GEMEINDE · OBERÖSTERREICH

Wippenham

Neun Ortschaften, kleinräumige Arbeit und ein Bienenlehrpfad

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Kirche in Wippenham
Kirche in Wippenham · Foto: C.Stadler/Bwag · „Wippenham - Kirche (2)“ · Wikimedia Commons · CC BY 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
594
01.01.2026
Fläche
8,08 km²
Bevölkerungsdichte
73,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
4942
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

WIPPENHAM KENNENLERNEN

Wippenham zwischen Tal und Hof

Wippenham verbindet neun kleine Ortschaften mit einem Pfarrort im Innviertler Hügelland. Die Gemeinde im Bezirk Ried zählt 594 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 8,08 Quadratkilometer.

Ein Gemeindegebiet aus Weilern und Talhängen

Auf etwa 450 Metern liegt der Pfarrort; rundherum erheben sich Innviertler Rücken bis ungefähr 500 Meter. Der Gurtenbach durchzieht das Tal, an dessen Hängen Wald und offene Nutzflächen wechseln. Landwirtschaft beansprucht rund zwei Drittel des Gemeindegebiets, Wald ungefähr ein Viertel. Der Pfarrort bildet nur einen Teil eines lockeren Siedlungsgefüges. Im Süden berührt die Rieder Straße B141 das Gebiet, die Innkreisbahn verläuft ebenfalls hindurch.

Kleine Arbeitsstätten und bäuerliche Verarbeitung

Die Arbeitsstättenzählung 2024 weist für Wippenham 38 Arbeitsstätten und 135 Beschäftigte in Arbeitsstätten aus. 26,3 Prozent der Arbeitsstätten lagen im primären Sektor, 57,9 Prozent im Dienstleistungsbereich; dort arbeiteten 73,3 Prozent der Beschäftigten am Arbeitsort. Davon zu unterscheiden sind die Erwerbstätigen am Wohnort: 87,1 Prozent von ihnen pendelten aus. Eine konkrete Verbindung von Erzeugung und Angebot bietet der Loryhof in Außerguggenberg: Die Familie Zeilinger führt einen biologischen Hof und einen Mostheurigen, ergänzt um einen Veranstaltungsstadl. Der mit dem Hofangebot verbundene Imkermeister Wolfgang Pointecker bewirtschaftet laut Tourismuseintrag mehr als 350 Bienenvölker und führt nach Buchung über den Lehrpfad mit Honigverkostung.

Ein spätgotischer Bau mit erneuerter Ausstattung

Wippenham wurde 1147 erstmals urkundlich erwähnt. Das Innviertel kam 1779 zu Österreich; 1883 wurde Wippenham eine selbständige Ortsgemeinde und 1896 eine eigene Pfarre. Die spätgotische Pfarrkirche Mariä Namen bewahrt einen Hochaltar, dessen Entstehungsjahr 1659 am Werk eingetragen ist. Seine genaue Zuschreibung ist unter Fachleuten nicht abschließend geklärt: Die Diözese Linz nennt sowohl die Zürn-Werkstatt als auch den jungen Thomas Schwanthaler als mögliche Urheber. 2024 wurde der Altar restauriert. In die barocke Anlage sind ältere gotische Figuren integriert, darunter Maria mit dem Kind sowie Barbara und Katharina; am Seitenaltar erscheint Margarethe. Eine weitere Figurengruppe zeigt Anna mit Maria und dem Jesuskind; die junge Maria hält ein Buch. Der Altar trägt außerdem 22 Engel und Engelsköpfe. Auch die liturgische Gestaltung wurde 2024 erneuert: Arnold Reinthaler entwarf Altar, Ambo, Vorstehersitz und Kerzenort in einer Formensprache, die den Spitzbogen des spätgotischen Baus aufnimmt.

Versorgung und Betreuung im kleinen Gemeindegebiet

Das Gemeindeamt befindet sich in Wippenham 37; der kommunale Bauhof liegt unter Wippenham 50. Für die medizinische Versorgung nennt die Gemeinde die Gruppenpraxis von Dr. Horvat und Dr. Fink in Wippenham und Kirchheim; eine Mitteilung vom 24. September 2026 kündigt neue Ordinationszeiten ab 5. Oktober an. Der von der Gemeinde gelistete Kindergarten liegt in Berg 10 in der Nachbargemeinde Senftenbach.

Zwei Wege, die am Hof und am Ortsplatz beginnen

Der Rundweg „Auf der Ebn“ startet und endet am Ortsplatz. Der Toureneintrag nennt 5,9 Kilometer, 33 Höhenmeter bergauf und 39 bergab sowie eine Gehzeit von einer Stunde und 28 Minuten. Er stuft die Runde als leicht, familien- und kinderwagentauglich ein; als passende Jahreszeiten sind Frühling, Sommer, Herbst und Frühwinter angeführt. Die touristische Seite kennzeichnet die Strecke als unverbindlichen Tourenvorschlag und weist darauf hin, dass Wegverhältnisse sich ändern können. Beim Loryhof beginnt außerdem der Bienenlehrpfad mit Naschgarten. Obstbäume, Beerensträucher und Hecken bilden dort Stationen neben Schautafeln und Lehrbienenständen. Ein gläserner Schaustock erlaubt den Blick in ein Bienenvolk; eine kleine Ausstellung verfolgt den Weg des Honigs von der Blüte bis ins Glas. Die Tourismusinformation nennt ganzjährige Besichtigung und freien Eintritt.

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 12.10.2026

GEOGRAFIE

Wippenham auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung526
31.10.2021 · Registerzählung560
01.01.2026 · Bevölkerungsstand594

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
219
NUTS-3-Region
Innviertel (AT311)

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