POLLING IM INNKREIS KENNENLERNEN
Polling im Innkreis: ein kleines Gemeindezentrum mit neuem Landschaftsteich
Polling im Innkreis verbindet einen kompakten Hauptort mit acht Ortschaften und einer weitgehend landwirtschaftlich geprägten Umgebung. Die Gemeinde im Bezirk Braunau umfasst 15,11 Quadratkilometer und hat 1.010 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026). An der B 141 und in Richtung der Zentren Braunau, Altheim und Ried liegen Arbeitswege und lokale Angebote nah beieinander.
Zwischen Innviertler Flur und B 141
Die Gemeinde liegt im Innviertel und besteht aus Polling und mehreren kleineren Ortschaften. Die Flächen werden überwiegend landwirtschaftlich genutzt; die acht Ortschaften verteilen Wohnen und Höfe über ein überschaubares Gebiet. Die B 141 bildet eine wichtige regionale Verbindung. Die Gemeinde beschreibt das Gewerbegebiet Polling/Imolkam als unmittelbar an der Rieder Straße gelegen und ordnet es zwischen der Industrieachse Braunau–Altheim und dem Wirtschaftsraum Ried ein. Das erklärt die doppelte Ausrichtung des Ortes: Die Gemeinde bleibt ländlich geprägt, ist aber über regionale Straßen auch in größere Arbeitsmärkte eingebunden. Landwirtschaft bleibt zugleich im Ortsbild gut präsent.
Kinderbetreuung und ein neuer Ort am Wasser
Für Familien sind Krabbelstube, Kindergarten und Volksschule im Gemeindegebiet konkrete Einrichtungen des Alltags. Dazu kommen Feuerwehr, Musikverein und Vereine, deren Termine im kommunalen Kalender auftauchen. Ein neuer öffentlicher Ort ergänzt diese Infrastruktur: Die Gemeinde legte 2023 den Landschaftsteich an. Ein flacher Uferbereich, eine Umzäunung und eine kleine Liegewiese machen aus dem Wasserbecken einen Platz zum Beobachten und Verweilen; die Anlage ist nach kommunaler Auskunft frei zugänglich. Das Angebot ist kleinräumig und alltagsnah: Es schafft am Ortsrand eine Möglichkeit, Natur zu erleben, ohne dass daraus ein touristischer Großstandort wird.
Die Pfarrkirche als lange Spur
Die Pfarre Polling verweist auf einen frühen schriftlichen Nachweis: Bereits 903 sei eine Kirche in Polling belegt. Die Pfarrkirche ist dem heiligen Andreas geweiht und verbindet im Inneren gotische Bausubstanz mit späterem barockem Stuck und neugotischer Ausstattung. Wandfresko und Steinrelief am Chor erinnern an spätmittelalterliche Bildkunst. Auch wenn die Gemeinde heute vor allem von Wohnen, Landwirtschaft und regionaler Arbeit geprägt ist, bleibt die Kirche ein klarer Orientierungspunkt im Hauptort. Das kirchliche Leben zeigt sich daneben im Jahreslauf: Gottesdienste und Feiern der Pfarre finden in der Kirche statt und werden über die Diözese angekündigt.
Gummirecycling und regionale Arbeitswege
In Polling gab es 2024 insgesamt 84 Arbeitsstätten. 47,9 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse in den örtlichen Arbeitsstätten entfielen auf den sekundären Sektor; 77,4 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Polling pendelten aus. Die Werte zeigen zugleich örtliche Produktion und starke Arbeitsbeziehungen über die Gemeindegrenze. Ein konkretes lokales Beispiel ist Alois Maisrimel in der Schulstraße: Die Gemeindeseite führt Gummirecycling als seine Tätigkeit. Zusätzlich weist die Gemeinde das Gewerbegebiet Polling/Imolkam an der B 141 aus. Es ist als Fläche für Betriebe vorgesehen; geplante Anschlüsse und eine geplante Zufahrt sind dabei nicht mit bereits ausgeführter Infrastruktur zu verwechseln.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Polling im Innkreis – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Erholungsanlage Landschaftsteich Polling, Gemeinde Polling
- Kindergarten, Gemeinde Polling
- Alois Maisrimel, Gemeinde Polling
- Gewerbegebiet Polling/Imolkam, Gemeinde Polling
- Wirtschaft, Gemeinde Polling
- Pfarre Polling im Innkreis, Diözese Linz
- STATISTIK AUSTRIA – Arbeitsstättenzählung, Gemeindeergebnisse 2024
Stand der Angaben: 10.10.2026
