METTMACH KENNENLERNEN
Mettmach zwischen Marktort und Kobernaußerwald
Mettmach verbindet eine lange Marktgeschichte mit einem weit verzweigten Gemeindegebiet am Rand des Kobernaußerwaldes. Die Marktgemeinde im Bezirk Ried zählt 2.475 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 29,56 km². Der Ortskern ist dabei nur ein Teil des heutigen Lebensraums: Mehrere Ortschaften, landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wald liegen zwischen den Siedlungen.
Zwischen Ortskern und Landschaft
Das Gemeindegebiet reicht vom Marktzentrum in Richtung Kobernaußerwald und wird von der Mettmacher Ache durchzogen. Die Gewässerlinie verbindet die Landschaft mit dem Tal der Waldzeller Ache; zugleich prägen Felder und verstreute Siedlungen das Bild außerhalb des Zentrums. Mettmach besteht aus zahlreichen Ortschaften und vier Katastralgemeinden. Das erklärt, warum kommunale Angebote an mehreren Stellen ansetzen und Wege zwischen Höfen, Weilern und Hauptort zum Alltag gehören. Die Gemeinde wirbt mit einem örtlichen Wanderwegenetz von rund 80 Kilometern und 15 gestalteten Aussichtspunkten des Projekts „Mettmacher Platzl“. Diese Plätze verbinden kurze Aufenthalte im Freien mit Informationen zur Ortsgeschichte und zu lokalen Traditionen.
Arbeit im Marktort und in den Ortschaften
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Mettmach 213 Arbeitsstätten; 78,1 Prozent der aktiv Erwerbstätigen am Wohnort pendelten aus. Ein anschauliches örtliches Beispiel ist der Landgasthof und das Seminarhotel Kobleder in Großweiffendorf. Der Familienbetrieb verbindet ein ganzjährig geführtes Hotel mit Restaurant und mehreren Seminarräumen. Das Restaurant ist donnerstags bis samstags geöffnet, Feiern werden auf Anfrage organisiert. Hier gehören Beherbergung, Bewirtung und die Organisation von Tagungen zum örtlichen Arbeitsalltag. Die Gemeinde nennt daneben mehr als 90 Gewerbebetriebe; diese Zahl beschreibt die örtliche Vielfalt, ersetzt aber keine vollständige Betriebsstatistik.
Theater als gemeinschaftliche Praxis
Die Gemeinde verzeichnet ihre erste urkundliche Erwähnung 1039; 1849 wurde aus vier Steuergemeinden eine politische Gemeinde, 1983 folgte die Erhebung zum Markt. Die Passionsspiele sind Teil einer länger gewachsenen Theaterarbeit, die in Mettmach über die Spielgemeinschaft getragen wird. Die Gemeinde nennt neben den Passionsspielen weitere Theateraufführungen und beschreibt den Verein als festen Teil des Kulturlebens. Das Publikum erlebt damit keine bloße Erinnerungsstätte, sondern ein wiederkehrendes gemeinschaftliches Projekt, an dem Mitwirkende vor Ort beteiligt sind. Die örtliche Musiktradition ergänzt dieses Angebot: Die Marktmusikkapelle gestaltet öffentliche Anlässe und Konzerte. Beides passt zu einem Marktort, dessen kulturelle Identität nicht allein an historischen Gebäuden hängt, sondern auch durch Aufführungen und gemeinsames Musizieren im Jahreslauf entsteht.
Ein Ort mit Angeboten im Nahbereich
Kinderbetreuung beginnt in Mettmach bereits im ersten Lebensjahr: Auf die Krabbelgruppe folgt ein fünfgruppiger Kindergarten. Volksschulkinder können von Montag bis Donnerstag die schulische Nachmittagsbetreuung nutzen; Mittelschule und Polytechnische Schule werden auch von Jugendlichen aus Nachbargemeinden besucht. Eine Zweigstelle der Landesmusikschule Ried ergänzt das Bildungsangebot. Das Freibad ist ein weiterer kommunaler Treffpunkt in der warmen Jahreszeit.
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 11.10.2026
