MARKTGEMEINDE · NIEDERÖSTERREICH

Maria Laach am Jauerling

Gotische Wallfahrt, ein spätmittelalterlicher Altar und Wege über die Hochfläche des Jauerling.

GEMEINDEKENNZIFFER31326
Ortszentrum von Maria Laach am Jauerling
Ortszentrum von Maria Laach am Jauerling · Foto: © C.Stadler/Bwag · „Maria Laach am Jauerling“ · Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0 · Für regionalinfo.at verkleinert und als AVIF komprimiert; kein zusätzlicher Zuschnitt. Weitergabe unter derselben Bildlizenz.
Einwohner
882
01.01.2026
Fläche
36,45 km²
Bevölkerungsdichte
24,2
Einwohner je km²
PLZ des Gemeindeamtes
3643
Keine vollständige PLZ-Liste

Datenquelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026 · aufbereitet für regionalinfo.at.

MARIA LAACH AM JAUERLING KENNENLERNEN

Maria Laach am Jauerling: Sechs-Finger-Madonna am Südhang

Die Marktgemeinde Maria Laach am Jauerling liegt im Waldviertel am Südhang des Jauerling. Sie zählt 882 Einwohner (Stand 1. Jänner 2026) und umfasst 36,45 km².

Quellen: STATISTIK AUSTRIA – Gemeindeverzeichnis 2026 · Maria Laach am Jauerling - GEM2GO WEB - Startseite - Mein Maria Laach - Wissenswertes - Zahlen und Fakten · Zahlen und Fakten

Am Südhang des Jauerling

Der Jauerling erreicht 960 Meter und ist laut Naturpark der höchste Berg entlang der Donau. Maria Laach gehört zu den sieben Naturparkgemeinden Jauerling-Wachau; das Schutzgebiet umfasst rund 11.500 Hektar. Der Naturpark beschreibt die Landschaft als Wechsel von Donauufern, Weinbau, Wiesen, Wäldern und Tälern. Die vom Naturparkverein 2015 übernommene Stauferhütte am Jauerlinggipfel wurde 2020 und 2021 renoviert und im Juni 2021 als Naturwerkstatt eröffnet. EU, Land Niederösterreich und die sieben Naturparkgemeinden unterstützten den Umbau. Sie dient der Umweltbildung für Schulen und Kindergärten sowie Workshops für Erwachsene. Die Gemeinde erstreckt sich über die Hochfläche und reicht bis zur Donau zwischen Emmersdorf und Aggsbach Markt.

Quellen: Maria Laach am Jauerling – Wikipedia, feste Artikelversion · Maria Laach am Jauerling - GEM2GO WEB - Startseite - Mein Maria Laach - Wissenswertes - Zahlen und Fakten · Naturpark Jauerling-Wachau – Fakten zum Naturpark · Zahlen und Fakten · Naturpark Jauerling-Wachau – Naturwerkstatt Jauerling

Eine gotische Kirche auf dem Pilgerweg

1367 ist ein Marienaltar im Zusammenhang mit dem gestohlenen Melker Kreuz erwähnt. Der heutige gotische Bau entstand ab 1380 anstelle einer älteren Kirche. Deren Dach war vermutlich mit Lohrinde gedeckt, woraus sich der Ortsname Laach entwickelt haben könnte. Maria Laach war zunächst eine Filiale von Weiten. 1432 kam die Kirche an das bayerische Kloster Vilshofen; 1462 verpflichtete es sich, einen Kaplan zu halten. Unter den Freiherren von Kuefstein wurde die Kirche auch Begräbnisstätte des Geschlechts.

Quellen: Pfarre Maria Laach – Pfarrkirche und Geschichte

Altarbilder und die Madonna mit sechs Fingern

Der Doppelflügelaltar trägt rückseitig die Jahreszahl 1480. Im Schrein sitzt Maria mit dem Christuskind; zu Füßen liegen Mondsichel und Löwenkopf. Davon zu unterscheiden ist das Gnadenbild am linken Seitenaltar: Die thronende Madonna hält einen Rosenkranz in einer rechten Hand mit sechs Fingern. Der Überlieferung nach brachte Freiherr von Kuefstein es um 1663 aus dem Rheinland mit. Die Hand gab der Wallfahrtskirche den Namen „Unsere Liebe Frau Sechs Finger“. Nach dem Pestjahr 1680 gelobte das südliche Waldviertel, jedes Jahr nach Maria Laach zu pilgern. Eine als wundertätig überlieferte Heilung eines blinden Kindes 1719 steigerte den Pilgerzulauf.

Quellen: Pfarre Maria Laach – Pfarrkirche und Geschichte · Naturpark Jauerling-Wachau – Wallfahrtskirche Maria Laach

Wanderwege und Christbaumkulturen

Der Naturpark-Weg von Maria Laach nach Weinberg führt über Wiesen und Felder zur Anhöhe des Weilers. Die markierte Rundtour startet und endet am Marktplatz, ist 3,13 Kilometer lang und überwindet 110 Höhenmeter. Ihr höchster Punkt liegt auf 693 Metern. In Zeißing führt die Runde an der Schlossruine vorbei, bevor sie nach Maria Laach zurückkehrt. Ein anderer markierter Abschnitt des Drei-Kirchen-Wegs verbindet Maria Laach mit den Wallfahrtsorten Heiligenblut und Weiten. Am örtlichen Kraftweg stehen unter anderem ein Brunnen, ein steinernes Tor und eine Kapelle am Kaiserlindenplatz; ein Terrassenweg quert mehr als hundert Jahre alte Steinterrassen. Seit den frühen 1960er-Jahren werden hier Christbäume produziert; seit 2007 trägt die Gemeinde den Namen „Christbaumgemeinde“.

Quellen: Naturpark Jauerling-Wachau – Weinberg-Rundweg · Kraftweg – Stationen · Marktgemeinde Maria Laach – Christbaumgemeinde

Quellen und Belege

Stand der Angaben: 08.10.2026

GEOGRAFIE

Maria Laach am Jauerling auf der Karte

Gemeindegebiet · Stand 01.01.2026

Rot: aus amtlichen Gemeindegrenzen abgeleitet und für die Anzeige vereinfacht. Kartenhintergrund: basemap.at. Quellen und Methodik

GEMEINDE IN ZAHLEN

Einwohner im Zeitvergleich

StichtagEinwohner
31.10.2011 · Registerzählung947
31.10.2021 · Registerzählung922
01.01.2026 · Bevölkerungsstand882

Die Abstände zwischen den Stichtagen sind unterschiedlich. Quelle: STATISTIK AUSTRIA, Gemeindeverzeichnis 2026.

Gebäude · 31.10.2021
385
NUTS-3-Region
Waldviertel (AT124)

VOR ORT ENTDECKEN

Besonderheiten & Ausflugsziele

ÜBER DIE GEMEINDEGRENZE HINAUS

Nachbargemeinden von Maria Laach am Jauerling

Nachbarschaft aus gemeinsamen Grenzabschnitten der amtlichen Geometrien abgeleitet. Reine Berührungspunkte und ausländische Gemeinden sind nicht enthalten.