GEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Eschenau

Ein Seitental am Traisenradweg und ein Gipfelhaus mit Geschichte

GEMEINDEKENNZIFFER31402
Pfarrkirche Sankt Katharina in Eschenau
Pfarrkirche Sankt Katharina in Eschenau · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Eschenau - Kirche“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 3.0 at · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
1 273
01.01.2026
Fläche
24,71 km²
Bevölkerungsdichte
51,5
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3153
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

ESCHENAU KENNENLERNEN

Eschenau: Ökodorf und Kaiserkogelhütte

Eschenau liegt in einem Seitental des Traisentals im Bezirk Lilienfeld. Die Gemeinde zählt 1.273 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 24,71 Quadratkilometern. Das Prädikat „Ökodorf“ und die Kaiserkogelhütte stehen für jüngere Entwicklungen, während die Pfarrgeschichte bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht.

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Gemeindezeitung: 800 Jahre Eschenau · Kaiserkogelhütte

Acht Jahrhunderte Eschenau

Nach Auflösung der Grundherrschaften nahm 1850 ein selbständiger Gemeindeausschuss seine Arbeit auf; als erster Bürgermeister wird Ludwig Döbler genannt. 1988 ernannte eine Expertenkommission Eschenau zum ersten „Ökodorf“ Österreichs. Das Dorferneuerungsprojekt sollte ökologische und wirtschaftliche Entwicklung über natürliche Kreisläufe fördern, den dörflichen Charakter bewahren und die Wertschöpfung durch land- und forstwirtschaftliche Produktveredelung steigern. Die Gemeinde beging 2019 das 800-Jahr-Jubiläum ihrer ersten urkundlichen Erwähnung. Dazu erschien die von Eveline Anderle erarbeitete Chronik „800 Jahre Eschenau“. Die niederösterreichische Gemeindestatistik verortet den Hauptort auf 406 Metern Seehöhe. Das Seitental öffnet sich bei Rotheau zum Traisental und zieht sich über Eschenau, Steubach und Wehrabach in bewaldete Höhen.

Quellen: Gemeindezeitung: 800 Jahre Eschenau · Land Niederösterreich: Eschenau Gemeindestatistik · Ortsplan mit Rad- und Wanderkarte

Pfarre und Kirchenweg

1786 wurde Eschenau zur selbständigen Pfarre erhoben. Bei der Jubiläumsfeier erzählte Pfarrer P. Ambros, ein früherer Geistlicher habe eigenmächtig einen Taufkessel aufgestellt und Kinder getauft; dies habe die Loslösung von der Mutterpfarre eingeleitet. Der Kirchenweg verbindet Pfarrkirche, Hauptplatz und Friedhof; auch die Volksschule liegt an dieser Achse.

Quellen: Gemeindezeitung: 800 Jahre Eschenau · Ortsplan mit Rad- und Wanderkarte

Die Kaiserkogelhütte

Die ÖTK-Sektion St. Pölten errichtete 1919 eine Schutzhütte am Kaiserkogel und nannte sie Franz-Ritzengruber-Hütte, nach einem damaligen Eschenauer Bürgermeister. 1920 erhielt der Verein die Konzession für Gast- und Schankgewerbe. Wegen wachsender Besucherzahlen und des beginnenden Wintersports wurde das Haus erweitert; seit 1927 war es ganzjährig bewirtschaftet. 1935 brannte die Hütte ab und wurde noch im selben Jahr als Kaiserkogelhütte neu errichtet. In den letzten Kriegstagen verlief die Front über den Berg, Artilleriefeuer beschädigte das Haus schwer. Nach Reparaturen wurde der Betrieb wieder aufgenommen. Die Ostterrasse entstand in den 1970er-Jahren und wurde 2015 in einen dritten Gastraum umgebaut. Die Hütte liegt auf 716 Metern und bietet laut ÖTK Schlaflager, Zimmer und drei Gasträume. Sie wird als Nichtraucher-Schutzhütte mit bodenständiger Schutzhausküche geführt; auf der Südterrasse gibt es 50 Sitzplätze. Der Verein ließ 2025 die Trinkwassertanks erneuern; zugleich führt er eine neue Pächtersuche für Dezember 2026.

Quellen: Geschichte der Kaiserkogelhütte · Kaiserkogelhütte

Sechs Ortschaften, viele Wege

Das amtliche Gemeindeverzeichnis führt sechs Ortschaften: Eschenau, Laimergraben, Rotheau, Sonnleitgraben, Steubach und Wehrabach. Zur Ortschaft Eschenau gehören Entzberg, Inzenreith und Windbichl. Eine kommunale Wanderkarte verzeichnet über 30 Kilometer markierte Wege, darunter den Eschenauer Rundwanderweg, den Most-Obst-Wanderweg und mehrere Weitwanderwege. Sie markiert auch die Bärntallacke als Naturdenkmal sowie Kaiserkogelhütte und Traisental-Radweg. Am Kaiserkogel reicht der Blick laut Hüttenverein im Norden über St. Pölten bis zum Jauerling und im Süden von Peilstein bis zum Ötscher. Die Hütte hat dienstags und mittwochs Ruhetag.

Quellen: Eschenau (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Ortsplan mit Rad- und Wanderkarte · Kaiserkogelhütte

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Eschenau auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung1 361
31.10.2021 · Registerzählung1 297
01.01.2026 · Bevölkerungsstand1 273

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
477
NUTS-3-Region
Niederösterreich-Süd (AT122)

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Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.