VILS KENNENLERNEN
Vils, kleine Stadt an der Grenze
Vils liegt wenige Kilometer von Bayern entfernt, dort wo der gleichnamige Fluss durch die Stadt zum Lech fließt. Mit 1.517 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2026) und 30,75 Quadratkilometern ist sie eine kleine Stadtgemeinde im Bezirk Reutte. Ihre Lage zwischen Tannheimer Bergen und Falkensteinkamm verbindet den Talraum mit dem Allgäu.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Vils (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion
Stadtbild zwischen Fluss und Bergen
Der Fluss Vils kommt aus dem bayerischen Pfronten und mündet unterhalb der Stadt in den Lech. Das Siedlungsgebiet liegt damit an einer natürlichen Verbindung zwischen dem Außerfern und dem Allgäu. Im Zentrum fallen die breiten Häuser mit Giebeldächern und Fassadenmalereien auf; sie sind ein sichtbares Merkmal der historischen Kleinstadt. Rund um den alten Stadtkern liegen Gewerbegebiete und Wohnbereiche, während die Berge bis nahe an den Talboden herantreten. Die Außerfernbahn hält im Ort und ergänzt die Straßenverbindungen nach Reutte und Bayern; das ist für Fahrten über die Grenze ebenso wichtig wie für Wege innerhalb des Bezirks.
Stadtrecht und wechselnde Zugehörigkeit
Vils erhielt 1327 Stadtrecht. In den folgenden Jahrhunderten wechselte der Ort mehrfach seine politische Zugehörigkeit: Nach der napoleonischen Zeit fiel Vils zunächst an Bayern und kam 1816 im Zuge der Neuordnung Europas wieder zu Österreich. Die wechselnde Grenze erklärt, warum Vils trotz Tiroler Zugehörigkeit enge Wege ins Allgäu hat. Die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und das frühere Amtshaus Schlössle gehören zu den sichtbaren Zeugnissen ihrer langen Entwicklung. Am Stadtplatz sind die Fassadenmalereien im öffentlichen Raum zu sehen. Das Schlössle beherbergt das Stadtmuseum, das derzeit wegen Sanierung geschlossen ist; für einen Besuch eignen sich daher eher der Platz und die Wege zu Vilsegg.
Quellen: Stadtgemeinde Vils - www.vils.at - Unser Vils - Wissenswertes - Chronik · Vils (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · muse
Industrie und Arbeit vor Ort
2024 zählte Vils 604 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 50,3 Prozent arbeiteten im sekundären Sektor. 66,2 Prozent der aktiv Erwerbstätigen pendelten aus. Das Werk von Schretter & Cie an der Bahnhofstraße ist ein konkreter Industriestandort. Das Unternehmen gewinnt Kalkstein und Mergel in Vils und nutzt sie für die Zementherstellung am Standort. Gewinnung und Verarbeitung machen den hohen Industrieanteil am Arbeitsort anschaulich. Daneben bestehen Handwerk, Handel, Gastronomie und Dienstleistungen. Das Werk fertigt neben Normzement auch Spezialzemente etwa für Straßen, Tunnel und Lawinenschutz. Fertige Baustoffe werden von Vils per Lkw und über die Außerfernbahn abtransportiert.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab · Schretter & Cie – Zement und örtliche Rohstoffe · Vils (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion
Kultur und Besuchsorte
Unterhalb der Ruine Vilsegg steht die St.-Anna-Kirche; zusammen mit der historischen Hammerschmiede bilden sie ein Ziel am Geopfad Richtung Pfronten. In der Schmiede befindet sich eine Ausstellung über Eisenproduktion und Waffenschmieden im Mittelalter. Führungen können vereinbart werden. Die Burgruine und die Kirche lassen sich als Ensemble von außen erleben, während der Zugang zur Ausstellung eine Absprache erfordert. Auch der Stadtplatz mit seiner Fassadenmalerei ist ohne Termin zugänglich. Die Gemeinde führt die historischen Orte als Sehenswürdigkeiten; sie zeigen, wie Grenzlage, Handwerk und Stadtgeschichte in Vils zusammenkommen. Schule, Vereine und Bahnhof halten den Stadtkern zugleich im täglichen Gebrauch.
Quellen: Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Anna Kirche – Stadtgemeinde Vils · Historische Hammerschmiede – Stadtgemeinde Vils · poi
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Vils (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
- Stadtgemeinde Vils - www.vils.at - Unser Vils - Wissenswertes - Chronik
- Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024, Gemeindetab
- muse
- chronik
- poi
- Schretter & Cie – Zement und örtliche Rohstoffe
- Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und St. Anna Kirche – Stadtgemeinde Vils
- Historische Hammerschmiede – Stadtgemeinde Vils
Stand der Angaben: 15.10.2026
