaftliche Achse gibt. Die zehn Ortschaften liegen im selben Gemeindegebiet, sind aber nicht zu einem einzigen geschlossenen Dorfkern zusammengewachsen. Landwirtschaftliche Nutzung dominiert; Waldstücke bedecken nur einen kleineren Teil der Gemeindefläche.
Gewerbe und Arbeit im Ort
Die AEST 2024 verzeichnet in Kirchheim 92 Arbeitsstätten, 293 Beschäftigte an Arbeitsstätten und 87 Unternehmen. Diese Kennzahlen beziehen sich auf Betriebe und Arbeitsplätze innerhalb der Gemeinde. Die kommunale Betriebsübersicht zeigt konkrete Tätigkeiten: W.H.P. Anlagentechnik ist im Maschinenbau und in der Betriebstechnik tätig; Danner bietet regionalen Transportservice. Daneben stehen etwa Physiotherapie, Kfz-Gewerbe und Lebensmittelangebote. So umfasst die örtliche Wirtschaft technische Arbeit, Transporte und Dienstleistungen des Alltags. W.H.P. ist an der Dorfstraße 12/4 eingetragen. Das Betriebsverzeichnis beschreibt Tätigkeiten, nicht Betriebsgrößen oder Umsatzanteile.
Eine lange Dorfgeschichte
Zwischen 1110 und 1125 ist ein Gut namens Chirichium in einer Urkunde erwähnt. Das Innviertel kam 1779 zu Österreich, fiel während der napoleonischen Kriege vorübergehend an Bayern zurück und gehört seit 1816 dauerhaft zu Oberösterreich. 2010 war Kirchheim „Kulturdorf Europas“ und feierte zugleich sein 900-jähriges Bestehen. Der Austausch mit anderen ländlichen Gemeinden knüpfte an die Mitgliedschaft in der Charta der Dörfer an. Kirchheims Geschichte ist damit nicht nur eine Abfolge politischer Zugehörigkeiten: Das Kulturdorf-Projekt stellte die Frage, wie ländliche Orte ihr Zusammenleben und ihre Entwicklung gestalten. 1929 warf ein Sturm den Kirchturm um; der wiederaufgebaute Turm erreicht 41 Meter.
Kirche und heutiges Ortsleben
Die Pfarrkirche ist dem heiligen Nikolaus geweiht. Ihr gotischer Bau stammt aus dem 14. Jahrhundert; Presbyterium und Marienkapelle wurden später barockisiert. Die Kirche wurde 1989 und 1990 renoviert und erweitert. Zur alltäglichen Infrastruktur gehören Volksschule und Kindergarten sowie zwei Freiwillige Feuerwehren. Vereine und örtliche Betriebe verbinden die Ortsteile mit dem Hauptort. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann Kirchheim als Etappenort auf der Route nach Frankenmarkt erreichen; die Weiterführung verzweigt sich Richtung Attersee oder Vöcklamarkt. Diese Wege geben der Gemeinde neben dem Wohn- und Arbeitsalltag auch eine Rolle im regionalen Radverkehr. Die Pfarre wurde 1786 selbstständig und betreut sich gemeinsam mit benachbarten Pfarren. Die Route ist als R6 beschildert und führt weiter Richtung Attersee.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Kirchheim im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 – Statistik Austria
- Wirtschaft & Betriebe – Gemeinde Kirchheim im Innkreis
- Pfarre Kirchheim im Innkreis – Gemeinde Kirchheim
- Geschichte – Gemeinde Kirchheim im Innkreis
- Etappe Römer-Radweg Kirchheim–Frankenmarkt – Salzkammergut Tourismus
Stand der Angaben: 11.10.2026
