LOHNSBURG AM KOBERNAUSSERWALD KENNENLERNEN
Lohnsburg am Kobernaußerwald: Holzproduktion und Höhenwege
Lohnsburg am Kobernaußerwald liegt am Nordhang eines ausgedehnten Höhenrückens. Die Marktgemeinde im Bezirk Ried zählt am 1. Jänner 2026 2.192 Einwohner und umfasst 39,59 Quadratkilometer.
Am Nordhang des Kobernaußerwaldes
Der Hauptort liegt auf etwa 523 Metern Seehöhe. Wald und landwirtschaftliche Flächen wechseln einander ab; Ortschaften liegen am Hang und im offenen Land. Mit 48,1 Prozent Wald und 45,8 Prozent landwirtschaftlicher Nutzfläche prägen zwei große Flächentypen die Gemeinde fast gleich stark. Der Kobernaußerwald ist ein Naturraum für Wanderungen und Sport; der Höhenrücken bietet zudem weite Ausblicke über das Innviertel. Die Wege zwischen den Ortschaften sind Teil des Alltags in einer weitläufigen Marktgemeinde. Der Name Lohnsburg am Kobernaußerwald verweist unmittelbar auf diese landschaftliche Beziehung. Die Ortschaften liegen über eine Nord-Süd-Ausdehnung von 14,3 Kilometern verteilt. Von Ost nach West misst die Gemeinde zehn Kilometer.
Parkett aus Lohnsburg und weitere Arbeit
Die AEST 2024 verzeichnet 204 Arbeitsstätten, 676 Beschäftigte an Arbeitsstätten und 190 Unternehmen in Lohnsburg. Die örtliche Arbeit lässt sich an der Firma tilo konkret beschreiben: Ihr Werk fertigt Parkett vom Brett bis zum Boden; Lamellen und Parkettdielen werden dort selbst hergestellt. Das Unternehmen beschreibt qualifizierte Maschinenarbeit als Teil dieser Produktion. Damit ist Holzverarbeitung ein greifbarer Wirtschaftszweig am Ort, ohne daraus eine direkte Rohstofflieferung aus dem Kobernaußerwald abzuleiten. Neben der Fertigung führt die Gemeinde ein Betriebsverzeichnis mit Angeboten aus Handel, Handwerk und Dienstleistungen. Die Kennzahlen beziehen sich auf den gesamten Gemeindestand, nicht allein auf tilo.
Vom Burgnamen zur Marktgemeinde
Lohnsburg wird 1153 als Lonespurch urkundlich erwähnt. Der Name verweist auf eine Burg am Hochkuchlberg; von ihr sind heute vor allem Überlieferungen und Spuren geblieben. Das Innviertel kam 1779 zu Österreich, gehörte während der napoleonischen Kriege zeitweise wieder zu Bayern und wurde 1816 dauerhaft oberösterreichisch. 1848 wurde Lohnsburg politische Gemeinde. Diese Stationen erklären sowohl den Ortsnamen als auch die wechselnde staatliche Zugehörigkeit der Region. Das heutige Zentrum verbindet Kirche und kommunale Einrichtungen mit den Ortsteilen, die sich über den großen Gemeindegrund verteilen.
Warte, Sport und Alltagsversorgung
Wer auf dem Höhenrücken unterwegs ist, findet in Stelzen mit der Kobernaußerwaldwarte und der Galerie im Turm einen konkreten Aussichtspunkt. Von der Plattform reicht der Blick weit ins Land; die Galerie zeigt wechselnde Ausstellungen mit regionalem Bezug. Der Steiglberg markiert mit seiner Windkraftanlage eine weitere sichtbare Nutzung des Höhenraums. Für Langlauf und Biathlon dient die 6.170 Meter lange Trainings- und Wettkampfstrecke zwischen 670 und 720 Metern Höhe; laut Gemeinde wird sie von April bis November genutzt. Im Hauptort liegen Kirche, Schule, Kindergarten, Bücherei sowie Arzt- und Zahnarztpraxis. Vier Freiwillige Feuerwehren in Lohnsburg, Kemating, Kobernaußen und Riegerting sind für die Ortsteile zuständig; Wasser und Abwasser werden teilweise gemeinsam mit Nachbarorten organisiert. Betreubare Wohnungen ergänzen das soziale Angebot.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Lohnsburg am Kobernaußerwald – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Abgestimmte Erwerbsstatistik 2024 – Statistik Austria
- Werk – tilo
- Kirche – Marktgemeinde Lohnsburg
- Geschichte – Marktgemeinde Lohnsburg
- Kobernaußerwald Warte & Galerie im Turm – Quellenviertel
Stand der Angaben: 11.10.2026
