FURTH AN DER TRIESTING KENNENLERNEN
Furth an der Triesting: Bäche, Klamm und Bergwald
Furth an der Triesting ist eine Gemeinde im Bezirk Baden mit 847 Einwohnerinnen und Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026). Ihr Gebiet umfasst 64,23 Quadratkilometer in einem südlichen Seitental des Triestingtals. Der Furtherbach und der Klausbach entwässern das Tal; die Gemeinde ist außerdem für die Steinwandklamm und ihre bewaldeten Höhen bekannt.
Furtherbach und Quellgebiet
Der Furtherbach fließt durch das Tal und mündet in Weissenbach in die Triesting. Der Klausbach erreicht ihn im Ortsteil Schromenau. Nur bei der Rotte Hof im äußersten Nordosten grenzt das Gemeindegebiet unmittelbar an die Triesting. Eine überregionale Aufgabe hat das örtliche Quellgebiet: In Furth liegen die Hauptquellen des Wasserleitungsverbandes der Triestingtal- und Südbahngemeinden, der 1929 ins Leben gerufen wurde. Der Verband versorgt Gemeinden des Triestingtals und entlang der Südbahn mit Wasser.
Die Steinwandklamm wird erschlossen
Die Steinwandklamm wurde 1884 für Besucher zugänglich gemacht und am 8. Juni desselben Jahres eröffnet. Mehr als 600 Gäste aus Wien nahmen an der Eröffnung teil. Der Österreichische Touristenklub Triestingtal legte 1927 einen Klettersteig an. Während des Ersten und Zweiten Weltkriegs wurde die Klamm stark beschädigt. Heute führen gesicherte Steige und Brücken bis zum Türkenloch. Eine Erzählung verbindet diesen Ort mit der zweiten Türkenbelagerung: Bewohner des Triestingtals sollen sich in der Höhle verborgen haben und nach der Entdeckung durch aufsteigenden Rauch ums Leben gekommen sein. Kronprinzessin Stefanie war unter den ersten Besucherinnen; später wanderte auch Kaiser Franz Joseph durch die Klamm.
Hocheck, Kieneck und Meyringer-Warte
Zu den Bergzielen auf Further Gebiet zählen Kieneck, Hocheck und Gaisstein. Der Kieneck-Gipfel liegt nahe dem Dreigemeindeeck von Furth, Muggendorf und Ramsau. Am Hocheck führen Wanderwege zu einer Aussichtswarte, der Meyringer-Warte, und zum Hocheck-Schutzhaus. Mit mehr als tausend Metern gilt der Berg als der Wien nächstgelegene Gipfel dieser Höhe. Eine geplante Zahnradbahn von Furth auf das Hocheck wurde Anfang des 20. Jahrhunderts erwogen, aber aus finanziellen Gründen nicht verwirklicht. Die Zufahrt zum Schutzhaus über die Further Mautstraße ist seit 2022 dauerhaft gesperrt.
Waldarbeit, Most und Dorfleben
Wald bedeckt den größten Teil der Gemeindefläche; Forstwirtschaft und Jagd spielen daher eine wichtige Rolle. Furth wird außerdem als Mostdorf beschrieben. Mostheurige und der Natursaft-Erzeugungsbetrieb Land-Drink Krenn gehören zu den regionalen Angeboten. Der Familienbetrieb am Maierhof entwickelte sich über Jahrzehnte aus einem kleinen Bauernhof. Das Ortsbild und die Beschäftigung waren 1938 noch kleinteilig geprägt: Das Adressbuch nennt drei Gastwirte, zwei Gemischtwarenhändlerinnen, einen Holzhändler, einen Holzgeräteerzeuger, eine Mühle und vier Sägewerke. Daneben gab es Schmied, Schuster, Tischler, Wagner und mehrere landwirtschaftliche Betriebe sowie die Gutsverwaltung Wittgenstein. Seit 2021 besteht die Gemeinde aus einer einzigen Ortschaft Furth; bis Ende 2020 waren es elf. Kindergarten und Volksschule befinden sich im Ort. Die Pfarrkirche ist der heiligen Maria Magdalena geweiht.
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Furth an der Triesting – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Furth an der Triesting - Startseite - Unsere Gemeinde - Wissenswertes - Zahlen/Fakten
- Gemeinde Furth an der Triesting – Ausflugsziele
- Steinwandklamm – Geschichte der Klamm
- Land-drink Krenn – Über uns
Stand der Angaben: 08.10.2026
