ELMEN KENNENLERNEN
Elmen: Lechauen und Berggemeinde
Elmen liegt am Lech, abseits der Durchzugsstraße, und reicht vom Talboden bis in steile Bergwälder. Zum Gemeindegebiet gehören auch die Siedlungen Klimm und Martinau, die den Eingang ins Bschlabertal markieren. Am 1. Jänner 2026 lebten hier 392 Menschen; die amtliche Fläche beträgt 29,63 Quadratkilometer. Die kleine Gemeinde verbindet einen bewohnten Talboden mit dem Naturpark Tiroler Lech und der hoch gelegenen Stablalm.
Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Elmen – Wikipedia, feste Artikelversion
Siedlung zwischen Fluss und Steilhängen
Der Hauptort liegt auf dem Schwemmkegel des Edelbachs. Der Lech durchquert das Gemeindegebiet von Süden nach Norden; auf beiden Seiten steigen die Hänge bis in hochalpine Lagen. Knapp sechzig Prozent der Fläche sind bewaldet, dazu kommen Almflächen und nur ein kleiner Anteil landwirtschaftlich genutzter Böden. Diese Verteilung erklärt, warum der Talboden die Siedlungen und Verkehrswege bündelt, während Wald und Weide das Bild der umliegenden Hänge bestimmen. Martinau liegt links des Lechs in den Auen, Klimm höher am Hang. Die Umfahrungsstraße entlastet den Ortskern vom Durchzugsverkehr.
Quellen: Elmen – Wikipedia, feste Artikelversion · Elmen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lechtal Tourismus – Elmen
Kleine Arbeitsbasis, viele Wege aus dem Ort
Die Arbeitsstättenzählung 2024 erfasste in Elmen 70 Beschäftigte am Arbeitsort. 88,6 Prozent der Beschäftigungsverhältnisse lagen im Dienstleistungssektor; zugleich pendelten 80,1 Prozent der Erwerbstätigen mit Wohnort Elmen aus. Damit ist die Zahl der Arbeitsplätze vor Ort deutlich kleiner als die Zahl der hier wohnenden Erwerbstätigen. Vor Ort verbinden sich Beherbergung, Gastronomie und Nahversorgung mit Naturparkangeboten. Die Stablalm bewirtet saisonal Wandernde; im Tal verkaufen Gasthäuser Speisen und der Dorfladen Lebensmittel. Weil Lechweg und Lechradweg unmittelbar am Dorf vorbeiführen, erreichen diese Betriebe auch Gäste auf längeren Touren. Die lokale Erwerbsarbeit verbindet so alltägliche Versorgung mit dem Naturpark und dem Wandertourismus.
Quellen: Statistik Austria – Arbeitsstättenzählung 2024 · Lechtal Tourismus – Elmen · Almwirtschaft Stablalm – Betreiberseite
Martinauer Au schützt eine seltene Orchidee
In der Martinauer Au liegt eines der größten zusammenhängenden Frauenschuhvorkommen Europas. Die geschützte Orchidee blüht gewöhnlich von Mitte Mai bis Mitte Juni. Ein markierter Rundweg führt durch den Auwald und hält Besucherinnen auf Abstand zu den Pflanzen; das ist Teil des Schutzes, denn die empfindliche Art darf nicht gepflückt oder ausgegraben werden. Das Gebiet lässt sich von einem ausgewiesenen Parkplatz oder mit dem Regionalbus erreichen. Der kurze Hauptweg erschließt den Auwald, ohne Besucherinnen und Besucher quer durch die Pflanzenbestände zu leiten.
Quellen: Naturpark Lechtal – Frauenschuhgebiet Martinauer Au
Lech, Kirche und Verbindung ins Bschlabertal
Elmen wurde 1312 erstmals urkundlich genannt. Brände verheerten 1880 den Ortskern und zerstörten 1903 den Weiler Martinau bis auf ein Haus. Der Wiederaufbau nach den Bränden veränderte das Ortsbild und die kleinen Siedlungen am Lech. Die Pfarrkirche zu den Heiligen Drei Königen bewahrt einen Totentanzzyklus des Elbigenalper Künstlers Johann Anton Falger: Zwölf bemalte Holztafeln zeigen unterschiedliche Menschen im Gespräch mit dem Tod. Am nördlichen Ortsrand überspannt die Klimmbrücke den Fluss; das Naturparkhaus darauf ist Verwaltungsstelle und Informationsort des Naturparks Tiroler Lech. Die Ausstellung erklärt die Wildflusslandschaft; Ranger begleiten regelmäßig geführte Wildflusswanderungen.
Quellen: Elmen – Wikipedia, feste Artikelversion · Lechtal Tourismus – Elmen · Naturpark Lechtal – Frauenschuhgebiet Martinauer Au · Lechtal Tourismus – Elmen
Quellen und Belege
Stand der Angaben: 15.10.2026
