STANZACH KENNENLERNEN
Am Lech und am Eingang des Namloser Tals
Wo der Namloser Bach ins Lechtal tritt, liegt Stanzach zwischen Lechauen und den Hängen der Lechtaler Alpen. Die Gemeinde im Bezirk Reutte zählt 523 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 31,85 Quadratkilometer. Neben dem Hauptort am Talboden gehört auch das hoch gelegene Fallerschein zur Gemeinde. Die Straße nach Namlos zweigt hier vom Lechtal ab.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Stanzach – Wikipedia, feste Artikelversion
Lage zwischen Fluss und Berg
Der Nerenkopf steht als Hausberg nahe beim Dorf; die Gipfel reichen über 2.000 Meter. Häuser und Wege konzentrieren sich auf den Talboden, Almen und Bergflanken beanspruchen viel Raum. Nur ein kleiner Teil der Fläche ist landwirtschaftliche Nutzfläche; Wald, Almen und hochalpines Gelände prägen den größeren Zusammenhang. Die urkundliche Erwähnung des Orts reicht bis 1294 zurück. Der Name wird mit einem Rastplatz für Holzarbeiter in Verbindung gebracht. Die frühe Waldarbeit passt zur Lage an den Zugängen zu den Seitentälern.
Ein Dorf mit langen Wegen
Die Ortsteile liegen entlang der Talfläche und an den Geländestufen. Die Lechtalstraße verbindet Stanzach mit den Orten des unteren und oberen Lechtals; von hier führt auch die Straße in Richtung Namlos und weiter nach Berwang. Für Besorgungen und viele Arbeitswege ist deshalb die Verbindung in die Nachbargemeinden wichtig. Zugleich liegen Einrichtungen des täglichen Lebens im Ort: Gemeinde, Volksschule, Kindergarten und Feuerwehr bilden einen lokalen Mittelpunkt für die Dorfgemeinschaft. Wer nach Fallerschein möchte, beginnt dagegen an der Straße nach Namlos einen Fußweg; der Höhenunterschied trennt den Almaufenthalt deutlich vom Alltag im Dorf.
Regionale Versorgung und Arbeit
2024 zählte Stanzach 60 Arbeitsstätten und 150 Beschäftigte. Viele Betriebe erbringen Dienste für den Ort und das Tal. Eine besondere örtliche Aufgabe übernimmt die Verbandskläranlage: Sie behandelt Abwasser aus Gemeinden von Steeg bis Forchach und ist für 19.900 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Der Regionalkanal leitet das Abwasser zur Anlage; seit 2019 gehört auch Kaisers zum Verband. Ihr Personal betreut außer der Anlage auch das Kanalnetz und Pumpwerke. Daneben sind in der Gemeinde kleine Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe gemeldet. Die Kläranlage versorgt damit einen weit größeren Raum als die Gemeinde selbst und bindet technische Arbeit dauerhaft an Stanzach.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · ara
Almdorf und Pfarrkirche
Im Almdorf Fallerschein wird die frühere Almnutzung heute auch für Gäste erfahrbar. Mehr als 40 Blockhütten stehen auf 1.304 Metern zwischen steilen Bergwiesen; im Sommer gibt es dort zwei Einkehrmöglichkeiten. Die Gemeinde beschreibt den Zugang vom Parkplatz an der L 21 als Fußweg, während das Gebiet im Winter wegen Lawinengefahr gesperrt ist. Einzelne Hütten können für Aufenthalte gemietet werden. Im Hauptort bildet die Pfarrkirche einen Bezugspunkt des gewachsenen Dorfes. Das Gebäude wurde nach einem Brand zwischen 1775 und 1780 neu ausgeführt und 1782 geweiht. Seine schlichte äußere Form und die Innenmalereien machen es zu einem konkreten Zeugnis der örtlichen Bau- und Glaubensgeschichte.
Quellen: Stanzach – Wikipedia, feste Artikelversion · Pfarrkirche Stanzach – Gemeinde Stanzach · fall
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
