TANNHEIM KENNENLERNEN
Tannheim im Tal der Vils
Tannheim liegt im breiten Hochtal, das die Vils durchfließt und nach Westen zum Allgäu offen ist. Als Hauptort des Tannheimer Tals bündelt die Gemeinde Angebote, die auch die umliegenden Bergorte nutzen. Sie zählt 1.171 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und ist 51,31 Quadratkilometer groß. Zum Gemeindegebiet gehört das Naturschutzgebiet rund um den Vilsalpsee.
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Dorfkern und Talraum
Das Ortszentrum ist als Haufendorf gewachsen; einzelne Weiler liegen in der Talebene und an den Hängen. Im Norden erhebt sich der Einstein, während sich südlich die Berge zum Vilsalpsee und zu weiteren Hochseen öffnen. Das Tal ist über den Gaichtpass, das Oberjoch und das Engetal mit Nachbarregionen verbunden. Tannheim ist Wohnort mit Schulen und Betreuung und zugleich ein zentraler Ort für Besucher des Tales. Wege, Geschäfte und Beherbergung konzentrieren sich stärker im Talboden, während landwirtschaftliche Flächen und Almen die Siedlung umgeben. Die Mittelschule Tannheimer Tal ergänzt Volksschule und Kindergarten; damit reicht das Bildungsangebot im Hauptort über die unmittelbare Grundversorgung hinaus. Die Wege zu diesen Einrichtungen führen durch den gewachsenen Dorfkern.
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Natur als Teil des Gemeindegebiets
Der Vilsalpsee liegt im gleichnamigen Naturschutzgebiet, das neben dem See auch Traualpsee, Lachenssee und die umliegenden Berge umfasst. Die Gemeinde beschreibt das Gebiet als Lebensraum für seltene Pflanzen und Tiere und weist auf geregelte Zufahrt hin. Es ist von Tannheim aus zu Fuß erreichbar; tagsüber verkehren außerdem Bus, Alpen-Express und Kutschen. Vier ausgewiesene Wanderwege erschließen das Schutzgebiet. Für private Autos ist die Zufahrt tagsüber eingeschränkt; Wandernde und Radfahrende können den Weg vom Dorf aus nutzen. So bleibt der See erreichbar, während die Zufahrt in die geschützte Landschaft begrenzt wird.
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Arbeit im Talzentrum
2024 zählte Tannheim 738 Beschäftigte in Arbeitsstätten; 88,3 Prozent der Beschäftigten entfielen auf den Dienstleistungssektor. 45,5 Prozent der aktiv Erwerbstätigen pendelten aus. Hotels und die Bergbahn am Neunerköpfle bedienen Gäste im Sommer und im Winter; Wandern und Wintersport stützen unterschiedliche Saisonen. Ein Bauernladen mit Käse, Speck, Eiern und Honig verbindet die regionale Lebensmittelproduktion mit dem Einkauf im Ort. Diese Form der Versorgung ergänzt die stärker auf Gäste ausgerichteten Dienste. Der Pendlerwert bezieht sich auf Erwerbstätige am Wohnort, die Beschäftigtenzahl auf Arbeitsstätten in Tannheim.
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Bauernhaus, Museum und Kirche
Das Heimatmuseum im Ortsteil Kienzen nutzt ein rund 300 Jahre altes Bauernhaus. Eingerichtete Kammern zeigen das frühere Wohnen und Arbeiten. Im Musikzimmer sind Malereien von 1840 nachgemalt; Instrumente und Trachten verweisen auf das Musikleben im Tal. Im Sommer bietet das Museum Führungen an. Im Ortszentrum steht die Pfarrkirche St. Nikolaus, deren heutiger barocker Bau aus dem frühen 18. Jahrhundert stammt. Die ältere Kirche wurde 1377 erstmals erwähnt. Der heutige Bau entstand 1722 an ihrer Stelle; damit stehen Museumshaus und Kirche für unterschiedliche Phasen der Ortsgeschichte.
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Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Tannheim (Tirol) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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Stand der Angaben: 15.10.2026
