HOHENBERG KENNENLERNEN
Hohenberg: Burg, Eisenarbeit und Wasserfälle
Hohenberg liegt an der Unrechttraisen am Fuß des 1.372 Meter hohen Türnitzer Högers. Die Marktgemeinde zählt 1.405 Einwohnerinnen und Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) auf 56,76 Quadratkilometern. Burg, Werkgeschichte und Voralpenbäche markieren mehrere Kapitel des Ortes.
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Burg und Markt
Eine Burg am heutigen Schloßberg kontrollierte den engen Durchgang entlang der Traisen, den Reisende passieren mussten. 1325 erhielt Hohenberg das Marktrecht; im selben Jahr wurde die Pfarre gegründet. Der letzte Burgherr aus der Familie Hohenberg starb 1529. Danach gelangte die Herrschaft an die Jörger, die der evangelischen Lehre anhingen. Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges wurde Helmhard IX. gefangen genommen; 1619 brannte die Burg. 1627 kamen die Besitzungen an verschiedene Grundherrschaften. Die selbständige Gemeinde entstand 1849 und umfasst die Katastralgemeinden Hohenberg und Innerfahrafeld.
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Vom Eisenhammer zur Feilenfabrik
Ein Urbar von 1527 nennt Sägen, Mühlen und Eisenhämmer an der Unrechttraisen. Bis ins 18. Jahrhundert war Landwirtschaft der wichtigste Erwerbszweig. 1801 begann mit einer Klingenschmiede in Furthof die industrielle Fertigung; später kam die Feilenproduktion hinzu. Nach dem Bau der Bahn 1893 nahm das Werk einen starken Aufschwung. 1907 waren dort mehr als 600 Menschen beschäftigt. Die Feilenherstellung endete 1982. Der staatliche Betrieb stellte danach auf Kunststoffwaren um, darunter Flaschen, Container und ausgeschäumte Fernwärmerohre. Weil dieser Wechsel den Betrieb nicht rettete, schloss das Werk am 28. Februar 1986.
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Ortschaften und erhaltene Bauten
Zum Gemeindegebiet gehören fünf amtliche Ortschaften: Andersbach, Furthof, Hohenberg, Hofamt und Innerfahrafeld. Furthof liegt südlich des Marktes; Hohenberg befindet sich im Haupttal, weitere Siedlungen ziehen sich in Seitentäler und auf bewaldete Hänge. Das Bundesdenkmalamt führt das ehemalige Herrenhaus der Feilenfabrik Jakob Fischer von Ankorn an der Lilienfelder Straße 2 in Furthof als durch Bescheid geschütztes Bauwerk. Das Marktwappen wurde 1971 verliehen und nimmt laut Gemeindechronik auf die örtliche Vergangenheit Bezug.
Quellen: Hohenberg (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Niederösterreich · Hohenberg - GEM2GO WEB - Home - Unsere Gemeinde - Historisches Hohenberg - Geschichte
Ruine und Wasserfälle
Die Gemeinde führt den Schleierwasserfall, den Großen Wasserfall, die Seebachquelle, den Hinterbergteich und die Burgruine als Ziele. Der Rundweg „Natur als Kunst“ erreicht Ruine, Seebach und Wasserfälle auf 5,5 Kilometern; die Gehzeit beträgt rund zweieinhalb Stunden. Der Hohenberger Kreativwanderweg verläuft über acht Kilometer rund um den Ort und verbindet Wald- und Wiesenwege mit Stationen des Kreativdorfs. Die Tour über Bergerhöhe zum Hohenberger Gschwendt dauert laut Gemeinde etwa vier Stunden und misst neun Kilometer. Eine Höhenwanderung führt von St. Aegyd über den Traisenberg und Hohenberg bis nach Türnitz und zum Türnitzer Höger; für die 18 Kilometer nennt die Gemeinde rund sechs Stunden Gehzeit. Am Hinterbergteich ist außerdem eine Kahnfahrt als Freizeitangebot verzeichnet. Das beheizte Voralpenbad bietet eine Liegewiese, Kinderrutsche, Hüpfkissen, Tischtennis und ein Buffet. Eine Saisonkarte gilt auch im Göllerbad von St. Aegyd.
Quellen: Naturschönheiten · Empfohlene Wanderwege · Marktgemeinde Hohenberg – Voralpenbad
Quellen und Belege
- STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026
- Hohenberg (Niederösterreich) – Wikipedia, feste Artikelversion · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Versionsgeschichte
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- Bundesdenkmalamt – Denkmalliste Niederösterreich
Stand der Angaben: 08.10.2026
