LAMBRECHTEN KENNENLERNEN
Lambrechten: Höfe, Landwirtschaft und Handwerk
Lambrechten liegt im Innviertler Hügelland und ist von Einzelhöfen und kleinen Ortschaften geprägt. Die Gemeinde im Bezirk Ried zählt am 1. Jänner 2026 1.310 Einwohner und umfasst 23,70 Quadratkilometer.
Eine Landschaft aus Höfen
Neunzehn Ortschaften verteilen sich über die Gemeinde. Felder und Wiesen nehmen viel Raum ein; dazwischen liegen kleinere Wälder und Höfe. Anders als ein geschlossenes Straßendorf besteht Lambrechten vielerorts aus einzelnen Siedlungspunkten. Die Gemeindegeschichte beschreibt Vierseithöfe mit Wohnhaus, Stallungen und Scheune als typischen Hoftyp. Das Zentrum bündelt Kirche und öffentliche Einrichtungen, während Wege die Höfe mit dem Hauptort verbinden. Die Siedlungsstruktur erklärt, warum Schule, Versorgung und Gemeinschaftsleben nicht nur im Ortskern stattfinden. Die Flächenstatistik weist 78,4 Prozent landwirtschaftliche Nutzung aus. Die Höfe bilden damit nicht nur ein historisches, sondern weiterhin ein sichtbares Element der heutigen Landschaft. Lambrechten liegt auf rund 406 Metern Seehöhe.
Betriebe vom Dinkel bis zum Tischlerhandwerk
Die AEST 2024 zählt in Lambrechten 134 Arbeitsstätten, 480 Beschäftigte an Arbeitsstätten und 127 Unternehmen. Die kommunale Direktvermarkterseite macht örtliche Tätigkeiten sichtbar: Bäuerliche Anbieter verkaufen Dinkel als Korn, Mehl, Reis und Flocken. Ein anderer Hof vermarktet Hochlandrindfleisch, daneben gibt es Milch ab Hof und einen Hofladen. Die Produktpalette reicht von Ackerbauprodukten bis zu Fleisch und Milch direkt vom Hof. Weitere Höfe bieten Bio-Jungrind, Weideenten, Weidegänse und Masthendl an. Die Gemeindeseite listet die Produkte und Direktvermarkter mit ihren Ortsteilen. Die angegebenen Hofadressen liegen in mehreren Ortschaften und machen die Anbieter im Gemeindegebiet auffindbar.
Vom Gut zur Gemeinde
Um 1150 lag am Ort des heutigen Lambrechten das Gut Beneventenreut; der Name verweist auf gerodetes Land. Um 1190 entstand an der Stelle der heutigen Pfarrkirche ein Gotteshaus, um das sich der Ort entwickelte. Lange blieb das Stift Reichersberg ein prägender Grundherr. 1783 wurde die Pfarre St. Lambrechten eingerichtet, 1848 entstand die politische Gemeinde. Der heutige Ortsname verlor während des Zweiten Weltkriegs den Namenszusatz „St.“. Die Verbindung von Kirche, Höfen und verstreuten Siedlungen ist bis heute im Gemeindegebiet zu erkennen. Mit der Pfarrgründung entstand zugleich eine Pfarrschule, die vom Stift Reichersberg besetzt wurde.
Kirche und regionale Versorgung
Die Pfarrkirche des heiligen Lambert ist ein historischer Mittelpunkt des Hauptorts. Im Gemeindegebiet trägt ein Südhang bis heute den Namen Weinberg; die Gemeindegeschichte verbindet ihn mit frühem Weinbau nahe der früheren Kapelle. In Bruck betreibt Familie Ott einen Hofladen mit hofeigenen Würsten, Speck und saisonalen Grillartikeln sowie Produkten von Höfen aus der Nachbarschaft. Die Familie bewirtschaftet außerdem Ackerflächen, Grünland und Wald; Schweinehaltung gehört zum Hof. Frischfleisch gibt es monatlich auf Vorbestellung. Die Adresse lautet Bruck 9a. Arbeitsmöglichkeiten im Gewerbe und in der Industrie gibt es laut Gemeindeeinordnung auch im Umkreis von 18 Kilometern.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 11.10.2026
