WEISSENBACH AM LECH KENNENLERNEN
Weißenbach am Lech am Zusammenfluss der Täler
In Weißenbach am Lech treffen das Lechtal und das Tannheimer Tal aufeinander: Weißenbach und Rotlech münden hier in den Lech. Die Gemeinde zählt 1.257 Einwohnerinnen und Einwohner (1. Jänner 2026) und umfasst 81,85 Quadratkilometer. Ihr weitläufiges Gebiet reicht vom langgestreckten Hauptort bis in die Berglandschaft rund um Gaicht.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeinde Weißenbach am Lech - Startseite
Am Eingang zum Tannheimer Tal
Der langgestreckte Hauptort liegt am Fuß des Gaichtpasses. Von hier führt die Straße durch das Tannheimer Tal Richtung Oberjoch und zur deutschen Grenze; im Lechtal liegen Reutte und die Nachbargemeinden. Zum Gemeindegebiet gehört auch Gaicht oberhalb des Talbodens. Eine Umfahrungsstraße entlastet den Ortskern vom Durchzugsverkehr. Die Wege zwischen Hauptort und Gaicht überwinden daher eine deutliche Höhendifferenz, während sich Wohnen und Betriebe im Tal auf die Verkehrsachse konzentrieren. An den Bachmündungen weitet sich der Flussraum zum Lech hin. Diese Lage erklärt sowohl die historische Bedeutung des Passwegs als auch den heutigen Verkehrsknoten.
Quellen: Weißenbach am Lech – Wikipedia, feste Artikelversion · Gemeinde Weißenbach am Lech - Startseite
Alltag am Fluss und im Dorf
Weißenbach ist mit 1.257 Einwohnern eine kleine Gemeinde, deren Alltag von der Lage nahe der Bezirkshauptstadt Reutte und von der langen Ausdehnung des Gemeindegebiets geprägt wird. Im Ort gibt es kommunale Angebote und Vereine; die Gemeinde führt unter anderem eine Ausstellung mit Themen aus Mühlen- und Dorfgeschichte. Am Kirchplatz steht die Pfarrkirche, während in Gaicht die Kapelle Mariä Heimsuchung zum örtlichen Bestand kleiner Sakralbauten gehört. Der Lech und seine Zuflüsse prägen die Umgebung, doch Wohnen, Arbeit und Verkehr konzentrieren sich vor allem im Talboden entlang der Straßenverbindung. Die Musikkapelle ist am Kirchplatz verortet und ergänzt die kommunalen Einrichtungen um einen örtlichen Treffpunkt für Proben und Auftritte.
Quellen: Gemeinde Weißenbach am Lech - Startseite · Gemeinde Weißenbach am Lech – Ausstellung und Dorfgeschichte · Weißenbach am Lech – Wikipedia, feste Artikelversion
Gipsabbau und Verarbeitung vor Ort
Für 2024 verzeichnet die Arbeitsstättenzählung in Weißenbach 106 Arbeitsstätten; 36,0 Prozent der dort Beschäftigten entfielen auf den sekundären Sektor. Ein konkretes Beispiel ist das Gipswerk Schretter in Untergaicht: Dort wird Gipsstein aus dem örtlichen Vorkommen gewonnen und zu Stuck- und Baugips verarbeitet. Fertigputzbindemittel sowie Montage- und Elektrikergips sind konkrete Erzeugnisse für Bau und Ausbau. Damit verbindet der Ort Rohstoffgewinnung mit Weiterverarbeitung. Zugleich pendeln 80,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen mit Wohnort Weißenbach aus. Der Betreiber führt den Standort als eigenes Gipswerk in Weißenbach.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle · Schretter & Cie – Gips · Schretter & Cie – Kontakt und Betriebsstätten
Salzweg und frühe Spuren
Weißenbach wird um 1200 erstmals urkundlich erwähnt. Ein römerzeitlicher Grabfund im Oberhof weist auf eine frühere Nutzung des Raums hin, ohne eine durchgehende Siedlungsgeschichte zu belegen. Im Mittelalter verlief die Salzstraße von Hall in Tirol über den Gaichtpass zum Bodenseeraum. Der alte Passweg lässt sich noch auf einer Wanderroute nach Gaicht verfolgen; dort steht die Kapelle Mariä Heimsuchung. Auch der Weißenbach wurde genutzt: Für den oberen Mühlbach ist ein Wassernutzungsrecht spätestens seit 1650 belegt, und eine Urkunde von 1759 nennt den Müller Johann Kerle. Das heutige Mühlenmuseum erinnert mit Geräten aus Landwirtschaft und Handwerk an diese Arbeitswelt.
Quellen: Weißenbach am Lech – Wikipedia, feste Artikelversion · Schretter & Cie – Gips · Land Tirol – Mühlenmuseum Millersmiehl, Weißenbach am Lech · Tourismusverband Tannheimer Tal – Jakobsweg über den Gaichtpass
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Weißenbach am Lech – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Gemeinde Weißenbach am Lech - Startseite
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetabelle
- Schretter & Cie – Gips
- Schretter & Cie – Kontakt und Betriebsstätten
- Gemeinde Weißenbach am Lech – Ausstellung und Dorfgeschichte
- Land Tirol – Mühlenmuseum Millersmiehl, Weißenbach am Lech
- Tourismusverband Tannheimer Tal – Jakobsweg über den Gaichtpass
- Land Tirol – Museumsarchiv 2021, Millersmiehl
Stand der Angaben: 15.10.2026
